Informationen über sexuellen Missbrauch & Misshandlung
     

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dissoziative Identitätsstörung
Thema: sexueller Missbrauch

 aus dem Kapitel » Dissoziative Störungen «

Dissoziation - bedeutet [grob gesagt] Trennung / Zerfall.

Im Bereich Psychologie versteht man unter Dissoziation:
dass normalerweise zusammengehörige Informationen, Gedanken usw. nicht miteinander in Verbindung gebracht werden können.

Zwei oder mehr geistige Inhalte oder Abläufe, die normalerweise miteinander in Verbindung stehen, werden NICHT miteinander in Beziehung gesetzt und dadurch NICHT in Gedächtnis und/oder Selbstbild integriert.
[z.B. Bilder eines Erlebnisses, dazugehörige Gefühle und im Gedächtnis gespeicherte Erfahrungen aus früheren Situationen]

Hiervon können unterschiedliche geistige Inhalte wie:
- Sinneseindrücke,
- Gedanken,
- Erinnerungen,
- Gefühle,
- Körperempfindungen,
- Handlungsimpulse oder
- Bewegungsabläufe
betroffen sein.



Die dissoziative IdentitätsStörung [DIS] ist eine Störung bei der:
- die Wahrnehmung,
- die Erinnerung,
- und das Erleben der eigenen Identität
betroffen ist.

Hauptmerkmale sind sas Vorhandensein von zwei oder mehreren
unterscheidbaren Identitäten / PersönlichkeitsZuständen:

- die wiederholt die Kontrolle über das Verhalten der Person übernehmen,
- die Unfähigkeit sich an wichtige persönliche Informationen zu erinnern,
- die zu umfassend ist, um durch gewöhnliche Vergesslichkeit erklärt zu werden
- geht nicht auf die direkte körperliche Wirkung einer Substanz oder eines medizinischen Krankheitsfaktors zurück.

Wichtig bei Kindern!
Trifft nur zu, wenn die Symptome NICHT! durch imaginäre Spielkameraden, oder andere PhantasieSpiele, erklärt werden können.

Die IdentitätsStörung gilt als die schwerste Form der Dissoziation.


Die Patienten bilden zahlreiche unterschiedliche Persönlichkeiten aus, die abwechselnd die Kontrolle über ihr Verhalten übernehmen.

Die dissoziierten Identitäten, bzw. PersönlichkeitsZustände [Ego-States], beinhalten bestimmte, ihnen zugedachte Funktionen/Eigenschaften, die im AlltagsLeben selber nicht gelebt werden können.

An das Handeln der jeweils ’anderen’ Personen kann sich der Betroffene entweder nicht, oder nur schemenhaft erinnern, oder er erlebt es als das Handeln einer fremden Person.

Einige mögliche FolgeStörungen sind:
- Depressionen,
- Angst und PanikAttacken,
- psychosomatische KörperBeschwerden,
- SelbstVerletzendes Verhalten,
- EssStörungen,
- SuchtErkrankungen
- BeziehungsProbleme.

Eine posttraumatische BelastungsStörung, insbesondere in Folge von KindesMisshandlungen, bei der ein oder mehrere Bereiche mentaler Prozesse vom Bewusstsein getrennt werden, und unabhängig voneinander ablaufen.
[Abspaltung von Bewusstsein]

In den meisten Fällen ist es die Folge
anhaltender extremer Traumatisierung in der frühen Kindheit.


Als Ursache dafür kommt vor allen Dingen:
- sexueller Missbrauch,
- körperliche Misshandlung,
- emotionale Vernachlässigung
- emotionale Entwertung,
sowie eigentlich alles,
- was zu realen TodesNahErfahrungen
führen kann in Frage.


