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Alle Namen von den Personen die auf den weitern Seiten vorkommen sind frei erfunden Jegliche Ähnlichkeiten mit noch lebenden Personen wären rein zufällig! Dies machen wir unfreiwillig und einzig aus rechtlichen Gründen. Aber alle geschilderten Begebenheiten haben so und nicht anderes stattgefunden.



mein erstes Zeugnis

[Teil I] Text zum Thema Psychoterror, Trauma

Das erste Schuljahr war, trotz der vielen Niederlagen die ich Zuhause einstecken musste, für mich ein voller Erfolg gewesen. Ich hatte das zweitbeste Zeugnis der Klasse bekommen.

Ich fühlte mich wie ein König.
Mein Lehrer hatte sogar reingeschrieben, dass ich ein besonders aufmerksamer Schüler sei, dass ich mich immer rege am Unterricht beteiligt hatte, und das ich den meisten Mitschülern der Klasse im voraus war.

Keine unentschuldigten Fehlstunden.
Kurz und gut - der gerechte Lohn für meine Bemühungen es dem Pauker immer Recht zu machen.
Schule war für mich das Wichtigste überhaupt im Leben.
Die Möglichkeit, Wissen anzuhäufen und auch noch im Leben, sprich nach der Schule, anwenden zu können, hatte für mich an Bedeutung eher noch zugenommen. Dort wurde ich nicht ausgegrenzt. Dort konnte ich zeigen was in mir steckt. Da zählte einzig die Leistung die man brachte.

Ein ganz einfaches übersichtliches System.
Du bekommst Aufgaben gestellt, die du in einer gewissen Zeit erfüllen musst. Und keine dieser Aufgaben fragt, ob du einer von den Sunks bist, um sich dann in unlösbare Aufgaben zu verwandeln. Nein, 1 + 1 blieben 2., egal ob ich das auswendig lernen musste oder einer der anderen. Und beim Schreiben war ein B nun mal ein B. Das hatte auf der untersten Linie anzufangen, dann einen dicken Bauch bis zur mittleren Linie und dann einen kleineren Bauch von der mittleren Linie bis zu obersten Linie.

Punkt!
Da war nicht dran zu Rütteln.
Das war so sicher wie Tag und Nacht kamen und gingen. Und nun hatte ich das Zeugnis, das Ergebnis meiner Bemühungen, in der Hand. Dort stand es Schwarz auf Weiß, dass ich ein Genie bin! Wenn ich das Zeugnis Papa und Mama zeigen würde, würden sie endlich auch mal so stolz auf mich sein wie auf Ute. Sie würden dann merken das sie im Unrecht sind, und ich eben doch etwas tauge und zu etwas gut bin! Dann würden sie nie wieder so etwas zu mir sagen!

Noch nie zuvor bin ich so schnell und wohlgemut nach Hause gegangen. Was störten mich die anderen Kinder aus der Klasse, die mich einen Streber nannten. Ich wusste inzwischen das Wissen Macht ist. Etwas zu Wissen kann einem das Leben erleichtern!

Zu meinem Leidwesen war keiner Zuhause.
Ich war stolz ins Haus gestürmt und wollte, die Trophäe in der Hand hoch vor mich her haltend, den gebührenden Empfang genießen.

Aber keiner da.
Egal, überschäumend vor Glückseeligkeit machte ich FREIWILLG den Abwasch in der Küche. Irgendwie dachte ich mir, ich müsste noch zusätzliche Pluspunkte durch außerordentliche und freiwillige Hausarbeit bei Mama erarbeiten. Sie war ja so gut nie zufrieden zu stellen. Aber wenn ich jetzt ganz alleine und freiwillig abwasche, und dann auch noch im Wohnzimmer Staub wische - ja dann konnte auch sie doch nicht anders als stolz auf mich zu sein! Papa würde eh vor Stolz auf mich die Brust platzen! Da brauchte ich mir keine Sorgen zu machen. Er kümmerte sich zwar nicht mehr viel um mich, außer es gab einen Grund mich zu verprügeln, aber er musste ja auch viel arbeiten. Und: '...außerdem hatte ich ja auch selber Schuld', wie er mir beim Prügeln immer erklärte.

