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Alle Namen von den Personen die auf den weitern Seiten vorkommen sind frei erfunden Jegliche Ähnlichkeiten mit noch lebenden Personen wären rein zufällig! Dies machen wir unfreiwillig und einzig aus rechtlichen Gründen. Aber alle geschilderten Begebenheiten haben so und nicht anderes stattgefunden.



die Panik

Text zum Thema Ernüchterung

Keine Ahnung wieso und woher diese Gedanken so plötzlich kommen konnten, aber sie wurden immer heftiger.
’Du musst irgend etwas unternehmen. Es wird bald hell werden - dann sind die ersten Leute unterwegs - die werden uns sehen. ann ist es aus. Schau dir doch mal Gerd genau an. Von Oben bis Unten mit Blut vollgespritzt', dachte ich.

Ich schaue an mir selbst herunter.
Meine Hände halten noch immer die Hacke so fest umklammert, so das die Knöchel im Mondschein weißlich schimmern.

Und überall Blut.
Jetzt endlich nehme ich auch den Geruch wahr. Den Geruch habe ich zuvor schon oft wahrgenommen. Es ist der Geruch des Todes. Ich habe diesen unverwechselbaren Geruch bei Schlachtungen kennen gelernt. Wenn das Blut, die Pisse und der Inhalt der Gedärme sich auf der Erde vermengen, das ist ein Geruch den es kein zweites Mal gibt auf der Welt.

Das steht fest!
Das wusste ich von Vater - er sagte es mir vor langer Zeit einmal. Er hatte es im Krieg kennen gelernt. An der Ostfront - in Russland.

Oh Gott...Dieses viele Blut!
Soviel Blut habe ich das letzte mal gesehen, als ein Mädchen sich beim Rollschuhlaufen das Handgelenk an einer Glasscherbe bis auf den Knochen durchgeschnitten hatte. Da Vater beim Roten Kreuz ist, und in unserer Siedlung als Außenstelle des DRKs - freiwillig und unentgeltlich natürlich - nebenher arbeitet, habe ich schon viel miterlebt. Das arme Mädchen war schon fast blutleer als sie bei uns ankam - und das Blut spritzte immer weiter im hohen Bogen aus ihrem Handgelenk heraus! Wenn Vater nicht gewesen wäre, hätte das Mädchen mit Sicherheit verbluten müssen, da der nächste Arzt oder das Krankenhaus zu weit von unserer Siedlung entfernt waren.

Und nun?
Wer soll denn jetzt hier helfen?
Wir sind doch noch so jung!
Gerd ist gerade erst zehn und ich bin etwas über zwölf Jahre alt.

Ungeschehen machen können wir das jetzt nicht mehr, das steht schon mal fest.
Auf dem Boden vor uns, in der riesigen Blutlache, regt sich absolut nichts mehr. Da ist nicht der kleinste Hauch von Leben mehr drinnen - das ist auf jeden Fall sicher!

Ich muss mich dazu zwingen nicht loszuschreien, oder mich einfach nur in eine Ecke zu legen und der Dinge - die da kommen werden - auszuharren.

Dabei habe ich mir das irgendwie ganz anders vorgestellt.
Ich hatte erwartet das mir eine riesige Last von den Schultern genommen würde. Das ich wie schwebend und von allem Übel befreit durch den Rest meines Lebens gehen könnte.

Aber alles was ich jetzt empfinde ist nur das ich mich so unheimlich leer und hilflos fühle. Es gibt überhaupt kein besonderes Gefühl in mir. Selbst die verheilenden Wunden auf meinem Rücken machten sich jetzt wieder bemerkbar, als wollen sie mir sagen das sich für mich nichts geändert hat. Einfach nur diese endlose Leere, und die Panik davor wie es jetzt weitergehen soll.

Ich muss mich zusammenreißen und jetzt irgend etwas machen.
Vater hat sich im Krieg ja auch nicht hingelegt und geheult, sondern die Russen ganz alleine fertiggemacht.

