Willkommen, am 19.05.2012, 19.54 Uhr | Stand der Seite: 07.12.2011, 14.35 Uhr | zum Text
Das Trauma ist eine begonnene Handlung, die
- nicht zu Ende geführt werden konnte,
- die aus einer Hilflosigkeit,
- nach einer vergeblichen Kampf-Flucht-Reaktion,
nach Vollendung strebt.
lebenswichtiges WiderspruchErlebnis zwischen:
- bedrohlichen SituationsFaktoren
- individuellen BewältigungsMöglichkeiten,
das mit Gefühlen von:
- Hilflosigkeit,
- schutzloser Preisgabe,
einhergeht, und so eine dauerhafte Erschütterung von:
- Selbstverständnis,
- Weltverständnis,
bewirkt definieren.
Die Person war Opfer [oder Zeuge] eines Ereignisses, bei dem:
- das eigene Leben
- das Leben anderer Personen
bedroht war, oder das eine ernste Verletzung zur Folge hatte.
Die Reaktion des Betroffenen beinhaltet Gefühle von:
- intensiver Angst,
- absoluter Hilflosigkeit,
- Entsetzen.
die Reaktionen auf eine überfordernde [existenzielle] Bedrohung mit schnellen, und entsprechend undifferenzierten, 'NotfallProgrammen'.
Normalerweise verursachen Gefühle und AngstReaktionen instinktiv ein KampfVerhalten oder FluchtBestreben.
["ich war wie gelähmt... konnte einfach nichts dagegen machen"]
Je öfter diese 'NotfallProgramme' ablaufen, desto mehr verfestigen sie sich, und werden in der Folge bei immer geringeren AuslöseReizen aktiviert.
Trauma Auslöser:
außer-/innerfamiliär, Mensch oder Natur,
Trauma Kontext:
vor, während und nach Trauma
Trauma Dosis:
Mono / komplexes Trauma [Häufigkeit, aufsummierend]
Die traumatische Situation kann zu traumatischen Reaktionen führen, die nicht behandlungsbedürftig sind.
Durch die phasenhafte Bewältigung des Trauma:
- Konstriktion [Erstarrung]
im Wechsel mit
- Intrusion, [Wiedererleben]
wird ein:
- Zusammenfügen,
- Betrauern,
- und die Integration
in eigene Biografie bewirkt.
Können die traumatischen Reaktionen allerdings nicht vollendet werden, dann entsteht ein traumatischer Prozess.
Die Trauma FolgeStörungen können dabei auch noch lange nach der TraumaSituation auftreten, und führen zu zunehmender Konstriktion bzw. Intrusion, und letztlich zu selbstschädigendem Verhalten, Dissoziation usw.
Intrusionen:
sich aufdrängende Erinnerungen, Erinnerungs-Fragmente [flash-backs] usw.
Konstriktion:
Vermeidungs-Verhalten, emotionales Abschalten.
Anhaltende Übererregung:
Unruhe, Schreckhaftigkeit, übermäßige Wachsamkeit [Hypervigilanz], Schlafstörung, geringe Fähigkeit Stress zu Verarbeiten, Erschöpfung.
Bis hier sind PTBS-Kriterien erfüllt - wenn jetzt noch:
dazu kommen, sind die Kriterien der komplexen PTBS erfüllt,
peri-traumatische: [in der Zeit während, direkt nach]
- als Schutz davor körperlich und /oder seelische Qualen wahrzunehmen,
- Speicherung von Ereignis und Reaktion darauf im dissoziativen Zustand.
[dem Bewusstsein nicht mehr zugänglich]
post-traumatische: [auch lange danach - auslösbar durch Trigger]
- Blick ins Leere,
- Gefühl neben sich zu stehen,
- Erinnerungslücken,
- Zeitverlust,
- SchmerzWahrnehmung bzw. SchmerzUnempfindlichkeit,
- LähmungsErscheinungen,
- Seh-, Hör-, Geruchs- oder GeschmacksVeränderungen.
weiter mit: Reaktionen-bei-Opfern
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