Informationen über sexuellen Missbrauch & Misshandlung
     

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Folgen durch GewaltAnwendung

 aus dem Kapitel » Formen von Gewalt gegen Kinder «

bei sexuellem Missbrauch im Besonderen

Seelisch, körperlich oder sexuell misshandelte Kinder

tragen außerordentlich vielfältige, unspezifische und unterschiedliche Symptome.

Auswirkungen von Gewalthandlungen können sich auf der:
- Gefühlsebene,
- Verhaltensebene,
- Körperebene,
ergeben.

Dabei spielen:
- die Art der Gewalt,
- ihre Dimensionen,
- ob das Opfer ein Junge oder ein Mädchen ist,
- Verletzungen im direkten Zusammenhang mit dem Missbrauch,
eine Rolle.

In einigen Fällen sind diese Faktoren nicht klar zu trennen, da sie miteinander in Verbindung stehen können.

Die Folgen von sexuellem Missbrauch:

Sie sind um so größer, und die Erinnerungen für den Betroffenen um so belastender:

- je größer der Altersunterschied,
- je größer die verwandtschaftliche Nähe ist [Täter/Opfer],
- je länger die sexualisierte Gewalt andauert,
- je jünger das Kind bei Beginn der Tat ist,
- je mehr Gewalt angedroht/angewendet wird,
- je vollständiger die Geheimhaltung ist,
- je größer der Druck auf das Kind ausgeübt wird,
und je weniger beschützende und vertrauensvolle Personen dem Kind als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.


Auf der Gefühlsebene:

können in Folge von sexuellem Missbrauch starkes Empfinden der Scham, der Schuld und der Wertlosigkeit entstehen.

Die Integrität des Betroffenen wird zerstört:
- der Betroffene lehnt seinen eigenen Körper ab, sein Selbstbild ist gestört.
- betroffene Kinder können nur schwer Vertrauen in sich und andere erlangen.
- der Betroffene empfindet sich darüber hinaus häufig als beziehungsunfähig.

Eine Folge von Missbrauchserfahrung kann:


die Angst sein, Beziehungen einzugehen:
bzw. die Angst, das dazu benötigte Vertrauen nicht aufbringen zu können. Auch das spätere eigene Sexualleben des Betroffenen kann durch die Folgen des Missbrauchs gestört werden.

Da Zwang und Gewalt mit Missbrauch einhergehen:
überblickt das Kind nicht die Bedeutung des eigenen Sexuallebens und erfährt Widerwillen gegenüber seinem späteren Partner. Die intime Nähe zum Partner kann dazu führen, dass Erinnerungen aufkommen, dass die Kontrolle nicht gewahrt werden, und nicht selbst entschieden werden kann.

Das spätere Sexualleben
kann durch diese traumatischen Erfahrungen also nicht natürlich, gewünscht und positiv erfahren werden.

Zu den Auswirkungen auf der Verhaltensebene werden:
- selbstdestruktives Verhalten,
- Bettnässen,
- chronisches Weglaufen,
- wiederholte Suizidversuche
gezählt.

Jungen werden aufgrund von Missbrauchshandlungen oft aggressiv.
Sie wollen damit ihre Männlichkeit unter Beweis stellen, aber auch die Kontrolle behalten, die ihnen so einschneidend genommen wurde. Sie kompensieren dadurch auch ihre Angst vor Homosexualität.

Die Folgen sexuellen Missbrauchs auf der Körperebene

sind dadurch gekennzeichnet, dass der Körper auf die Psyche reagiert, und dies meist unbewusst erfolgt. Dies ist vom Geschlechts und Alter unabhängig festzustellen!

Anhaltende, und ursächlich unklare Körperbeschwerden:
sind im Kontext von Anamnese und VerhaltensAuffälligkeiten mögliche Hinweise - die zu einer Überprüfung auf eine sexuelle MissbrauchsSituation Anlass geben sollten!


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