Natürlich können verschiedene Ursachen zusammenkommen, was sogar mehr als wahrscheinlich ist. Wenn z.B. sexueller Missbrauch in der Familie / Verwandtschaft stattfindet, allgemein in einem familiären Klima geschieht, in dem auch noch andere belastende Bedingungen wie z.B. extreme Gewalt herrschen können. Dies kann eine weitere, für ein Kind und später Jugendlichen eine, mehr oder minder komplexe, anhaltende BelastungsSituation darstellen, und die eine gesunde PersönlichkeitsEntwicklung, zumindest erheblich, beeinträchtigen.

Die Identitäten in einer multiplen Persönlichkeit können:
- einen unterschiedlichen ReifungsGrad,
- ein unterschiedliches Alter,
unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Entstehung, aufweisen.

Das soll natürlich keinesfalls bedeuten, dass multiple Persönlichkeiten unreife Geschöpfe sind!




Die dissoziative IdentitätsStörung [DIS] spiegelt die Unfähigkeit:
- verschiedene Aspekte der Identität,
- des Gedächtnisses und
- des Bewusstseins
zu integrieren wieder.

Jeder der PersönlichkeitsZustände kann:
- eine unterschiedliche persönliche Geschichte,
- ein unterschiedliches Selbstbild und
- eine unterscheidbare Identität
- mit verschiedenen Namen
haben.


Gewöhnlich existiert eine primäre Identität,
die den Namen der Person trägt.


Diese ist in der Regel
- passiv
- abhängig,
- hat SchuldGefühle und
- ist depressiv.

Die wechselnden Identitäten haben:
- häufig verschiedene Namen und
- CharakterEigenschaften,
die im Gegensatz zur primären Identität stehen.
[z.b. sind sie feindselig, kontrollierend und selbstzerstörerisch].

Einzelne Identitäten können:
- unter speziellen Umständen auftauchen
- sich im [berichteten] Alter,
- Geschlecht,
- der Sprache,
- dem AllgemeinWissen oder
- dem vorherrschenden Affekt,
unterscheiden.

Wechselnde Identitäten werden so erlebt, als ob sie für bestimmte Abschnitte auf Kosten der Anderen die Kontrolle übernehmen.

Sie können das Wissen über 'die Anderen'
- leugnen,
- diesen gegenüber sehr kritisch sein, oder sogar
- im offenen Konflikt mit ihnen stehen.

Gelegentlich weisen eine [oder mehrere] mächtige Identitäten den anderen Zeit zu. Aggressive oder feindselige Identitäten können zeitweise Aktivitäten unterbrechen, oder 'die Anderen' in unangenehme Situationen bringen.

Personen mit dieser Störung haben häufig Lücken:
- in der Erinnerung der persönlichen Geschichte,
- sowohl für frühere, Ereignisse
- wie auch für aktuellere Ereignisse.
Die Amnesie ist häufig ungleichmäßig.



Die passiveren Identitäten haben eine eher eingeschränkte Erinnerung, während die feindseligeren, die kontrollierenden oder die beschützenden Identitäten eine vollständigere Erinnerungen aufweisen.

Es ist möglich das eine Identität, die gerade keine Kontrolle ausübt, versucht, durch die akustische oder visuelle Halluzinationen, einen Zugang zum Bewusstsein zu erlangen. [z.b. eine Stimme im Kopf].

Es kann nicht nur zu einem GedächtnisVerlust für immer wiederkehrende Zeitabschnitte kommen, sondern auch zu einem gesamten Verlust der biographischen Erinnerung an einen umfassenden Zeitraum in der Kindheit.

Die Übergänge zwischen den Identitäten werden häufig durch psychosoziale Belastungen ausgelöst. Es dauert gewöhnlich nur Sekunden, um von einer Identität zur anderen zu wechseln. Seltener kann dieser Übergang auch graduell vonstatten gehen.

Die Anzahl der berichteten Identitäten kann von 2 bis mehr als 100 reichen. Die Hälfte der berichteten Fälle beziehen sich auf Personen mit 10 oder weniger Identitäten.

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