Seine Lieblingssätze waren doch immer:
- Da hilft kein Jammern sondern Handeln!
- Wenn alle so gewesen wären wie ICH, hätten wir den Krieg gewonnen!

Und wenn seiner Meinung nach mal wieder ein Arschvoll nötig war:
- ICH hab doch nicht Stalingrad und Sibirien überlebt,
damit IHR mich zu Tode ärgert!
- Euch werd ich schon zeigen was nee Harke ist!
- Euch werd ich schon zeigen wo es lang geht!
- Euch schlag ich windelweich!

Und während er, je nach Anlass, einen dieser Sätze ohne Unterlass vor sich hinbrüllte, sauste der breite Lederriemen seiner Feuerwehruniform auf irgendeine ungedeckte Stelle des Körpers nieder. Ja, da war er sehr pingelig, da legte er schon Wert drauf richtig zu treffen. Da konnte man wirklich nicht meckern! Er war sogar so nett, dass er - wenn er der Meinung war das ein Schlag nicht richtig getroffen hatte - uns ohne zu meckern diesen Schlag nachträglich noch obendrauf gab.

Einfach so.
Nur aus Menschlichkeit.
Wir brauchten auch nichts extra dafür tun.
Zuerst war er auch immer noch darauf bedacht das schwere Koppelschloss in der Hand zu haben. Er wollte uns ja nicht totprügeln - er wollte uns doch nur zu besseren Menschen machen. Aber je abgehärteter wir ihm im Laufe der Jahre erschienen, und wenn man zu oft geprügelt wird macht das nun mal hart, um so weniger achtete er darauf. So kam das schon mal vor das man mit einigen Wunden gesegnet war, wie ich gerade jetzt auf meinem Rücken.

Auf die Arme oder die Hände zu schlagen, mit denen man sich vor den Schlägen zu schützen versuchte, wie unser Lehrer in der Schule es immer gerne tat, war seine Sache nicht.

Das tat ja auch nicht weh genug. Und wir sollten ja etwas lernen.
Schließlich schlug er uns ja nicht zum Spaß, wie er vorher oder hinterher immer zu sagen pflegte. Wenn wir etwas mehr Anstand hätten, würden wir stillhalten und es wie ein Mann ertragen. Wer Blödsinn macht muss auch dafür gerade stehen! Und das täte ihm ja auch viel mehr weh als uns, und er täte es ja nur um uns unseren Blödsinn auszutreiben.

Ich glaube das er die Zeit, wo er nur sagen brauchte: 'Herkommen, Hose runter, Bücken' um uns dann genüsslich mit einem Kochlöffel, Pantoffel oder Teppichklopfer den nackten Arsch zu versohlen, schon sehr vermisste. Aber jetzt waren wir ja schon so frech, und versuchten uns zu verstecken, oder gar vor ihm wegzulaufen, um unserer gerechten Strafe zu entgehen.

Außerdem wollten wir es ja so haben, sonst wären wir ja artig!
Na ja, ich glaube schon das er damit irgendwie Recht gehabt haben muss, da unsere Pflegemutter meistens daneben hockte und begeistert rief:
'Siehste, was hab ich dir gesagt. Lass Papa bloß endlich nach Hause kommen, der schlägt dich Grün und Blau dafür'.

Oder aber zur Abwechslung:
'Da brauchst du jetzt gar nicht zu schreien, dass hast du dir alles selber zuzuschreiben!'.

Ha, wie das doch hilft.

Der Gedanke daran, wie der Drecksack und seine Schlampe, die sich Pflegeeltern nannten und unter dem Deckmantel ihren guten Rufs ihren Frust an uns austobten, mit uns umgingen, lassen sofort alle Lebensgeister wieder in mir erwachen. Wie weggewischt sind Mutlosigkeit und der Zweifel, ob es richtig oder falsch war so zu handeln.

