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Alle Namen von den Personen die auf den weitern Seiten vorkommen sind frei erfunden Jegliche Ähnlichkeiten mit noch lebenden Personen wären rein zufällig! Dies machen wir unfreiwillig und einzig aus rechtlichen Gründen. Aber alle geschilderten Begebenheiten haben so und nicht anderes stattgefunden.



mein erstes Zeugnis

[Teil II] Text zum Thema Psychoterror, Trauma

An Schlaf war gar nicht zu denken.
Den ganzen Tag hatte Mama damit verbracht mir klarzumachen, was mich noch heute Nacht erwarten würde. Und ich war mir ganz sicher das dieses Gemisch als Gleichgültigkeit und Gehässigkeit - das ich als Mama bezeichnete - den Papa schon auf Trab bringen würde.

Sie hatte es mir doch beim Abendbrot beschrieben, was in etwa passieren würde.
Da bekam sie sogar wieder richtig Glanz in ihre Augen. Meine Geschwister hüteten sich auch nur ein Laut von sich zu geben. Sie mieden mich wie die Pest. Ja - man konnte deutlich sehen das sie Angst davor hatten bei Mama in Ungnade zu fallen und in die Strafaktion mit einbezogen zu werden.

Noch konnte es ja sein, dass ich zur Hinrichtung wieder aus dem Bett geholt wurde.
Wer weiß denn, was sie ihm für Schauermärchen erzählen würde? Das sie sich große Mühe geben würde ihn dazu zu bringen mich umzubringen - da war ich mir ganz sicher. Ich kannte sie ja schon mein ganzes Leben lang. Aber mit viel Glück hatte er ja vielleicht ausnahmsweise gute Laune und würde so gerecht sein und sich anhören was ich dazu zu sagen habe. Und dann würde ich ihm mein Zeugnis auf den Tisch legen, und ihm die dazugehörige Geschichte erzählen. Dann musste er doch einsehen das ich nicht so schlecht war, wie sie mich sicherlich wieder mal darstellen würde.

Sicherlich würde er mich pflichtgemäß verprügeln - das war er ihr einfach schuldig - aber er würde sich dabei nicht so ins Zeug legen, als wenn er wütend war. Das war denn schon mehr streicheln als schlagen. Es musste ja nur für Mama so aussehen, als ob ich gleich tot umfallen würde. Er hätte dann seine Ruhe vor ihrem Genörgel, und ich könnte relativ unbeschadet wieder ins Bett und endlich schlafen.

Ich musste wohl doch vor Erschöpfung durch den Dauerstress eingenickt sein. Aber ich war sofort hellwach und wie von einer Nadel gestochen aus dem Bett gesprungen, als ich Papa von unten nach mir rufen hörte.

Jetzt war es soweit.
'Ich möchte doch bitte runter ins Wohnzimmer kommen', hatte er mich gerufen.
Ich hoffte nur das ich das gleich beim ersten Mal mitbekommen hatte - sonst würde seine Laune sich katastrophal verschlechtert haben. So schnell ich konnte sprang ich in mein Nachthemd und rannte die Treppen runter ins Wohnzimmer.
'Scheiße, du hast dein Zeugnis vergessen', zuckte es mir noch durch den Kopf, als ich die Tür zum Wohnzimmer aufmachte und rein ging.

Dort saß Mama wie eine Königin in der Mitte des Sofas und grinste mich kalt an. Auf dem Tisch vor sich hatte sie eine große Pralinenpackung - die sie halb leer gefressen hatte vor lauter Kummer über mich.

Papa stand vor dem Fernseher aufgebaut und hatte die Hände auf dem Rücken. Er forderte mich auf mein Nachthemd auszuziehen und dann näher zu kommen. Ich konnte den Lederriemen seiner Uniform für einen kurzen Augenblick sehen, da er damit unruhig hinter seinem Rücken spielte.

