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Alle Namen von den Personen die auf den weitern Seiten vorkommen sind frei erfunden Jegliche Ähnlichkeiten mit noch lebenden Personen wären rein zufällig! Dies machen wir unfreiwillig und einzig aus rechtlichen Gründen. Aber alle geschilderten Begebenheiten haben so und nicht anderes stattgefunden.



der Traum

[Teil II]
Text zum Thema Trauma / Alpträume

Ich stehe nackt am Eingang zum Kohlenkeller.
Der Gestank in dem Raum ist unerträglich und nimmt mir fast die Besinnung. An der Wand links von mir sind Menschen angekettet. Ich kann ihre Gesichter nicht erkennen, da sie zu Fratzen verzehrt sind. Ihre Augen sind weit aufgerissen, sie versuchen ihre Ängste und Qualen herauszuschreien.

Aber es ist nur gurgelndes Wimmern zu hören.
Kleine Gestalten klettern wieselflink an ihnen hoch und bohren dabei ihre Krallen tief in das Fleisch der Opfer. In der Kartoffelkiste gegenüber von mir ist ein kleiner Junge eingekerkert. Auf Händen und Knien kauert er dort nackt auf dem Boden und schreit und heult seine Angst heraus. Kleine hagere Gestalten sind unheimlich schnell, wie in Zeitraffer, dabei die Kiste mit Orden zuzuhängen. Das ist aber nur das Trainingslager für die flinken Kerle.
Dem Jungen wird, heute jedenfalls, nichts geschehen.
So hatte man mir das mit der Kartoffelkiste in der ersten Nacht erklärt. Der Brikett- und der Koksbunker ist die Spielwiese, wo sein grausames Spiel stattfindet. Man kann zwischen dem Brikettbunker und Koksbunker hin und her wechseln. Nur über diese Wände oder durch die Eingänge zu den Bunkern kann man flüchten. Wenn man es schafft, solange noch kein vollständiger Vorhang aus Orden den Weg über die Wände oder die Eingänge versperrt, den Bunker zu verlassen, dann war man frei.

Jedenfalls für diese Nacht!
So - hatte mir der Knochenmann in der ersten Nacht erklärt, sind die Spielregeln. Aber das sind so schnelle Kerle, so das sie die halben Wände die zur Kellerdecke frei blieb, zu schnell zugehängt haben, als das man da entkommen kann. Und die Eingänge zu den Bunkern sind sehr schmal. Die sind noch schneller zu gehängt mit Orden, als die eine halbe Wand! Hier kann man nur mit List und Tücke entkommen. Da hilft kein Jammern und Betteln.

Im Koksbunker hockt ein Mädchen das ich nicht erkennen kann - weil der Verschlag schon fast vollständig von Orden verhangen ist - und jammert: 'Ich will zu meiner Mama. Ich habe doch nichts gemacht', eintönig vor sich hin. Ich weiß genau was jetzt auf sie zukommen wird. Ich habe es ja schon miterlebt wie es weitergeht, wenn man verliert.

"Los herkommen", schnauzt mich der Knochenmann an.
Im Feuerschein blinken seine Orden. Ausser in seinem Kopf hat er überall Orden. Er hat sie direkt in der Haut. Jeder Zentimeter seiner Haut ist mit diesen Orden bedeckt. Es gibt keine freie Stelle an ihm wo nicht ein Orden steckt. Außer eben an seinem Kopf.

"Wir warten schon die ganze Zeit auf dich. Wo hast du dich schon wieder herumgetrieben?", grollt der Knochenmann mich an. Seine Augen quellen aus seinen Kopf und bewegten sich auf mich zu, um mich besser sehen zu können.
"Na wenigstens heulst du ja nicht wie diese Memmen hier", schnaubte er zufrieden.
"Zwei Nächte Glück gehabt, und schon kommt der Größenwahn", blafft er, und seine Augen kehren an ihren Platz zurück dabei.
"Ich habe gehört, dass es dir nicht passt hier zusein. Das wir dich doch in Ruhe lassen sollen. Und das wir in deinem Keller nichts zu suchen haben", grollt er, und seine Gehilfen fangen kreischend an zu Lachen.

"Na Bürschchen, so kleinlaut. Wo ist denn deine sonst so große Klappe. Hast du sie im Bett vergessen?".

Mit dem Mut der Verzweiflung frage ich ihn leise:
"Wer hat dir denn das erzählt? Ich habe doch mit niemand darüber gesprochen...".

Ich muss Zeit gewinnen - eine Lösung finden wie ich entkommen kann.
Die erste Nacht entkam ich, weil die Zeit um war und sie gehen mussten. Sie hatten mich zu spät geholt und zu lange mit mir an der Kartoffelkiste gespielt. Die zweite Nacht war ich, statt zwischen den Bunkern zu springen, direkt durch den Eingang auf IHN zugesprungen. Damit hatte sie nicht gerechnet. Sie hatte erst die Wände gemacht und so passte ich noch durch den Eingang zum Bunker, bevor sie dort fertig werden konnten.

Aber wie kann es mir heute gelingen?
Ich brauche eine gute List. Aber welche?

"So lobe ich es mir", grinste der Knochenmann mich an.
"Endlich mal einer, der statt zu heulen und zu schreien, sich mir entgegenstellt. Das ich das noch mal erleben darf", lacht er lauthals los, so das die Orden anfangen zu scheppern.
Dann wendet er sich seinen Gesellten an der Kartoffelkiste zu, und befiehlt ihnen dort ein wenig Platz für mich zu schaffen und mich da unterzubringen.

