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Alle Namen von den Personen die auf den weitern Seiten vorkommen sind frei erfunden Jegliche Ähnlichkeiten mit noch lebenden Personen wären rein zufällig! Dies machen wir unfreiwillig und einzig aus rechtlichen Gründen. Aber alle geschilderten Begebenheiten haben so und nicht anderes stattgefunden.



meine Schwester Heike

Text zum Thema Geschwisterliebe

Heike, fünf Jahre alt, war als Ersatz für Günter, der ja inzwischen im Jugendknast saß, zu uns gekommen.

Warum?
Ich habe keine Ahnung.
Immer beschwerten die Alten sich wie schwer sie es doch mit uns hatten, aber trotzdem holten sie sich wieder ein Heimbalg dazu.

Heike kam aus einem katholischen Kinderheim.
Sie wurde dort von den Nonnen zu einer funktionieren Maschine erzogen. Sie musste auch schon viel mitgemacht haben, so still wie sie immer war. Heike machte alles was man von ihr verlangte, ohne über den Sinn und Zweck nachzudenken oder nachzufragen.

Wir haben das selber, Kinder sind eben so, oft ausprobiert.

Eines Abends, es war schon dunkel draußen, spielten wir ganz friedlich. Heike saß teilnahmslos, wie meistens, da und war mit ihrer Puppe beschäftigt. Ab und zu schaute sie verstohlen was wir so machten, das war alles. Es war ja nicht so das wir sie nicht mochten, obwohl sie ja so ganz anders war. Uns kam sie immer so vor als wenn sie tot war.

Man hörte sie nie.
Lachen konnte sie auch nicht. Das einzigste was man ihr entlocken konnte - waren Tränen. Nie kam sie zu uns, um mit uns zu toben oder mitzuspielen. Sie saß in ihrer Ecke, redete nicht und blickte dabei die meiste Zeit auf den Boden.

So konnte es nicht weitergehen, hatten wir beschlossen.
Vater und Mutter fanden es na klar toll so eine Puppe, die immer sauber und brav war, im Haus zu haben. Für uns Jungs aber war das doch kein Zustand. Wenn wir schon eine Schwester hatten, dann aber bitte auch eine lebendige, eine mit der man auch was anfangen kann. Wir hatten es na klar schon oft versucht sie zum Mitmachen zu bewegen, wenn wir spielten, aber ohne richtigen Erfolg. Ja, sie nahm ein Matchbox-Auto und ließ es die selbstgebauten Strassen entlang fahren. Oder sie baute an dem riesigen Legoturm mit. Aber nicht wie wir Kinder spielten, sonder wie ein Roboter. Wir hatten gesagt das sie es machen sollte, also machte sie es. Ohne eine Laut von sich zu geben. Kein 'Brum, Brum' oder 'Tatü, Tata', wenn sie den LKW oder die Feuerwehr auf der Strasse fahren ließ. Beim Mensch ärgere dich nicht, saß sie immer nur teilnahmslos und in ihr Schicksal ergeben dabei, wenn wir sie rausschmissen oder einfach schummelten.

Und Anfassen ließ sie sich schon gar nicht.
Wenn wir unsere Ringkämpfe machten und sie auch mal in den Schwitzkasten nahmen, um mal wenigstens ein Lebenszeichen von ihr zu bekommen, erstarrte sie zu einer Salzsäule und die Tränen liefen in Strömen.

Kein Laut!
Einfach wie ein Stück Holz.

Aber das würden wir jetzt ändern.
Wir würden es schon schaffen ein Lebenszeichen aus ihr rauszuholen.

"Heike, steh auf und mach das Licht aus! Ich will sehen ob am Auto das Licht brennt", sagte ich zu ihr.
Mit ihren typischen roboterhaften Bewegungen stand sie auf, ging zum Lichtschalter und machte das Licht aus. Auf dem Weg zurück zu ihrem Platz aber befahl Gerd:
"Mach sofort das Licht wieder an. Wieso machst du einfach ohne mich zu fragen einfach das Licht aus?".
Woraufhin ich sofort, wenn das Licht an war und sie sich wieder auf ihren Platz verkriechen wollte, sie anmaulte, dass sie gefälligst das Licht auszumachen hatte, wenn ich ihr das gesagt hatte.

Wir trieben dieses Spiel sehr lange mit ihr, bis sie endlich heulend am Lichtschalter stand und schluchzte.

"Was habt ihr nur gegen mich. Nie kann ich euch etwas recht machen. Warum seid ihr so gemein zu mir...".

Sie tat mir so unendlich leid.
Ich wusste nur zu genau wie sie sich fühlte. Genau das fühlte ich auch schon seit Ewigkeiten, wenn Vater oder Mutter 'auf ihre liebevolle Art' meinten sie müssten einen wohlerzogenen Jungen aus mir machen. Aber wir hatten endlich mal erlebt das sie keine Puppe, sondern ein Mensch ist. Endlich zeigte sie mal Gefühle... und sie sprach sogar unaufgefordert.

Ich ging zu ihr hin und nahm sie in den Arm.
Das Eis war gebrochen. Sie klammerte sich an mir fest und heulte sich erst mal richtig aus. Von diesem Tag an hatten wir endlich noch eine Schwester.

Obwohl - Genau genommen war es wohl doch mehr ein Bruder.
Endlich machte sie mit, wenn wir draußen tobten oder im Haus spielten. Und sie war auch nicht zimperlich wie andere Mädchen. Leider blieb uns ja nicht mehr viel Zeit, die Uhr tickte ja schon.

Aber wie auch immer, vielleicht würden wir ja alle in dasselbe Heim kommen.
Außerdem würde ihr unser Schicksal ja erspart bleiben, wenn sie so schnell wie möglich hier wieder wegkam! Wenn die Alten unter der Erde sind, und das ließ sich ja eh nicht mehr stoppen, denn Ute war schon dabei uns in Stich zu lassen.

Sie hatte tatsächlich ihren Platz an der Schwesternschule in Göttingen bekommen.

JA - Ute.
Na ja, als deren eigene Tochter sowieso ein Kapitel für sich.
Aber für mich zum Leben - NEIN, in diesem Zuhause - zum Überleben wichtig!




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