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Alle Namen von den Personen die auf den weitern Seiten vorkommen sind frei erfunden Jegliche Ähnlichkeiten mit noch lebenden Personen wären rein zufällig! Dies machen wir unfreiwillig und einzig aus rechtlichen Gründen. Aber alle geschilderten Begebenheiten haben so und nicht anderes stattgefunden.



Mein neuer Freund

Text zum Thema Schizophrenie

Die Ferien waren schon lange vorbei, und alles lief wieder seinen gewohnten Gang.

Alles?
Nein - nicht ganz.
Es gab da ein neues Kind in unserer Siedlung.
Er musste neu hier aufgetaucht sein, da ich ihn vorher hier noch nie gesehen hatte. Und ich kannte doch jeden in der Siedlung. Sonst hätte ich es ja gar nicht bemerkt.

Nach den verhängnisvollen Tagen des ersten Zeugnisses, traf ich das erste Mal auf ihn.

Ein Junge so alt wie ich.
Er nannte sich selber 'der Rächer'. Er war mir irgendwie sofort vertraut! Er hatte harten und verbitterte Gesichtszüge meines Vaters, und die selben kalten Augen, wie meine Mutter. Man bemerkte ihn kaum in der Siedlung. Er war selten draußen, oder einfach nur nicht zu bemerken, weil er sich meistens Abseits der anderen Kinder aufhielt.

Aber seine Spiele waren wild und unbeherrscht.
Es gehörte zu seinen Vorlieben Tieren bei ihrem Todeskampf zuzusehen. Ja, man könnte fast sagen 'Er studierte den Tod', so intensiv machte er sich daran sie beim Sterben zu beobachten.

'Stell dich nicht so an. Du hast es doch so gewollt. Mir tut es doch selber mehr weh als dir!' Solche oder ähnliche Worte murmelte er dann vor sich hin.

Dabei sah er von weitem wie ein normal Junge aus.
Ein wenig klein für sein Alter, aber ansonsten völlig unauffällig. Manch einer behauptete sogar das er mir ähnlich sei, aber die mussten sich täuschen.
Ich liebte Tiere.
Die hatten mir, im Gegensatz zu den Menschen, noch nie etwas getan.
Ich blieb oft stehen und streichelte fremde Hunde die vor den Läden warten mussten. Und keiner von den Hunden hatte etwas dagegen sich von mir anfassen zu lassen. Die fühlten doch, wenn es einer mit ihnen gut meinte. Die Besitzer der Hunde konnte es nicht glauben, wenn sie sahen, wie zielstrebig ich auf ihre Hunde zuging und mit ihnen schmuste und tobte.

Dabei war es ganz einfach.
Ich ging mit einer ausgestreckten Hand und netten Worten direkt auf sie zu. Dann ließ ich sie an meiner Hand schnuppern und schon war das Eis gebrochen.

Tiere waren so viel besser zu durchschauen und zu handhaben, als Menschen.
Noch nie hatte ein Hund mich angelächelt und dabei dann zugeschlagen, wie unser Lehrer in der Schule.

Aber 'der Rächer' machte sich geradezu einen Spaß daraus, einem Hund in einem unbeobachteten Moment zu sich zu locken, um ihm dann leere Dosen an den Schwanz zu binden. Die armen Hunde rannten dann, als wenn der Teufel hinter ihnen her war, um ihr Leben.
Im Fluss Fische zu fangen, um ihnen bei lebendigem Leib die Flossen abzuschneiden und dann sie dann ins Wasser zurück zu werfen, oder Hummeln zu fangen, denen er die Flügel ausriss und sie wegwarf wie ein Stück Müll, das war für ihn reiner Zeitvertreib.

Übrigens - das Libellen alle beide Paar Flügel zum Fliegen brauchten, hatte er auch rausgefunden. Egal ob er das vordere Paar oder das hintere Paar rausriss. Sie konnten dann einfach nicht mehr fliegen.

Und Katzen hatten gar nicht neun Leben.
Alles nur Lüge.
Sie starben genauso schnell wie Ratten!

Und die Schwänze der Bisonratten waren nicht giftig.
Wir hatten es mal an Mutter getestet.
Nichts, außer Übelkeit, und die musste noch nicht einmal davon kommen.

Ich war zwar auch nicht größer als er, und hatte wohl zufällig auch die selbe Augen- und Haarfarbe.

Aber das war ich nicht - Nein, so war ich nicht.