'Ich machte ihm halt zu viel Kummer'.
Gerade vor kurzen hatte ich, aus Versehen, beim Fußball spielen eine Fensterscheibe kaputt gemacht.
Ich hatte den Ball zu meinem großen Bruder Günter geschossen, und der hatte den so unglücklich auf den Fuß bekommen, wie er sagte, dass der Ball dann in die Scheibe flog. Na ja, wir waren ja bekannt wie die bunten Hunde, wie Papa immer sagte, und so standen die Leute vor unserer Tür und wollten das die Scheibe bezahlt wird.

Und wir hatten ja eh kein Geld.
Und das war eben alles meine Schuld.
Und dafür musste ich dann halt gerade stehen. Aber was sind schon die Schläge mit dem Teppichklopfer, gegen das viele Geld das die Scheibe kostete, und den Kummer den Papa bei der Bestrafung verspürte.

Aber heute... heute ist mein Tag - heute drehe ich so richtig auf.
Abwasch fertig, schnell das Staubtuch in die Hand und ab ins Wohnzimmer. Da wird Mama aber Augen machen. Erst mal den Gummibaum. Das machte sie auch immer zuerst. Der bekam keine Luft mehr, wenn man nicht den Staub von den Blättern wischte. Dann den Fernseher und die Sachen die auf ihm standen. Jedes Mainzelmännchen einzeln. Dann die Gondel aus Venedig, die hatten sie von der Hochzeitsreise, die sie mal irgendwann nachgeholt hatten, mitbrachten. Und jetzt der riesige Schäferhund aus Porzellan. Den hatten sie als Preis bei einer Tombola bei der Feuerwehr gewonnen. Der stand auf einem kleinen Hocker neben dem Fernseher.

Egal, ich packte also den blöden Köter aus Porzellan am Kopf und fing an ihn abzustauben, als ich hinter mir Mama keifen hörte:
"Was machst du da! Stell das sofort wieder hin! Hier drinnen hast du nichts zu suchen wenn wir nicht da sind".

Man hatte ich mich erschrocken - Ruckartig drehte ich mich um meine eigene Achse in ihre Richtung. Ich wollte ihr zeigen und sagen was ich hier gerade mache.

Und dann scheppert und klirrte es auch schon. Dieser blöde Köter war bei meiner Drehung wahrscheinlich gegen den Fernseher geschlagen, und lag in viele Stücke zerbrochen zu meinen Füßen.

Nein nein, der Fernseher war heil.
Nichts weiter passiert.
Aber ich erkannte sofort an Mamas Blick - das dieser blöde hässliche Köter gerade mein Leben ruiniert hatte.

'Das hatte DER mit Absicht gemacht', fuhr es mir durch den Kopf.
Er hätte sich ja putzen lassen können und dann wäre er ja auf seinen Platz zurückgekommen. Ich wollte ihm doch nichts tun.

Nur Staubwischen eben.
Mehr nicht.

Und ER - anstatt sich friedlich putzen zu lassen, ging er gerade jetzt, wo Mama in der Tür stand, in lauter Scherben auf den Fußboden nieder. Wenn er doch wenigstens kaputt gegangen wäre, als SIE noch nicht da war. Dann hätte ich versuchen können ihn zu kleben und wieder an seinen Platz zu stellen.

Aber so.
So wie Mama mich ansah, war das mein Tod.
Da stand dieser Fleischberg, starrte mich hasserfüllt an und bekam langsam Tränen in die Augen.

Nein...nicht weil ICH ihr leid tat, weil ich am Tage an dem ich meinen Nobelpreis empfangen hatte, mal wieder Pech hatte.
Ihr Hund lag in Scherben auf dem Boden und 'ICH hatte ihn umgebracht'. Nicht nur, dass ich mich einfach ohne Erlaubnis in der guten Stube befand. Nein, ich hatte ihr Leben zerstört. Statt der Ordnung und Sauberkeit in ihrer guten Stube, fand sie mich mit dem ermordeten Prachtstück ihrer Sammlung vor.

Vor ihren Augen, besser in ihren Augen, hatte ich eines ihrer wertvollsten Stücke willentlich und mit voller Absicht zerschlagen. Ich hatte mit dem Vieh in dem Arm auf sie gewartet, um es dann vor ihren Augen zu zerschlagen.

So später in der Nacht ihr Bericht an Papa.
Der war ja auf Schicht und kam erst sehr spät zurück. Da halfen auch keine Ausflüchte oder Ausreden, geschweige denn Erklärungen von mir, wie es dazu gekommen war.

