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Alle Namen von den Personen die auf den weitern Seiten vorkommen sind frei erfunden Jegliche Ähnlichkeiten mit noch lebenden Personen wären rein zufällig! Dies machen wir unfreiwillig und einzig aus rechtlichen Gründen. Aber alle geschilderten Begebenheiten haben so und nicht anderes stattgefunden.



Die Sicht der Dinge II

Text zum Thema sexueller Missbrauch durch Vertrauensperson

Vorwort:
Dies ist die Fassung...
Aus dem Fühlen und Denken von dem AltenMann heraus...
Wissend um die Auswirkungen, die sich daraus ergeben hatten.

Untertitel: Brief an Rolfie



Hallo Rolfie,
mein Gott, alt bist du geworden, uralt...

Aber ganz ruhig, nicht für mich!
Ich sehe dich immer noch wie damals vor mir.

Groß, hager, schlaksig, und gepflegt.

Mein Beschützer!
Du, als mein Retter aus so manch einer hoffnungslosen Situation. Der mich vor meinem 'anderen Ich' zu schützen und zu retten versuchte. Mit deinem Vertrauen in mich, und deiner Stärke dein Verlangen zu unterdrücken. Deiner unnachgiebigen Härte, auch ohne Prügel, diese sinnlose Schläge...

Du warst einer der wenigen in meinem KinderLeben, die es begriffen hatten – das es die Prügel waren, die das Tier in mir weckten. Die 'meinen Freund' Rachepläne schmieden, ja sogar die Macht übernehmen ließ.

Doch dann hast du dich leider eines Tages doch noch auf die Pirsch nach Knabenfleisch begeben. In deinem braunen Cordanzug.

Ich rieche dich sogar noch.
Deinen süßlichen Schweiß, überdeckt vom Rasierwasser und dem Tabakgeruch deiner Reval-Zigaretten.

Deine weichen sanften Worte höre ich auch noch.
Deine Liebesschwüre, vorgetragen mit deiner vor Geilheit zitternden Stimme. Deine Beschwichtigungen, dass es nichts ist für das man sich schämen muss.

Was ist Rolfie, du erinnerst dich wirklich nicht...Oder willst du es nur nicht?
An mich nicht - oder an die Begebenheit nicht, damals?

Wie solltest du mich je vergessen haben... angeblich du hast mich doch so sehr geliebt!?
Ich habe dich doch auch nie vergessen, bis heute nicht – nach mehr als 40 Jahren!
Zu sehr hast du mir deine Liebe geschworen, zu wichtig warst du für mich. So sehr, dass ich nachgegeben habe, an diesem einem Tag.

Ich helfe dir gerne aus, mit den Erinnerungen.
Es war 1968 - um die Weihnachtszeit herum, an einem friedlichen Nachmittag. Rund ein halbes Jahr nach unserem Ausflug an die Elbe – weißt du noch?

Aus meinem 'Tagebuch' - gekürzt, zusammengefasst, lesbar gemacht:

Ich gehe auf dein Bett zu, verspüre keine Lust, erstrecht kein Verlangen. Ich vertraue dir blind, du wirst mir nicht schaden – trotz der Unruhe in deinem Blick. Ich zieh mir die Schuhe aus, setzte mich zu dir aufs Bett.

Du riechst so vertraut, du stehst mir so nahe, wie es seit Ewigkeiten kein Mensch mehr war. Ich mag dich, du bist immer fair.

Verworrene Sätze, die du leise stammelst – dir über deine Gefühle nicht klar. Ich will nicht mehr zuhören, will das es endet – geb nach und ziehe mir meine Hose aus.

Mein prüfender Blick, dein hektischer Atem – die Gier, die du nicht mehr beherrschst. Deine zittrigen Hände, mein schlaffes Glied – dein Blick, der wie gebannt daran klebt. Die sanfte Bewegung, deine Hände sie gleiten – zart durch mein Schamhaar. Die 'erfahrenen Hände', das wachsende Glied – mein Bauch der vor Spannung bebt.

Dein Griff wird fester, du packst gierig mein Glied – das steht jetzt in voller Pracht. Dein Atem geht lauter, die Hand massiert fester – ich weiß, du willst meinen Saft. Dein Kopf der sinkt tiefer, meinen Becken entgegen – hypnotisiert von deinem Tun.