Ja gewiss... ich war eigentlich sehr gerne mit ihm zusammen, wir verstanden uns sehr gut. Er schien dieselben Probleme Zuhause zu haben wie ich, das verbindet. Wir sprachen zwar nie über seine Sorgen, aber wer so gut wusste wie es in mir aussah, der konnte einfach nur ähnliches erleiden. Woher sollte er sonst so gut verstehen wie es mir geht. Genau genommen waren wir mehr 'Brüder in der Not', als Freunde.

Aber er machte mir immer noch Angst.
Nein - nicht das ich dachte das er mir etwas tun würde - nicht so.
Mir würde er nie was tun - das war so sicher wie das Amen in der Kirche!

Es war mehr seine Art.
Er drehte total durch, wenn etwas nicht so klappte wie er sich das vorgestellt hatte.
Dann schrie er völlig entfesselt die wildesten Beschimpfungen vor sich hin, und vor lauter Wut liefen ihm die Tränen in Strömen übers Gesicht.

Und es kam immer so völlig überraschend!
Eben noch war alles in Ordnung. Wir schmiedeten einen Plan, wie wir meinen Lehrer in der Schule einen ordentlichen Streich spielen könnten. Und urplötzlich griff er sich den Knüppel der da lag, und drosch damit auf einem Hund ein, der hinter dem Zaun bellte.

Einfach so - ohne Grund!
"Dir werde ich zeigen was ne Harke ist - Du Bastard", schrie er dann wie toll vor sich hin.
"Ich schlag dich windelweich".

Seine Stimme überschlug sich dabei, und sein Gesicht hatte sich zu einer fürchterlichen Grimasse verzogen. Die Augen blitzen auf wie Blitzlichter. Genau so hatte ich mir den puren Hass vorgestellt, den Vater immer beschrieben hatte wenn er über seine Heldentaten in Russland berichtete! Und genauso plötzlich ließ er den Knüppel wieder fallen, und sah wieder 'ganz Normal' aus.
Als wäre nichts gewesen!
Nur der Atem ging noch etwas schneller.

Ich hatte mal mit ihm am Fluss geangelt.
Ein Rotauge zappelte an meiner Schnur. Er half mir und nahm den Fisch von dem Haken ab.
"Kann ich den bitte haben? Bei mir geht heute keiner ran. Die mögen mich irgendwie nicht", fragte er traurig.

Ich schaute an, und ein kalter Schauer lief mir den Rücken runter.

Daran würde ich mich nie gewöhnen!
Wie konnte man so eiskalte tote Augen haben, und dennoch so traurig sein? Ich schaute schnell runter auf den zappelnden Fisch in seiner Hand.
"Na klar, der ist sowieso zum Essen zu klein, den kriegen doch eh nur die Katzen".

Er warf den Fisch auf die Erde und stellte seinen Fuß darauf.
"Du bleibst schön da liegen", fauchte er den Fisch an, der zappelnd versuchte ins Wasser zurückzukommen. Dabei fummelte er sein Taschenmesser aus der Lederhose und hielt es mir hin.

"Da nimm - das ist schön scharf".
Fragend schaute ich zu ihm hoch.
"Was soll ich damit? Ich will doch nur einen neuen Wurm an den Haken machen! Seit wann braucht man dafür ein Messer". Ich wunderte mich dabei mehr über sein genüssliches Grinsen, als über das Messer.

"Ganz einfach! Findest du nicht auch das DER genauso doof guckt wie deine Mutter", fragte er, und seine Stimme hatte dabei schon wieder diesen scharfen Unterton. Den hatte seine Stimme immer, wenn er was im Schilde führte.
"Und sagt sie nicht immer 'Ich kann das nicht mehr mit Ansehen', wenn du ihrer Meinung nach wieder mal Blödsinn gemacht hast?".
"Ja, schon...aber was hat das mit dem Fisch zu tun?! Wie kommst du denn jetzt darauf?".
'Wie...? Wie ich darauf komme? Hah, schau doch mal genauer hin und mach die Ohren auf! Hörst du denn nichts?".


Ich schaute mir den Fisch unter seinem Schuh an.
Der lag da und schnappte verzweifelt nach Luft. Er riss dabei seinen Mund weit auf und machte ihn wieder zu. Wie Fische an Land es eben so machen. Aber sehen, außer den hervorquellenden Augen, geschweige denn hören, konnte ich nichts Besonderes vom Fisch.

