www.kinderqualen.de - alles wissenswerte über sexuellen Missbrauch, Misshandlung und deren Folgen
[an error occurred while processing this directive]


 aktuelle Seite: 
/mein-Erzieher-Walter-K-I-HeimZeit-Band-II.168.0.html

Auf dieser Seite nach einem bestimmten Wort suchen und makieren

Alle Namen von den Personen die auf den weitern Seiten vorkommen sind frei erfunden Jegliche Ähnlichkeiten mit noch lebenden Personen wären rein zufällig! Dies machen wir unfreiwillig und einzig aus rechtlichen Gründen. Aber alle geschilderten Begebenheiten haben so und nicht anderes stattgefunden.



Mein Erzieher Walter K. I

Texte allzu Menschliches

Kapitän 'Ahab' unser Spitzname für den Neuen.

War schon so eine Marke für sich.
Nicht besonders groß, aber dafür etwas dick – gleicht sich also aus. Einen VW-Bus nannte er sein Eigentum. Wir haben schöne Touren damit gemacht.

Eigentlich haben wir immer Glück gehabt mit unseren Erziehern.
In anderen Gruppen ging das schon wesentlich brutaler zu. Na ja – die eine oder andere Ohrfeige gab es bei uns auch schon, aber keine blauen Flecken oder fließendes Blut, vor allem aber keinen Missbrauch oder gar Vergewaltigung.

Das war eher Sache der 'großen Jungs Gruppe' unter uns.
Da ging reichlich herbe zu. Die wurden schon mal öfters in den Keller mitgenommen, und dort zusammengeprügelt, und dann in die Knastzelle gesteckt – damit sie wieder 'zur Vernunft' kamen. Wir standen dann draußen am Fenster und schauten uns die armen Schweine an. Wenn uns der Teufel ritt, dann ärgerten wir die auch noch, anstatt denen mal ne Kippe durch die kaputte Scheibe zu reichen.

Na klar rächten die sich hinterher.
So manches mal endete das dann hinterher mit einer blutenden Lippe oder einem blauen Auge.

Aber Kinder sind eben so!


Anmerkung:
zu mehr möchte ich mich nicht äußern, da ich es selbst nicht gesehen oder miterlebt habe. Nähres zum Thema Gewalt und Missbrauch in diesem AWO-Kinderheim: Zeitungsberichte & Fernsendung



Aber Kapitän Ahab sollte das Thema sein, also weiter...

Also – seinen Spitznamen hatte er von uns bekommen, weil er ein Holzbein hatte.
Einer von denen, die im Krieg als Soldat waren und schon viel Scheiß erlebt hatten. In einer 'Rote Kreuz Einheit' hatte er gedient.

Hat uns mal erzählt wie er zu seinem Holzbein kam.
Gruselige Geschichte. Er war im Einsatz nach einer Schlacht und musste raus auf das Schlachtfeld um die Verwundeten und Toten einzusammeln. NA klar unter Beschuss. Es gab zwar die 'Genfer Konventionen' von wegen 'Rote Kreuz' darf nicht beschossen werden, aber Weihnachten kommt ja auch der Weihnachtmann! Er fuhr den Wagen. Und dann wollte er im Gelände die Kupplung treten – und das klappte nicht. Immer wieder trat er zu, aber nichts ging. Dann sah er an sich runter, und kurz unter dem Knie fehlte das Bein inklusive Fuß. Deswegen nichts mit Kupplung. Ein Grantsplitter hatte der armen Sau das Bein sauber abgetrennt, und der Rest lag im Fußraum rum.

Die genaue Schilderung, wie die 'Gefallenen' im Krieg aussahen, lieferte er - na klar - in allen Details. Ich spar mir aber das hier zu wiederholen.


Dieser Teil ist als EinzelGeschichte ausgekoppelt. [für eine Zeitschrift]
Einfach anklicken und lesen Titel: II-Weltkrieg-Nachwirkungen



Aber da gab es eben auch die 'guten' einfachen Leute – die nur Angst um ihr Leben hatten und einfach ohne nachzudenken mitmachten.

So wie unser Kapitän Ahab.
An die Mauer stellen lassen – oder Soldat sein, das waren seine Alternativen damals. Er meldete sich halt zu den Sanis. So konnte er wenigstens helfen und musste nicht morden.

Ja – ich habe ihn gut kennen gelernt und glaube ihm das! Ich habe auch echte Nazis kennen gelernt. Nicht nur unseren Nachbarn in Pinneberg in der Nummer **.

Ich hatte viele Jahre mit so jemanden unter einem Dach gelebt – in einem anderen Leben!

Kapitän Ahab war ein hochrangiges Mitglied im 'Deutschen Sportbund' und bei der 'DLRG'. War außerdem auch in der Kirchenarbeit - vor unserer Zeit - tätig. Ist, aus welchen Gründen auch immer, dann weg aus Süddeutschland von den kirchlichen Betrieben und hin zu uns nach Schleswig-Holstein.

Aber bei uns benahm er sich echt anständig.
Keiner von uns Kindern hatte je ein Problem mit ihm!

Woher ich das weiß?
Im Heim weiß jeder alles – über jeden!
Da gab es keine Geheimnisse.

Aber Kapitän Ahab – dieser Teufelskerl, der spielte sogar Fußball mit uns. Mit den Holzbein. Na klar war der nicht so schnell beim 'Laufen'.

Aber er machte mit, und er hatte einen gewaltigen Bums im Stiefel.
Da musste ich mich schon 'ganz schön lang machen', wenn der mir die Dinger aufs Tor knallte. Ihm haben wir es auch zu verdanken, das wir im Winter nach Bayern zum Skiurlaub gefahren sind.

War echt ein toller Urlaub.
Holzbretter drunter und ab die wilde Jagd. Wie Schlittschuh laufen hatte er gesagt. Ganz einfach. Und wenn nichts mehr geht, oder man Angst bekommt das es zu schnell wird, einfach fallen lassen. So haben wir damals das Skifahren gelernt.

Echt blödsinnig, aber für uns voll geil - da wir gleich Gas geben konnten, anstatt lange rumzustehen!

Wir waren auch oft mit der kompletten Gruppe an der Elbe anzutreffen.
Rolfie und Ahab packten uns in ihre Autos, und ab dafür.

Der Heimleiter Horst Hasser war ja eh so gut wie nie da.
So hatten unsere Erzieher freie Hand und konnten in Rahmen des Etats allerhand mit uns unternehmen, anstatt uns, wie die Kinder der anderen Gruppen, immer nur auf dem Gelände rumgammeln zu lassen.

Ne, alles in allem war es gut auszuhalten – für unsere Gruppe jedenfalls.

Obwohl – ach was, später.




Share www.kinderqualen.de/mein-Erzieher-Walter-K-I-HeimZeit-Band-II.168.0.html to Facebook  Share www.kinderqualen.de/mein-Erzieher-Walter-K-I-HeimZeit-Band-II.168.0.html to Twitter  Share www.kinderqualen.de/mein-Erzieher-Walter-K-I-HeimZeit-Band-II.168.0.html to Linkedin  Share www.kinderqualen.de/mein-Erzieher-Walter-K-I-HeimZeit-Band-II.168.0.html to Google 

http://www.kinderqualen.de wissenswerte über sexuellen Missbrauch, Misshandlung archive
archive
archive
archive