"Papa ich kann dir...", weiter kam ich nicht, bei meinem Versuch ihm alles zu erklären.

"Bringen wir es hinter uns", fuhr er mich mit Eiseskälte in der Stimme an, und dann brachte er einen seiner unschlagbaren Lieblingssätze hervor.

"Je eher daran, um so eher davon!".

Ja den kannte ich schon - diesen Satz.
Er bedeutete soviel wie - keine Debatte - stillhalten und aufrecht sterben.

"Mach jetzt zu - oder soll ich dir helfen", fuhr er eiskalt fort.

Und da machte es plötzlich 'Klick' in meinem Kopf.
Von da an war mir alles egal.
Sollten sie doch ruhig ihren Spaß haben.
Meine Stunde würde kommen, und dann würde ich kein Recht und keine Gnade mehr kennen.

Ich machte einfach nur noch automatisch was er wollte.
Das Nachthemd ausziehen – mich über die Sessellehne legen damit Mama auch gut sehen konnte – und die brutalen Schläge mit dem schweren Lederkoppel ertragen - die endlos lange auf mich niederprasselten.

Nur eins tat ich an diesem Abend das erste Mal nicht mehr.
Ich tat beiden nicht den Gefallen laut nach Hilfe schreiend versuchen den Schlägen auszuweichen.

Sollte er mich doch endlich tot schlagen.
Dann wäre es wenigstens endlich vorbei für mich.

Nie wieder müsste ich die hässlich grinsende Fratze vom Mama sehen, die sich vor Aufregung beim Zusehen meiner Hinrichtung die Pralinen in sich reinstopfte.

Und Papa, der wie ein Berserker auf mich eindrosch, um die erwarteten Schmerz- und Hilfeschreie doch noch aus mir rauszuprügeln. Hatte er doch extra das Radio laut angemacht, damit man die Schreie nicht so hören konnte beim Nachbarn. Aber ich biss mir lieber die Lippen blutig, nur damit mein Mund nicht dem Verlangen nach Schreien nachgeben konnte.

Ich war beim Klick im Kopf gestorben.
Das war nur noch meine Hülle.
Sollten sie doch damit ihrem Spaß haben.
Aber meinen Geist, den würden DIE mir nicht mehr brechen können.

Sie hatten die Grenzen des Erträglichen einfach zu weit überschritten.

Denn ganzen Tag hatte Mama mich mit ihren 'Warte bis Papa kommt..bla bla' schon gefoltert.
Und Papa wagte es tatsächlich mich mitten in der Nacht aus dem Bett zu holen, und ohne nachzufragen, oder mir wenigstens die Möglichkeit zu geben etwas wieder richtig zu stellen, mich tot zu prügeln.

Das war einfach zu viel.
Das konnte und wollte ich nicht länger ertragen.

Irgendwann gab der arme Narr es auf mich zum Schreien zu bringen und jagte mich mit den Worten: "Ich hoffe das war dir eine Lehre! Deiner Mutter so etwas anzutun...", ins Bett zurück.

Ich hatte vorher keine Ahnung gehabt wie großartig richtig abgrundtiefer Hass doch sein konnte, jedenfalls nicht wirklich! Sicher - wenn der Vater aus dem Krieggefangenen Lager in Russland erzählt hatte, dann erzählte er auch immer das er nur überlebt hatte, weil sein Hass auf die bösen Russen so unendlich groß war.

Aber es war eben doch etwas anderes es zu hören, oder es selber zu fühlen. Mein Hass sorgte dafür, dass ich mich aus eigener Kraft auf den Boden ins Bett schleppte.

Mein ganzer Körper brannte.
Vater hatte in seiner Wut - weil ich mich weigerte so schön wie sonst zu schreien - wahllos drauf losgedroschen.

Nicht nur mein Arsch war völlig rot und geschwollen.
Nein...meine Oberschenkel, mein ganzer Rücken - alles kaputt.

