Informationen über sexuellen Missbrauch & Misshandlung
     

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psychosomatische Störungen

 aus dem Kapitel » Symptome sexuellen Missbrauchs «

Um Krankheiten der PsychoSomatik zuschreiben zu können, müssen tatsächliche organisch bedingte Krankheiten ausgeschlossen werden.

Als Folge sexualisierter Gewalttaten können psychosomatische Symptome wie:
- Zuckungen in Armen, Beinen, Kopf
- GehStörungen und SehStörungen
- Störungen des Bewusstseins
auftreten.

Diese Symptome sind häufig körperliche Ausdrucksmittel seelisch bedingter Konfliktsituationen. Es sind individuelle Ausdrucksmittel und die Ursache ist meist schwer zu erkennen.



Die im folgenden aufgezeigten Symptome können [müssen aber nicht zwingend] Anzeichen für Gewalthandlungen gegen Kinder sein.

Schlafstörungen
sind in vielen Fällen Symptome einer psychischen oder körperlichen Problematik. So resultiert sie beispielsweise auch durch vermehrt auftretende Alpträume, bzw. Alpträume und Schlafstörungen können sich einander bedingen.

Bei den sogenannten Angstträumen ist das Traumerleben sehr lebhaft und realitätsnah. Es wird häufig von Träumen über
- Bedrohungen des Lebens,
- der Sicherheit
- oder der Selbstachtung
berichtet.

Solche Träume können ein misshandeltes Kind bis in den Tag hinein verfolgen.

Haut- und Magenerkrankungen
können als Folge von oben genannter psychosozialer Belastung auftreten.

Sexualstörungen
wie sexuelle Dysfunktion und Vaginismus können einen Hinweis auf die Erfahrung sexualisierter Gewalt darstellen.

Schmerzen, seelisch bedingte
- Kopf- und Rückenschmerz,
- chronischen Unterleibsschmerz,
- Schmerzen in den Armen, Beinen und auch am Herzen
rechnet man zu somatischen Schmerzzuständen.

Schmerzen im Unterleib
stellen eine Schmerzwahl dar, die dem Bereich der Missbrauchserfahrung sehr nahe kommt. Unerträgliche Gefühle und Konflikte werden in einer solchen Form unbewusst durch Schmerz ausgedrückt.

Für Kleinkinder
ist dies zusätzlich die unbewusste Art, Zuneigung zu erlangen. Solange ein misshandeltes Kind Schmerzen hat, die offensichtlich sind, 'ist man nicht alleine und wird gepflegt'.

Charakteristisch für Patienten
mit somatoformen Schmerzstörungen oder anderen psychosomatischen Erkrankungen ist oft die Überzeugung von körperlichen Ursachen ihrer Krankheit. Mögliche belastende Erfahrungen werden von den Patienten als Ursache verdrängt und oft auch von Ärzten vernachlässigt.

Essstörungen
wie 'Bulimie' und 'Anorexia Nervosa' sind häufige Folgeerscheinungen beim Erleben von Gewalttaten. Es wird bei diesen Symptomen besonders deutlich, dass das misshandelte Kind den eigenen Körper ablehnt.

Gefühle der Scham, Schuld und ein Strafbedürfnis
gegenüber dem eigenen Selbst manifestieren sich über die Essstörung. Anorektiker und BulimiePatienten haben das Gefühl, ungeliebt und unerwünscht zu sein, und sich gleichzeitig keiner BezugsPerson mitteilen zu können. Sie können in keiner Weise ihren Körper akzeptieren. Dies kann unter anderem auch aus einer sexuellen Misshandlung resultieren.

Bulimie
zeichnet sich durch ein periodisches Aufnehmen großer Mengen von Nahrungsmitteln und das anschließende, selbst herbeigeführte Erbrechen oder Abführen derselben aus.
BulimiePatienten sind nicht unbedingt untergewichtig, haben jedoch ein gestörtes Körperempfinden. Eine krankhafte Angst, dick zu werden, ist auch im Falle einer normalgewichtigten Ausgangssituation Bestandteil dieser Krankheit.
Nach einem Anfall empfinden sie Ekel, Hilflosigkeit, Panik und Schuldgefühle. Die anschließende Entleerung durch Erbrechen oder Abführmittel wirkt erleichternd. Diese Krankheit wird von den Opfern aus Scham geheimgehalten.
Viele BulimiePatienten sind suizidgefährdet. Bulimie wird selten bei Männern diagnostiziert. Folgen der Krankheit können ernsthafte gesundheitliche Schädigungen des Darms und der Speiseröhre sein. Auch weiterführende Langzeitfolgen können darüber hinaus auftreten.

Anorexie
bezeichnet einen schweren Appetitverlust [unter anderem vom Opfer absichtlich herbeigeführte EssensVerweigerung] und Nervosa bedeutet, dass die Gründe dafür emotionaler Natur sind. Auch bei Anorektikern besteht eine enorme Angst vor dem Essen und der damit verbundenen Gewichtszunahme.

Ein allgemein berichtetes Phänomen der Anorexia ist ein gestörtes Körperbild und wird ebenfalls vornehmlich bei Frauen diagnostiziert. Folgen dieser Krankheit sind Abmagerung, Menstruationsstörungen, Haarausfall, Unterentwicklung der Organe, Leberschäden bis hin zum Tode durch Verhungern.

Der drastische Gewichtsverlust durch Anorexia lässt die Annahme zu, dass die sichtbar werdende sexuelle Entwicklung aufgehalten werden soll.

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