www.kinderqualen.de - alles wissenswerte über sexuellen Missbrauch, Misshandlung und deren Folgen
[an error occurred while processing this directive]


 aktuelle Seite: 
/mein-Erzieher-Walter-K-II-HeimZeit-Band-II.169.0.html

Auf dieser Seite nach einem bestimmten Wort suchen und makieren

Alle Namen von den Personen die auf den weitern Seiten vorkommen sind frei erfunden Jegliche Ähnlichkeiten mit noch lebenden Personen wären rein zufällig! Dies machen wir unfreiwillig und einzig aus rechtlichen Gründen. Aber alle geschilderten Begebenheiten haben so und nicht anderes stattgefunden.



Mein Erzieher Walter K. II

Text zum Thema Menschen, menschliches

In letzter Zeit gab es immer öfter Streit und Gerangel innerhalb unserer Gruppe.
Na klar, die Pubertät setzte langsam ein, und die Rangplätze innerhalb der Gruppe mussten eben neu erkämpft werden. Zuerst ging es Zimmer gegen Zimmer, und Mann gegen Mann. So ist das nun mal, wenn man einen Haufen Jungs zusammensperrt. Da kann so was nicht ausbleiben.

Fing ja auch harmlos an, das ganze. Da war in dem anderem Schlafzimmer Winfried. Der war dort der Stubenälteste und ein neurotisches Arschloch. Der hatte eine ganz tolle Idee. Mit seiner geschlossenen Gilde unser Zimmer stürmen, und mich als dortigen Stubenboss fertig machen. Dann würde er der unangefochtene Gruppenhäuptling sein – so sein Plan. Sein Pech war nur das ich nicht als Boss in unserem Zimmer regierte. Bei mir waren alle gleich und hatten nichts auszustehen.

Wie sollte ich auch bei meiner Vorgeschichte - aus meinem Leben davor – je körperliche Gewalt anwenden?

Nein – ich schlug nicht, nie!
Ich machte keine Leute nieder. Mir war so ein Scheiß einfach egal. Leben und Leben lassen – damit kam man am weitesten, das hatte ich schnell begriffen.

Das gab eine wilde Bolzerei, als die unser Zimmer stürmten.
Winfried hatte gedacht, dass meine Stubengenossen es einfach so zulassen würden, dass die mich aus dem Bett ziehen und zusammenprügeln können.

Nun denn, das ist ja nur die Vorgeschichte.
Der brutale Sack hatte dem Kleinsten von uns, dem Horst, ein blaues Auge verpasst. Am Morgen danach sah Kapitän Ahab das blaue Auge, und wollte na klar wissen was passiert war.

Allgemeines Schweigen.
War doch klar, dass alle zusammenhielten – oder?

Nur mit "...hat sich gestoßen", und ähnlichen Scheiß, war Ahab nicht zufrieden zu stellen. Wie schon ein paar Mal erwähnt, wir hatten echt geile Erzieher in unserer Gruppe. Ahab besorgte Boxhandschuhe, für ihn kein Problem – ich sage nur 'Deutscher Sportbund'. Ein großen Blatt Papier, ein paar Striche, und schon war eine Tabelle für die Wettkämpfe fertig.

Wer wollte konnte daran teilnehmen – alles freiwillig!
Er war der Schiedsrichter und erklärte vorher ausgiebig die Regeln, die bei einem ordentlichen Boxkampf einzuhalten waren. So richtig zivilisiert hauten wir uns der Reihe nach gegenseitig aufs Maul.

War ein riesen Gaudi für uns.
Sogar ich habe da mitgemacht – leider. Schuld – was heißt denn da schon Schuld? Was kann den ich dafür, dass Ulli mit seinen Glasknochen da mitboxte? Das hatte natürlich keiner gewusst, auch er selber nicht – sonst hätte er nicht mitmachen dürfen! UNSERE Erzieher gingen schon ordentlich mit uns um – das war eben einfach nur Pech, ein Unfall.

Also – jeder gegen jeden und ich, wegen meiner großen Fresse, zuerst gegen Ahab!

Der haute mich echt derart von den Füssen, das ich gegen die Wand geflogen bin. Damit hatte Ahab ja wohl eindeutig den Kampf gewonnen, trotz Holzbein. Das war schon ein Teufelskerl der Ahab, aber der Kampf lief ja außer Konkurrenz.

Das war echt lustig, den Anderen beim Boxen zuzusehen.
Das ging von "Aua, tue mir doch nicht immer so weh", bei dem kleinen Horst, bis zum hasserfülltem "Ich mach dich kaputt", bei Winfried. Richtig, sogar der kleine Horst machte mit – der war nämlich inzwischen ein harter Hund geworden.

Nu war ich also wieder dran.
Jürgen gegen Ulli stand auf der Tabelle. Handschuhe an und los dann. Schlechte Deckung bei Ulli, meine gestochene Gerade auf sein Schlüsselbein.

Das war’s – ein Schlag.
Knirsch - Aua – Krankenhaus – Röntgen - Diagnose Schlüsselbeinbruch.
Kreuzverband, fertig.

Das war dann auch der erste und einzigste Boxtag in unserer Gruppe.

Und ich schwor mir:
Selbst mit Boxhandschuhen nicht mehr zu schlagen – nie wieder!

[Aber schön war’s doch – mit so viel Abstand betrachtet...]




Share www.kinderqualen.de/mein-Erzieher-Walter-K-II-HeimZeit-Band-II.169.0.html to Facebook  Share www.kinderqualen.de/mein-Erzieher-Walter-K-II-HeimZeit-Band-II.169.0.html to Twitter  Share www.kinderqualen.de/mein-Erzieher-Walter-K-II-HeimZeit-Band-II.169.0.html to Linkedin  Share www.kinderqualen.de/mein-Erzieher-Walter-K-II-HeimZeit-Band-II.169.0.html to Google 

http://www.kinderqualen.de wissenswerte über sexuellen Missbrauch, Misshandlung archive
archive
archive
archive