Informationen über sexuellen Missbrauch & Misshandlung
     

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Schluss Kommentar

 aus dem Kapitel » Symptome sexuellen Missbrauchs «

Ausmaß der Schädigung bei Mädchen und Jungen.
Von welchen Faktoren hängt das Ausmaß der Schädigung ab?

Ist sexueller Missbrauch
von anderen Faktoren, wie: emotionellen Vernachlässigung, körperlicher Gewalt, abhängig?

Gibt es Kinder/Erwachsene
bei denen ein sexueller Missbrauch keine erkennbaren Schädigungen hinterlässt?

Unterscheiden sich die Folgen
bei Mädchen und Jungen?

Zu den jeweiligen Ansätzen ist folgendes anzumerken:


Die große Mehrzahl der Studien ist rückblickend.
Die Persönlichkeit, das Sozialverhalten, die VerhaltensStörungen von Jugendlichen und/oder Erwachsenen werden Jahre oder Jahrzehnte nach dem sexuellen Missbrauch untersucht und erforscht. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema ist noch relativ 'jung'.

Es gibt [noch?] keine Langzeit-Studien!
QuerschnittsDaten zu bestimmten Symptomen, bzw. die Erstellung von Syndromen, können meist nur Momentaufnahmen sein und kaum Ursachen von Wirkungen abgrenzen.

Häufig werden Opfer des sexuellen Missbrauchs
befragt und untersucht, die als Patientinnen von medizinischen oder psychiatrischen Diensten, Krisen Interventions Stellen und von TherapieEinrichtungen betreut wurden. Solche Probandinnen repräsentieren nicht das Gros aller Opfer von innerfamiliärem und/oder außerfamiliärem sexuellen Missbrauch.
Sie stellen in mehrfacher Hinsicht eine spezielle Gruppe dar:
- weil sie öffentlich auf sich aufmerksam gemacht,
- durch ihren großen Leidensdruck ihr Schweigen gebrochen,
- eine Hilfsorganisation aufgesucht haben.

Was wir aber definitiv
geschlechterübergreifend und zeitunabhängig
sagen können ist:


Betroffenen zeigen als erste Reaktionen auf den Missbrauch:
- Angst,
- Schuld,
- totalen Verlorenheit,
- Hass,
- Ekel.

Diese Emotionen können jeweils:
- auf die eigene Person [überwiegend Mädchen]
- auf die [als passiv erlebte] Mutter,
- auf den Täter
gerichtet sein.

Das heißt:
die Zielrichtung dieser Reaktionen blieb [in der Regel] in den meisten nachfolgenden Untersuchungen unberücksichtigt.

Fest steht:
dass die elterlichen Reaktionen einer der wichtigsten Faktoren für den Grad der Traumatisierung sind.

Interessant ist:
Das 'Väter als Täter' so gut wie nie in die Untersuchungen einbezogen wurden.
[Warum sich das so verhält, entzieht sich meiner Kenntniss!]


Eine traumatische Beziehungs-Abfolge:


    Das harmlose Spiel eines kindlich liebenden Kindes mit einem [zumeist] geliebten Erwachsenen
    ein unbegreifliches überraschendes[chronisch wiederholtes] gewalttätiges Ereignis, von diesem Erwachsenen verursacht
    das Leugnen des Erwachsenen
    die Nichtanerkennung der affektiven Qualität des Geschehens
    die Verweigerung der Auseinandersetzung darüber
    letztlich die Verachtung und Abwertung.

Dadurch entsteht zwangsläufig - eine 'Konfusion',
- die Verwirrung, und:
- das 'verrückt werden' an der erlebten Realität.

Ein überraschendes Ergebnis
einiger ForschungsVorhaben über sexuellen Missbrauch bei Jungen war die Tatsache, dass Erleben und Auswirkung von sexuellem Missbrauch bei Mädchen und Jungen sehr ähnlich sind. Das ist um so bedeutsamer, als Jungen seltener von Familienangehörigen sexuell missbraucht werden. Zudem sind sexuelle Probleme im allgemeinen bei Jungen anders gelagert, als bei Mädchen. Hinzu kommt bei den Jungen häufig auch noch das Stigma der Homosexualität.

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