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Alle Namen von den Personen die auf den weitern Seiten vorkommen sind frei erfunden Jegliche Ähnlichkeiten mit noch lebenden Personen wären rein zufällig! Dies machen wir unfreiwillig und einzig aus rechtlichen Gründen. Aber alle geschilderten Begebenheiten haben so und nicht anderes stattgefunden.



Geburt bis zweieinhalb Jahre

Text zum Thema frühste Kindheit

Es gibt - jedenfalls soweit mir bekannt ist - keine ernsthaften eigene Erinnerungen für den Zeitraum der ersten 1-3 Jahre. Die meisten Erinnerungen an diese Zeit basieren häufig auf Erzählungen der älteren Mitmenschen, die dadurch in vielen Fällen als eigene Erinnerung abgelegt werden und bei uns den Eindruck erwecken, das wir selbst uns daran erinnern können. (siehe Beispiel Schein-Erinnerung) Eine Ausnahme machen hier Erlebnisse die durch die Schwere ihrer Beeinflussung des Menschen - ein Trauma auslösen. Diese Erlebnisse werden durch einen Schutzmechanismus in die hinterste Ecke des Gehirn verdrängt und beeinflusst dafür aber aus dem Unterbewusstsein heraus die weitere Entwicklung des Menschen ein Leben lang. Als bewusste Erinnerung kann auf diese Erlebnisse nicht ohne besondere Hilfsmittel (z.B. Hypnose) zugegriffen werden. Leider muss man bei der Hypnose davon ausgehen, dass die Erinnerungen durch den Hypnotiseur einen zu starken Einfluss durch seine Befragung nimmt, und damit die Erinnerungen beeinflusst - ja sogar Fehl-Erinnerungen hervorruft!

Soweit der allgemeinbekannte Sachverhalt, und nun die Ausnahme:
Ich habe in meinem Leben den 'Vorteil' gehabt, dass das Jugendamt mich im Alter von etwas über zwei Jahren meinen Eltern 'entzogen' (Amtsprache) hat. So bin ich dann mit 17 Jahren, wenn auch mit unerlaubten Mittel [Einbruch ins Heimleiter-Büro], in der Lage gewesen die Akte, die das Kinderheim bzw. das Jugendamt über mich führte, durchzulesen und in Teilen zu kopieren. Daher weiss ich überhaupt wer meine Mutter ist.

[Diese 'Frau' hatte nie das Verlangen ihre Kinder wiederzusehen, während unser Vater sich wenigstens mal in Glückstadt blicken ließ, allerdings für uns nicht als Vater - sondern als Onkel. Eine Auflage vom Jugendamt, wie ich es nachlesen konnte.] Meine Mutter hingegen habe ich nie [bewusst] kennengelernt!

Kein Geruch, keine Stimme, kein Bild, keine Vorstellung - aber jetzt immerhin einen Namen!

Also besitze auch ich zwar keine eigene Erinnerung an diesen Zeitraum von 1 - 3 Jahren, kann aber Fakten, die zu jeder Person wichtig sind, nennen.

Nun aber die Fakten :

Vater
Vorname : Günter
Nachname : Mustermann
Beruf : ungelernter Arbeiter
Vorstrafen : Diebstahl[DDR], Schwarzhandel[BRD/DDR], Schmuggel[BRD/DDR], Erpressung[BRD], Kuppelei[DDR/BRD]

Mutter
Vorname : Sonja
Nachname : Mustermann geborene : Fenschel
Beruf : Hausfrau

Ich
Vorname : Jürgen
Nachname : Mustermann
Geburtsort : Berlin/Oranienburg
Geburtsdatum : xx.xx.1953
Geschlecht : männlich

Der Wohnort von uns war zu dieser Zeit irgendwo in Berlin-Ost / DDR. Es gab ja die Mauer noch nicht, und so durfte ich in meinem Trainingsanzug die Schmuggelwaren von West nach Ost transportieren - wie mir mein Vater mal ganz stolz erzählte...

Auszug aus der Jugendamtsakte [aus meinem 'Tagebuch']

..der Kindesvater und seine Ehefrau wurde wegen erheblicher krimineller Delikte 1955 als unerwünschte Personen aus der DDR ausgewiesen und im Durchgangslager Friedland untergebracht...

Bei der Überprüfungen der Familie Mustermann wurden diese wiederholt in einem verwahrlosten Zustand angetroffen. Das Kind Jürgen Mustermann wurde bei dieser Überprüfung vor der Behausung nur mit einem Hemdchen bekleidet in einer Pfütze spielend vorgefunden, und die zugewiesenen Räumlichkeiten erwiesen sich als verschmutzt und unaufgeräumt. Die ungepflegt wirkende Kindesmutter machte einen übernächtigten und überforderten Eindruck auf uns. Der Kindesvater, laut Einlassung der Kindesmutter, soll trotz behördlicher Einschränkungen und Auflagen den näheren Lagerbereich widerrechtlich verlassen haben. Angeblich, um für die Familie eine neue Existenz in der BRD aufzubauen. Die ohnehin überforderte Kindesmutter befindet sich kurz vor der Entbindung Ihres zweiten Kindes, während der Kindesvater augenscheinlich wieder seinen kriminellen Neigungen zu unterliegen scheint, und sich nicht an die gemachten Auflagen hält.