Sie hörte mir einfach nicht zu.
Sie hatte ja auch besseres zu tun.
Wie eine wildgewordene Furie schrie und schlug sie auf mich ein. Egal was sie zu fassen bekam, es war ihr recht um es auf mir zu zerschlagen.

Ich hatte ja immerhin ihr Leben zerstört - und das sollte ich auch zu spüren bekommen. Ich glaube, wenn das in der Küche passiert wäre, hätte sie auch gerne das große Messer genommen und mich damit aufgeschlitzt, um zu sehen wo in meinem Körper sich so viel Gemeinheit versteckt haben konnte.

Jedenfalls führte sie sich so auf.
Irgendwann, eigentlich sogar recht schnell, hörte sie völlig erschöpft auf mich zu bearbeiten. Ihr fehlte, aufgrund ihrer Körperfülle, einfach die Luft und die Ausdauer, um mich weiter anzugehen. Außerdem war ihr sicher nicht entgangen, dass ich mich weder wehrte, noch versuchte ihr zu entkommen, oder gar das Heulen anfing. Wenn sie vom Mars gekommen wäre, sie hätte mich nicht mehr in Erstaunen versetzten können, als so, wie sie sich gerade aufgeführt hatte.

Ich stand unter Schock und zitterte wie Espenlaub im Wind.

Nein - ich spürte keinen Schmerz...
Aber einen wahnsinnigen Hass auf dieses Stück Fleisch, dass da völlig erschöpft auf der Sessellehne hockte, und von mir immer als Mama bezeichnet wurde.

Das war nicht meine Mama!
Das hätte keine Mutter der Welt ihrem Kind angetan.
Das war ein Monster. Bestimmt war das ein Außerirdischer, der nur die Gestalt von Mama angenommen hatte, um sich an mich heranzumachen und mich zu töten. Ich hatte ja schon viel mit Mama durchgemacht, aber so etwas konnte doch selbst SIE mir nicht antun. Sie musste doch gesehen haben, dass ich ihr nur im Haushalt helfen wollte.

Ich hatte doch noch immer das Staubtuch in der Hand.
Damit wischte ich mir doch schließlich das Blut aus dem Gesicht.

"Mach das du hier rauskommst! - Ich will dich nie wieder sehen", schrie sie mich mit letzter Kraft an, bevor ein Heulkrampf sie packte.
"Ich freue mich schon darauf wenn Papa nach Hause kommt, dann kannst du dich auf was gefasst machen", schluchzte sie mir voller Hass nach, als ich an ihr vorüber ging.

Ich setzte mich in die Küche und versuchte erst mal mein Nasenbluten wieder unter Kontrolle zu bringen. 'Man gut das wir eine Rote Kreuz Notstation sind', dachte ich mir dabei, 'So haben wir wenigstens immer das Zeug im Haus'.

Da lag nun mein Zeugnis auf dem Küchentisch... aber wen interessierte das jetzt noch. Wenn ich nicht unter Schock gestanden hätte, wäre ich jetzt auf mein Zimmer gegangen, hätte schnell meine Sachen gepackt, und wäre so weit ich konnte weggelaufen. Ich wusste doch nur zu gut, was ihre Worte für mich bedeuten würden.

JA - sie waren ein gutes Team.
Was Mama nicht schaffte, übernahm Papa dann für sie!
Die Wege von Mama und mir kreuzten sich an diesem Tag noch häufiger als uns lieb war, da ich von ihr Verbot bekam das Haus zu verlassen. Sie hatte bestimmt Angst das ich versuchen könnte wegzulaufen, da sie die Tür vor meinen Augen abgeschlossen hatte.

Aber sie prügelte mich nicht mehr, das hatte sie aufgegeben.
Sie hatte dann nur noch ihre kalten hasserfüllten Augen auf mich gerichtet, und monoton wie eine kaputte Schallplatte gesagt
"Na warte...! Ich freue mich schon darauf wenn Papa nach Hause kommt... dann kannst du dich aber auf was gefasst machen!".

Das ich mich schon lange in mein Schicksal ergeben hatte, dass hatte sie wohl noch garnicht bemerkt.
Meine große Hoffnung war zu dieser Zeit noch, dass wenigstens Papa sich meine Geschichte dazu anhören würde. So wie er es ganz früher ein paar mal gemacht hatte - und ich dann nur so tun musste, als wenn er mich richtig verdreschen würde. Nur damit Mama beruhigt schlafen konnte.

So ging es, bis ich dann endlich nach dem Abendbrot ins Bett durfte.




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