Wie sehr habe ich es doch genossen es ihnen endlich alles in deren eigenen Währung zurück zu zahlen. Ja, ich habe während unseres Schlachtfestes, so wie er bei seinen Prügelattacken, laut und genussvoll geschrieen!
'Ein für Papa - ein für Mama', dabei mit der Hacke mit aller Wut und Verzweiflung die ich seit Jahren in mir fühlte, und mit aller Kraft die ich hatte, immer wieder zugeschlagen! So wie ich es von ihnen gelernt hatte, wie sie es machten, wenn sie mir zum Beispiel die Schweinskopfsülze, vor der ich mich so sehr ekelte und die ich mich immer weigerte zu essen, reinprügelten.

Es war sicher nicht gut, dass wir es endlich gemacht haben, aber eben doch nötig.
Ja - Notwehr - So konnte man es nennen!

Aber jetzt ist es vorbei und wir müssen hier weg!
Ich bin der Größere und Stärkere von uns beiden und damit habe ich die Aufgabe für uns zu sorgen und uns hier irgendwie rauszubringen. Wir müssen ja nur unbemerkt nach Hause ins Bett kommen, und alles ist wieder in Ordnung. Das Bett war immer ein relativ sicher Hafen für uns. Es kam zwar durchaus vor, dass Vater uns auch nachts, wenn er von der Schicht kam, aus dem Bett zerrte, um uns unserer gerechten Strafe zuzuführen, aber das konnte ja heute nicht passieren. Ein Blick zu Gerd lässt mich vermuten, dass er noch gar nicht begriffen hat was los ist.

Das war also das, was unser Pastor mit zur Salzsäule erstarrt gemeint hat.
Mit der Kirche und dem Glauben kannte ich mich gut aus. Man hat mich ja gezwungen jeden Sonntag in die Kirche zu gehen, und dort lernten wir kennen wie man Menschen Angst macht und sie damit in Schach hält. Am liebsten predigte unser Pfaffe von der Hölle und der Verdammnis die auf uns warten würde, wenn wir kein gottgefälliges Leben führen würden. Und wenn wir zur Beichte bei ihm im Beichtstuhl saßen, mussten wir immer das beichten was er hören wollte. Dann war man schnell durch damit, und bekam auch nicht so viele Vater unser als Strafe aufgebrummt.

Er hätte man mehr auf das Gebot 'Du sollst nicht Töten' eingehen sollen.
Aber unser Pfaffe war leicht zu durchschauen. Er fragte immer gezielt nach Unkeuschheit, Selbstbefriedigung und 'unreinen Gedanken'. Dabei wichste er sich sicherlich einen, so wie wir es Abends im Bett taten. Ich erzählte ihm immer freiwillig, dass ich mir nackte Frauen angesehen und mich dabei selber angefasst, wie er es nannte, habe. Wenn ich ihn richtig foppen wollte, erzählte ich ihm das ich mir Vaters Pornos 'ausgeliehen' hatte, um mir damit einen zu wichsen.

JA - Das hatte was...Da kam Spaß auf.
Da hatte der Pfaffe wieder eine schöne Wichsvorlage von mir bekommen, bei dem Gedanken wie ich mit den Wichsbildern und runtergelassener Hose auf Klo an mir rumfummelte. Nicht das er sich nicht genug Mühe damit gab mir Angst vor dem Teufel oder der Hölle einzujagen.

Aber wenn man schon mit dem Teufel in der Hölle zusammen lebt, was sollte einem da schon noch passieren? Mich kann man mit diese Lügen nicht mehr im Schach halten. Alle diese Märchen von Gott, seiner Liebe und Gerechtigkeit.

Wie konnte Gott es denn zulassen das wir so leben mussten - wenn es ihn gibt?

Wo war er denn die ganze Zeit?
Er sollte doch angeblich alles Sehen, Hören und Wissen.

Warum hatte Gott die Alten denn nicht gestoppt - wenn er doch alle Kinder liebt?

Wir waren nicht seine Schafe die er behütete,
sondern die Schafe, die er sich opfern ließ.





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