Es ist weder bedrohlich - noch schön.
Ich weiß, es wird sicher schnell wieder vergehen. Ich lasse mich fallen, DU willst es genießen – du hoffst mein Glied bleibt so stehen. Da kommt die Verspannung, ich explodiere – rhythmisch schießt das Sperma empor. Du starrst irritiert deine Hand an, wischt dann achtlos meinen Saft weg, in das Bett, und schaust fragend, fast prüfend, mich an.

Ich erkämpfe mir ein Lächeln für dich, vertraue auf deine Augen.
Bin mir bewusst, dass du nicht anders konntest – schon zu lange gewartet hast.

Deine Gesten sind fahrig, dein Gesichtausdruck ratlos, deine Hose spannt. Nein, du verlangst nichts von mir, obwohl alles in dir tobt. Du stehst wortlos auf, verlässt mich, um auf Klo zu onanieren.

Dein Schweiß und das Keuchen, deine wichsende Hand,
das hast du also Liebe genannt?

Deine hagere Gestalt, dein vertrauter Umriss...
gezeichnet als Schatten an der Wand.

Das Gefühl und das Wissen darum –
dass du MICH so dringend brauchtest.

Mein Vorbild, mein vertrauter Vaterersatz...
zerflossen in meinem Samenerguss.

Meine Festung im Kampf um mein Leben –
sie hatte tiefe Risse bekommen.

Aber die Erde hatte sich trotz allem weiter gedreht.
Kinderlachen auf dem Hof!

Jedoch keine Menschen mehr auf dieser Erde, egal wie schnell sie sich auch immer weiter dreht. Keine Menschen – vor denen ich Achtung haben, oder denen ich jemals vertrauen würde – NIEMALS, nie wieder...

Du hattest Recht, ich habe mich nicht geschämt, selbst heute nicht.

Ich hatte sogar ein Gedicht darüber geschrieben – im Tagebuch.
Ich habe ES für dich MIT gemacht, weil du mein Held warst – mein Zuhause!

Ich habe mich einfach wieder angezogen, ging runter, und habe meine Hausaufgaben fertig gemacht. Als wäre nie etwas passiert – getröstet von dem Wissen DIR 'etwas gutes getan' zu haben - damit.

DU hast ES nie wieder gemacht, ja noch nicht einmal versucht.
Dafür zolle ich dir Respekt - auch heute noch!

Ich weiß, wie sehr du gelitten hast, denn ich habe es selber mal kennen gelernt – das Gefühl Verzicht üben zu müssen.

Aber ICH habe das Vertrauen, die Liebe des Kindes, nicht missbraucht, habe der Versuchung widerstanden, im Gegensatz zu dir. Ich wurde nicht zum Tier – blieb Mensch, und SIE unbeschadet an Körper und Seele! Völlig wider jeder Natur und Regel – habe ich nicht die angelernten Muster übernommen.

Ich blieb Sieger über eure Vorbilder, ein Leben lang...

Was solls, du warst trotzdem weiter meine Festung im Kampf.
Aber nicht mehr mein Vorbild oder gar die Vaterfigur.

Niemals wieder, nicht mehr für mich!
Trauer – ja, diese unendlich Traurigkeit, der du mich damit ausgesetzt hast, mit deiner Schwäche. Mit deiner Schwäche deinem Verlangen doch noch nachzugeben – gewissenlos die Rüstung meines Helden zu tauschen gegen die Nacktheit der Lust.

Aber keine Angst, nicht du hast mich auf dem Gewissen, oder gar traumatisiert.
Darum geht es auch nicht. Ich war, schon vor dir, nur ein totes Stück Fleisch. Deswegen auch meine Wehrlosig- und Gleichgültigkeit.

Ich nehme es dir nicht übel, selbst heute nicht – ganz ehrlich.
Es tat ja auch nicht weh. Ich hatte schon schlimmeres mitgemacht, war damals schon 'Rudi Knallhart'.

Emotionslos, kalt, berechnend, hoch manipulativ.
Mehr Tier als Mensch – ein Schizoo eben!

Wem sage ich es, denn du kanntest mich ja gut, oft besser als ich mich selbst, damals. Zerbrochen wurde ich mit acht Jahren – in einer Nacht voll Schmerzen. Dafür kamst du zu spät.