"Ich höre nichts. Fische können doch gar nicht sprechen! Der schnappt doch nur nach Luft".
Fast schon ein wenig mitleidig sah 'der Rächer' auf mich herab, und dann wieder zu dem Fisch.

"Ich werde es mal für dich übersetzten. Also jetzt gerade sagt er wieder 'Wenn ich das noch einmal sehe, dann gibt das eine Abreibung die sich gewaschen hat', und jetzt 'Mach das du hier rauskommst, ich will dich nicht mehr sehen!'".

Mein Freund schaute mich erstaunt an.
"Hast du das denn wirklich nicht gehört?".

Jetzt, nachdem ich die ganze Zeit dabei den Fisch beobachtet hatte, und mein Freund Mutters Stimme so trefflich nachmachte, konnte ich mir tatsächlich vorstellen, dass der Fisch das zu mir gesagt hatte. Ich hatte auch, bei jedem Wort mehr und mehr, die kalte Wut in mir aufsteigen gespürt. Ich wollte das alles nicht mehr hören. Sie hatte nie ein nettes Wort für mich über, seit Jahren schon.

Ich hasste es, wenn sie so etwas zu mir sagte.
Hatte ich doch schon lange verstanden - das sie mich nicht liebte, sondern nur hasste. Musste sie es denn auch immer noch sagen?

Mein Freund riss mich mit den Worten:
"Komm Erlöse sie von ihren Qualen - dich sehen zu müssen. Ohne Augen kann und braucht sie dich nicht länger sehen! Vielleicht gibt sie ja dann endlich Ruhe", aus meinen Gedanken.

Ich merkte wie meine Hände vor Wut zitterten.
Ich schaute ihn an.

"JA - - JA, ich glaube das ist eine gute, oder besser gesagt, eine sehr Idee. Wenn sie mich nicht mehr sehen kann, haben wir beide endlich Ruhe vor einander".

Ganz ruhig war ich dabei geworden.
Das ich selber noch nie darauf gekommen war.
Ich hielt mich doch immer für 'so Schlau'!

Ohne Augen - kein Sehen.
Kein Sehen - kein Jammern.
Ganz einfach und ganz klar.

"Hätte ich auch von selber drauf kommen können", brummelte ich verärgert vor mich hin, während das Messer sich unter das Auge des Fisches bohrte, um IHR meinen Anblick zu ersparen.
"Siehst du mich noch Mutter...?
Du bist ja so Still! Hat doch gar nicht weh getan - Oder? Nun noch schnell die andere Seite, und dann hast du für immer eine Sorge weniger".

Ich wischte das Glubschauge vom Messer ab.
Dann nahm ich Mutters Kopf unter dem Schuh von meinem Freund hervor, und drehte ihm um.

"Ein letzter Blick noch - MUTTER!
Einmal musst du mich leider noch sehen! Aber gleich erlöse ich dich FÜR IMMER von diesem Anblick", schrie ich den Fisch an.

Er schnappte immer noch nach Luft.
"Halt endlich deine Schnauze du Miststück", fuhr ich Mutter voller Hass an. "Ich kann es einfach nicht mehr hören...!".

Und das Messer schob sich unter IHR Auge und hebelte es aus IHREM Kopf heraus. Das Blut rauschte in meinen Ohren und ich war völlig außer mir vor Wut.
"Machs gut du alte stinkende Fotze", waren die letzten Worte die Mutter von mir zu hören bekam, während ich sie im hohen Bogen in den Fluss zurückwarf.

Ein hämisches Lachen und ein gutgelauntes:
"Bis dann Alte... ich würde ja gerne sagen, man sieht sich... aber das wäre ja wohl gelogen", von meinem Freund, begleitete den Flug des Fisches.

Er setzte sich neben mich und legte seinen Arm um mich.
Langsam beruhigte ich mich wieder.
"Und... - wie fühlst du dich jetzt", hörte ich ihn fragen, "Ist doch gleich ein viel besseres Gefühl... - oder?".

Aber ich wollte nicht reden, nicht jetzt!
Ich schaute nur aufs Wasser.
Ich war erschrocken über mich selber.

Na gut - ich hasste Mutter schon lange TIEF und INNIG.

Aber SO SEHR?
Ich bekam schon ein wenig Angst vor mir.

Mein Freund war wieder mal verschwunden.
Ich war ihm wohl 'zu weich' - wie er mal sagte.

Aber ich war eben ICH - und nicht ER.

Basta!




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