Informationen über sexuellen Missbrauch & Misshandlung
     

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Störungen der Sexualität
Thema: sexueller Missbrauch

 aus dem Kapitel » Auswirkungen und Erkrankungen «

Es gibt Störungen in der Sexualität die oft FolgeErscheinungen bei Betroffenen von sexuellem Missbrauch, besonders wenn er in der Kindheit stattgefunden hat, sind.

Mögliche Störungen:
- Mangel/Verlust von sexuellem Verlangen,
- sexuelle Aversion, [Abneigung/Ekel]
- Orgasmusstörungen,
- Promiskuität, [Sexsucht]
- sexuelle Funktionsstörungen.

Sexuelle Funktions-Störungen können:
- bei bestimmten Situationen,
- bei bestimmten Partnern,
- generalisiert,
auftreten.

Sie können:
- lebenslänglich andauern,
- oder nur vorrübergehend,
sein.

Bei weiblichen Betroffenen findet man häufig:
- nichtorganische sexuelle Dysfunktion, [Schmerzen beim Verkehr]
- nichtorganischer Vaginismus,[Verkrampfung, Abwehrreflex der Vagina]

Manchmal erstreckt sich sexuellen Störungen auch nur auf Teilbereiche:
- bestimmte Arten von Sexualität,
- Sexualität mit einer bestimmten Art von Partnern.

Viele Betroffene gehen später Beziehungen mit einem Partner ein, der gegengeschlechtlich zum Geschlecht des Missbrauchers ist.

Es gibt im wesentlichen drei Grundarten von Sexualität:
- mit sich selber,
- mit einem gleichgeschlechtlichen Partner,
- mit einem gegengeschlechtlichen Partner.

Bei sexuellen Störungen denkt jeder meistens an:
- Potenzproblemen bei Männern,
- Frigidität bei Frauen,
oder ähnliches.

Bei einem Kind
fehlen, im Gegensatz zum Jugendlichen/Erwachsenen, überwiegend noch die körperlichen, biologischen Reize, um einen sexuellen Kontakt zu einer anderen Person, mit dem Ziel zur Befriedigung dieser Reize, zu suchen.

Sexualität hat immer etwas mit:
- Beziehung
- und Kommunikation
innerhalb einer Beziehung zu einem anderen Menschen zu tun. Sexuelle Beziehungen gehören in den intimsten Bereich einer Persönlichkeit.

Wer als Kind in eine sexuelle Beziehung gedrängt wird, die er altergemäß:
- geistig,
- gefühlsmäßig,
- körperlich,
nicht ausfüllen kann, der kann diese Art der Beziehung leicht als Vorbild und Muster für spätere Sexualbeziehungen übernehmen. Dies geschieht zunächst ganz automatisch, wie mit allem Gelernten.

Es gibt zwei Gruppen total gegensätzlicher Reaktionsmuster:


In der ersten Gruppe hat sich die Erfahrung:
Sex = Schmerz -
ausgebildet. Dies kann zu:
- totaler Angst,
- Ablehnung,
- und Ekel, vor Sexualität führen.

Die zweite Gruppe hingegen praktiziert
Promiskuität / Sexsucht

Promiskuität:
- ständig wechselnder Sexualpartner,
- und/oder gleichzeitig mehrere sexuelle Beziehungen.

Sexsucht:
- das süchtige Erleben der sexuellen Aktivität
- gedanklich zunehmend [zwanghaft] mit sexuellen Themen auseinandersetzt
- gesteigertes sexuelles Verlangen
- verminderte Kontrollfähigkeit des sexuellen Verhaltens
- kann im endgültigen Kontrollverlust enden.

Beide Gruppen schließen sich allerdings nicht unbedingt gegenseitig aus, können sogar nebeneinander her vorkommen.
[siehe dissoziative IdentitätsStörung]


Wie kommen die Reaktionsmuster zustande?


Rollenklischees
ein bestimmtes Verhalten aufgrund des Geschlechts, kann bei beiden Gruppen ausgeschlossen werden, da es kein geschlechtspezifisches Vorkommen gibt. Das Ausleben einer der beiden Grund-Reaktionsmuster hängt sehr stark vom Erlebten während des Missbrauchs ab.

Betroffene
die man zur Sexualität gewaltsam und eventuell mit erheblichen körperlichen Verletzungen, gezwungen hat, sind häufiger in der ersten Gruppe anzutreffen.

Betroffene
die 'verführt' worden sind, sind hingegen gehäuft in Gruppe zwei vertreten. Viele Betroffene der Gruppe zwei bekommen nur beim Missbrauch so etwas wie 'Liebe und Zärtlichkeit' zu spüren, suchen durch ihr späteres Sexualverhalten immer wieder bewusst den sexuellen Kontakt, um sich wieder 'geborgen und geliebt' zu fühlen.

Das kann sich, durch Änderungen in den LebensUmständen oder LebensAbschnitten, auch wieder verändern.

Es gibt Erhebungen die belegen,
dass bei Prostituierten etwa siebzig Prozent bereits als Kind bzw. Jugendlicher sexuell missbraucht wurden! Promiskuität scheint also, für ein Teil der Betroffenen, ein Modell für die Lebensgestaltung geworden zu sein.

weiter mit: suechtiges-Verhalten-Sucht
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