Nach unserem dafürhalten sind die Kindeseltern nicht in der Lage Ihren elterlichen Pflichten nachzukommen, und wir empfehlen das Kind Jürgen Mustermann zum Kindeswohl in die Obhut der staatlichen Fürsorge zu überstellen.

ich liebe BeamtenDeutsch...Sätze die sich einbrennen

Auszug aus der Jugendamtsakte [aus meinem 'Tagebuch'] einige Zeit später -

..da sich ein freier Platz in dem Kinderheim Friedensborn bei Husum / Schleswig-Holstein ergeben hat, das mit der Vorgabe der Altersgruppen dem Knaben Jürgen entspricht, sehen wir es vor das Sorgerecht den Kindeseltern zu entziehen und den Knaben Jürgen in dieses Kinderheim zu überstellen.

Auszug aus der Jugendamtsakte [aus meinem 'Tagebuch']

Antrag der Eheleute Sunk auf Pflegschaft eines Kindes

Ehemann
Vorname : Theodor Nachname : Sunk
Alter : 34
Beruf : Heizer
Vorstrafen : keine

Ehefrau
Vorname : Magarete Nachname : Sunk geborene : ???????
Alter : 26
Beruf : Hausfrau
Vorstrafen : keine

Kind :
Vorname : Ute Nachname : Sunk
Alter : 7
Geschlecht : weiblich

Als Grund für den Antrag auf Pflegschaft eines Kindes gaben die Eheleute an, das die Frau eine Fehlgeburt erlitt und dadurch keine eigenen Kinder mehr bekommen kann.

Auszug aus der Jugendamtsakte [aus meinem 'Tagebuch']

Die Eheleute Sunk die sich auf unserer Warteliste für Pflegschaften von Kleinstkindern befinden, haben sich inzwischen dazu bereit erklärt auch ein älteres Kind bis zu maximal 4 Jahren aus dem Kinderheim bei sich aufzunehmen, so dass eine überprüfung der finanziellen, familiären und wohnlichen Gegebenheiten der Eheleuten Sunk vorzunehmen ist.

Auszug aus der Jugendamtsakte [aus meinem 'Tagebuch']

...Frau Sunk wurde mit Ihrer Familie aus ihrer angestammten Heimat in Ostpreussen vertrieben, und fand durch die Verwandtschaft in Glückstadt in Schleswig-Holstein ein neues Zuhause.
...Herr Sunk wurde 1949 aus russischer Kriegsgefangenschaft entlassen. Er kehrte zu seiner Ehefrau wohnhaft in Glückstadt zurück, fand bei der Firma Temming einen Arbeitsplatz als Heizer und ist dort auch Mitglied der Betriebsfeuerwehr.

...die Wohnung der Familie Sunk ist ein Reihenhaus in einer Wohnsiedlung am Rande der Stadt.
...die Einrichtung und sowie der Zustand der Wohnung ist...
...die Eheleute Sunk sind in ihrer Heimatstadt angesehene Bürger, und Herr Sunk ist Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem Roten Kreuz und im Schützenverein. Da die Eheleute in ihrer Umgebung gut eingegliedert sind, die sonstige überprüfung der Eheleute Sunk auch zu deren Vorteil ausgefallen ist, stimmen wir der Pflegschaft eines Kindes durch die Eheleute Sunk zu.

Auszug aus der Jugendamtsakte [aus meinem 'Tagebuch']

Leider kann der Termin für die überstellung des Kindes Jürgen Mustermann in die Pflegestelle Sunk zur Zeit nicht vollzogen werden, da es mit einer schweren beidseitigen Lungenentzündung im Krankenhaus liegt und nicht transportfähig ist. Wir schlagen der Familie Sunk vor die Genesung des Kindes abzuwarten, und nicht auf eine andere Pflegschaft auszuweichen.

Anmerkung : Scheisse, warum bin ich damals nicht 'hopps gegangen'. Es wäre mir viel Erspart geblieben! Das war damals - als ich die Akte gelesen habe - mein erster Gedanke, und das hat sich bis heute auch nicht geändert...

Auszug aus der Jugendamtsakte [aus meinem 'Tagebuch']

...und am xx.xx.1956 fand die überstellung des Kindes Jürgen Mustermann in die Pflegestelle bei der Familie Sunk in Glückstadt statt.
Zu ihrem Betreuer wurde Herr Heitmann bestimmt.

Soweit also meine Jahre von der Geburt bis zweieinhalb Jahre


Zum Thema Erinnerung:
Der für die Langzeiterinnerung benötigte linke untere Stirnlappen ist bei Kleinkindern noch nicht entwickelt. Die komplizierte Verschlüsselung, die zur Klassifizierung und Erinnerung an Ereignisse erforderlich ist, kann in einem Kleinkindhirn also gar nicht stattfinden. Das Gehirn von Säuglingen und sehr kleinen Kindern kann jedoch durchaus fragmentierte Erinnerungen speichern. Und das kann später für den Erwachsenen sehr beunruhigend sein, und seine weitere Entwicklung beeinflussen.




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