Jede Bewegung schmerzte mich höllisch.
Ich hatte mich lang ausgestreckt auf den Bauch gelegt und konnte mich nicht mal mehr zudecken. Sogar die Decke ertrug ich vor lauter Schmerzen nicht auf dem Körper. Es fühlte sich an, als wenn die Haut nicht mehr vorhanden war und die Decke auf das rohe Fleisch drückte. Nun, hätte ich morgen - oder besser gesagt nachher, es war ja mitten in der Nacht - Schule gehabt, hätte er sich wohl mehr beherrscht. Aber so hatte ich ja Ferien und da vermisste mich keiner. So konnte ich doch ruhig die nächsten Tage im Bett bleiben und meine 'Wunden lecken'.

Das war alles nicht so wichtig.
Hauptsache war doch nur, dass Mutter ihre Befriedigung gefunden hatte. Der Rest würde sich schon wieder einrenken und, alles würde dann normal weitergehen.

So war ja bisher immer so gewesen.
Es war ja nicht das erste Mal, dass Vater uns schwer verprügelte, und am nächsten Tag uns unseren Lieblingskuchen backte.

JA - BISHER war es immer so gewesen.
Ich hatte mir bisher auch immer selbst eingeredet das er schon Recht haben müsste, mit seinem 'Ihr wolltet das doch so haben, sonst wäret ihr doch artig gewesen', und habe die Prügelattacken unter 'selber Schuld' verbucht.

Aber diesmal war das etwas völlig anderes.
Diesmal wusste ich einfach zu genau - das beide im Unrecht waren.
Dafür konnte auch ich mir keine Entschuldigung mehr einfallen lassen.

Genau genommen...
Ja... genau genommen hatten sie an diesem Tag, in meinen Augen, ihre Berechtigung zu leben verloren. Genau so, wie die Russen in Vaters Augen. Wo war denn da noch ein Unterschied erkennbar? Ging er nicht mit uns genauso um, wie die Russen mit ihm gemacht hatten, seinen Erzählungen nach?

Er hat es mich doch so gelehrt:
Solche Viecher haben kein Recht zu leben!

Das hatte ich in dieser schmerzvollen Nacht, und den darauf folgenden Tagen erkannt, und mir geschworen. Das ich die nächsten Tage vor Schmerzen das Bett nicht verlassen konnte, gab mir ausreichend Zeit das Für und Wider abzuwiegen.
Es war also nicht nur so eine Laune aus einem Gefühl heraus.

Solche Tiere, etwas anderes waren sie nicht mehr in meinen Augen, hatten kein Recht mehr zu Leben.
Wer Kinder so behandelt, ist noch nicht mal mehr ein Tier!

Die würden nie aufhören uns zu quälen.
Die hatten die Grenze zwischen Gut und Böse schon lange überschritten und würden uns eines Tages wirklich umbringen!



Ach so, ganz nebenbei:
Mein Zeugnis hat außer meiner Schwester Ute - die mich die Tage danach gepflegt hatte - als einzige gesehen.

Mutter war es egal ob ich noch lebte oder tot im Bett liege.
Sie habe ich in den Tagen nicht einmal gesehen. Sie schickte meine Geschwister mit den Worten 'Jürgen ist krank' auf mein Zimmer, um mir Essen und Trinken zu bringen.

Und ich war zu stolz um ihnen zu zeigen was wirklich passiert war.


Anmerkung:
Diese Prügel mit dem Lederkoppel waren schon länger der Normalfall, allerdings immer auf höchstens zehn Schläge beschränkt - und nicht so hemmugslos wie diesmal...
So war der Gedanke, die Alten umzulegen, jetzt das erste mal ernsthaft in meinen Gedanken aufgetaucht.

Er hatte es einfach übertrieben, diesmal...
und seine Alte - die da saß, sich darüber freute und es so offensichtlich genoss.




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