"Keine Bange", schnarre er mich an.
"Dir passiert noch nichts. Erst müssen wir uns stärken. Danach werden wir sehen wie du diesmal entkommen willst".

Ich muss in der Kartoffelkiste hocken, und mit ansehen wie sie das um ihr Leben schreiende und zappelnde Mädchen aus dem Koksbunker zerren. Von vier seiner Gesellen wird sie dann an Händen und Füßen gepackt und wie ein X gestreckt.

Ich weiß nur zu gut was jetzt folgt.
Habe ich es doch schon mit ansehen müssen. Nein ich kann nicht den Kopf abwenden oder die Augen schließen. Ich habe es auch das letzte Mal versucht. Es geht einfach nicht. Ich bin wie gelähmt. Hilflos und mit weit aufgerissenen Augen musste ich es mit ansehen. Man soll ja gerade vorher genau sehen was einen erwartet, damit die Angst einen lähmt und man nicht entkommen kann. Aber das letzte Mal hat mir die Angst Flügel verliehen und ich war entkommen.

Der Knochenmann nimmt den langen Spieß und treibt diesen, wie bei einem Spanferkel, dem armen Mädchen vom Hintern aus durch den ganzen Körper, bis er zum Mund wieder herauskommt. Dann hängen sie das noch immer zappelnde Mädchen bei lebendigem Leib über das Feuer und grillen es - um es dann gierig aufzufressen. Die Knochen werfen sie achtlos in die Ecke, um sich um den nächsten Bissen zu streiten.

Nichts außer ein paar Knochen haben sie übergelassen...wie beim letzten Mal!

Da kommt mir die rettende Idee.
Schmerzen kann ich doch mittlerweile schon gut ertragen (danke Vater), und das soll mich retten.

"He Knochenmann", rufe ich mit dem Mut der Verzweiflung, "lass uns ne Wette machen".
Ich hoffe er ist gut gelaunt vom Fressen und wird sich darauf einlassen. Verwundert über so viel Dreistigkeit dreht er sich zu mir um.
"Ne Wette machen. Was willst du denn schon haben worum du mit mir wetten kannst", fragt er mich genervt.
"Nichts - außer mein Leben und mein Mut. Aber das ist mehr Wert als dir je einer freiwillig geboten hat. Ich glaube nicht das je einer so mutig war und dir die Stirn geboten hat. So wie du es treibst...", versuche ich ihn zu reizen.
Ich hoffe das er vor Wut die Kontrolle verliert, damit ich ihm entkommen kann, oder er mich gleich erschlägt. Alles ist besser - als so zu enden wie die Anderen vor mir.

Rülpsend starrt er mich an, und pflückt sich einem Fleischbrocken aus seinen Zähnen.
Aber anstatt wütend auf mich loszugehen, fängt er ganz fürchterlich an zu lachen und seine Orden und Augen blitzen mich um die Wette an.
"Habt ihr das gehört", fragt er in die Runde zu seinen Gehilfen. Er schiebt seine Nase an mich ran und saugt meinen Geruch in sich auf.
"NA - ein kleiner Hauch Angst ist ja noch zu spüren mein Held, aber nicht mehr der Gestank wie gestern noch. Ich muss mich wohl besser vor dir in Acht nehmen", fährt er mich an.

Ja - jetzt ist er in der Zwickmühle.
Will er sein Ansehen nicht verlieren, kann er nicht nein zu meinem Vorschlag sagen.
"Nun denn - Da mir noch nie einer entkommen konnte, was soll ich denn deiner Meinung nach dagegen setzten", fragt er mich mit einem lauernden Unterton. Doch genau das hat mich gewarnt, der Ton in seiner Stimme. Das kannte ich von Vater schon zur Genüge, dass dahinter eine Falle lauert. Und anstatt um meinen Leben zu betteln, wie er es wohl erwartet hat, sage ich:
"Deine Freundschaft, wenn du verlierst will ich das wir Freunde sind. Nicht mehr - aber auch nicht weniger".

Er starrt mich verblüfft an.

Was habe ich den schon zu verlieren.
Mein Leben hängt doch so schon von ihm ab. Aber wird er sich darauf einlassen, und ich gewinne, dann brauche ich mich vor nichts mehr zu fürchten. Ich kann endlich wieder schlafen, ohne hier zu landen jede Nacht. Das ist die Abmachung die ich brauche. Ich habe es auch ohne ihn hier schon schwer genug.

"Du hast gewonnen. Den Wettstreit brauchen wir nicht mehr. Ich kenne deine List. Du willst dir einen Orden in die Hand stechen lassen um so ein Loch in dem Vorhang zu behalten", erwidert er.
"Ich hätte es verhindert, da ich es wusste, und du wärst dann am Spieß geendet, wenn du einen anderen Einsatz von mir verlangt hättest".

Er schaut sich in der Runde seiner Gesellen um und blafft sie an.
"Nicht das mir einer den Zwerg auch nur ein Haar zu krümmen wagt - nicht heut und nicht in hundert Jahr!".

"Mein Freund", sagt er zu mir gewandt und streckt mir die Hand entgegen.
"Ich habe dich schon lange beobachtet und bin gekommen, da du nach mir verlangt hast. Wenn man zu häufig an mich denkt - dann stehe ich auch plötzlich da. Lass dir das eine Lehre sein. Wünsche dir nur was du auch wirklich willst. Jetzt geh und schlaf".

Wir schütteln uns die Hände - und der Wecker reißt mich aus dem Schlaf.
Sie haben mich nie wieder Nachts geholt. Ich habe ihn noch oft getroffen - den Knochenmann - und immer hat er mir geholfen.

Wir wurden sehr gute Freunde.




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