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    selbstverletzendes Verhalten [svV]
    Schmerz und Blut


    Die meisten Betroffenen berichten von:
    - partieller Schmerz-Unempfindlichkeit
    - oder totaler Schmerz-Unempfindlichkeit
    während der VerletzungsHandlung.

    Im Allgemeinen sieht man in dieser SchmerzUnempfindlichkeit eine ÜberlebensStrategie nach sexuellem Missbrauch in der Kindheit.

    Betroffene Kinder
    haben [eventuell] gelernt, in den für sie unerträglichen Situationen mit dem Geist den Körper zu verlassen, oder sich, in einer Art SelbstHypnose, völlig gefühllos zu machen.

    Die Selbstverletzung
    schafft hier ein GrenzErleben, und vermittelt ein Gefühl von Lebendigkeit. Die schmerzunempfindliche Haut wird wieder spürbar.

    Der Schnitt selbst ist schmerzfrei.
    Nachträglich stellt sich ein begrenztes SchmerzEmpfinden wieder ein.

    Die unmittelbar nach der Verletzung
    empfundenen Gefühle werden überwiegend als:

    - positive und rasche Entlastung,
    - SpannungsMinderung,
    - einem 'sich geistig wieder klarer fühlen',
    - sowie einer Hebung der StimmungsLage,
    - und des SelbstwertGefühls,
    nach dem Akt der SelbstVerletzung beschrieben.

    Das warme, pulsierende Blut - als ein Zeichen inneren Lebens.

    Je größer aber der zeitliche Abstand


    zur selbstverletzenden Handlung ist, desto negativer wird die Handlung bewertet. Es stellt sich bei vielen die Erkenntnis ein, dass es ihnen schlechter geht als vor der Handlung, weil sie sich schämen und SchuldGefühle und Trauer empfinden.

    Viele Betroffene beschreiben dass gerade der Anblick des Blutes eine beruhigende Wirkung für sie habe.



    Aus einem SitzungProtokoll:
    Meinen Körper habe ich, er ist immer da, er kann mich nicht verlassen!
    Wenn das Blut warm und rot über meine Haut rinnt, und ich es fließen spüre, dann fühle ich mich gut, dann bin ich wieder in mir drin...

    ...dann spüre ich, dass ich lebendig bin.



    Bei manchen Betroffenen beobachtet man:


    - wahre Lust und enormen Stolz über diese Macht,
    - eine Art von AllmachtsGefühl und Stolz darüber,
    dass man nicht auf eine Befriedigung durch andere angewiesen ist.

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