Ich hatte dir doch fast alles erzählt, bei unserem Ausflug an die Elbe, alles vergessen?
Bin ich doch nur ein Schwanz gewesen – so das du alles vergessen hast?

Egal.
Hinterher, irgendwann – als ich es endlich 'dank dir' wieder begriffen hatte, das Sex alles ist, alles was letztlich zählt in 'meiner Welt' – da wendete ich das Blatt.

Übernahm die Macht – wurde selber Täter!
Ließ sie alle bezahlen, egal ob Mann oder Frau. Mein Körper gehört nur mir, du kannst ihn gerne benutzen – jede[r] von Euch und wofür auch immer – aber die Rechnung dafür ist sehr hoch und wird mit Sicherheit vorgelegt – irgendwann einmal, JEDEM! Und ich habe schwer gewütet, unter 'meinen Kunden' und 'Folterknechten'.

Nur dich habe ich verschont – ein Leben lang, auch heute noch, so wichtig warst du mir.

Du erinnerst dich doch sicher noch an unserem Heimleiter Herrn Hasser und Susi?
Egal ob sie 'nur' Sex wollten, der mir letztlich bei Frauen selber hin und wieder Spaß machte, oder – unerträglich für mich – wie Horst Hasser mich prügelten.

Jede[r] einzelne zahlte einen hohen Preis dafür, viele bereuten es bitter.

Und ich – aus heutiger Sicht – zahlte letztlich den höchsten...
Ich konnte einfach nicht vertrauen oder lieben - nichts und niemanden. Erstrecht nicht mich selbst. Verlor [zu]oft die Kontrolle, überließ ‚meinem Freund’ diese wertlos wertvolle Hülle.

Schütze so meine Seele und meinen Geist.
Konnte so ‚angenehm’ überleben...

Tja Rolfie, wer weiß was aus mir geworden wäre, ohne 'deinem Tag'?
Mit etwas Vertrauen zu Menschen, statt immer nur das Tier in ihnen zu sehen? Ihnen ein wenig entgegen kommen zu können, das hätte mich sicher in andere Bahnen gelenkt – glaube ich zumindest.

Wer weiß?
Jetzt ist eh zu spät und Vergangenheit!

Aber so schlecht war es alles nicht.
Gab viele den es schlechter ging als mir, weit aus schlechter. Viele sind schon lange Tod.

An der Nadel verreckt – auf dreckigen Klos...
ICH NICHT, ist doch auch was, oder?

Ich sagte ja schon, für mich warst du immer meine Festung im Kampf um mein Leben. Und dafür danke ich dir.
Trotzdem, oder wie auch immer.

Machs gut, und sei dir sicher –
vergessen werde ich dich nie...
so oder so...

Dein - inzwischen - AlterMann...

ps. Ich schreibe alles auf, mein ganzes chaotisches Leben.
Ich habe dafür alles zusammengesammelt.
Zettel, Tagebücher, Briefe, sogar Zeitzeugen.

Und meine ganzen Erinnerungen, etliche davon, so wie diese.
Stehen alle noch eingebrannt im Kopf oder Seele – je nachdem wie schlimm und wichtig.

Ich fasse alles zu einem Buch zusammen. 'Mein Paradies der Hölle' ist der Arbeitsname.

Ich habe über ein Jahr daran gesessen.
Tag und Nacht.
Die Höllen neu durchlebt, viele Tränen vergossen, alte Qualen dabei durchlitten.

Und!
Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben etwas zu Ende gebracht. Nicht vorher aufgegeben – wie sonst immer.

Ich habe dich gut dabei wegkommen lassen, aus meiner Sicht – ich hoffe du bist stolz drauf. Das schulde ich dir als Dankeschön, fürs Überleben lassen.

Aber ich weiß nicht wohin ich das Manuskript senden soll.
Kenne deine Anschrift nicht – weiß noch nicht mal ob du noch lebst. Vielleicht ja im Internet, kann sein das du es da findest. Hast doch immer gerne gelesen.

Ansonsten – wir sehen uns, eines Tages auf der 'anderen Seite'...

Und fürchte dich nicht vor mir.
Ich habe meinen Frieden mit dir gemacht, vor langen Jahren schon.

Dank meiner Frau. Deswegen auch dieser Brief...




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