Informationen über sexuellen Missbrauch & Misshandlung
     

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Allgemeines selbstverletzendes Verhalten [svV]

 aus dem Kapitel » Erkrankungen - die großen Fünf «

Vorwort:
Die Selbstverletzung, als Ausdruck unbewusster, seelischer Konflikte, deren Ursprünge [meistens] in der frühen Kindheit liegen!

Sexueller Missbrauch hat für die Betroffenen Auswirkungen auf die Sexualität und das Körpergefühl. Die TäterInnen benutzt den Körper des Kindes für die eigenen Bedürfnisse. Deshalb glauben sexuell missbrauchte Kinder oft, ihr eigener Körper sei Schuld an dem, was die Täter/Innen mit dem Kind getan haben.

Oft glauben die Opfer auch:
die TäterInnen sexuell und/oder körperlich gereizt zu haben. Aus der Sicht des Kindes entsteht dann ein Hassgefühl und Verachtung gegenüber dem eigenen Körper und das Bedürfnis, den Körper dafür zu bestrafen. Dies geschieht dann vor allem bei Mädchen durch Selbstverletzungen oder andere Formen von selbstzerstörerischen Verhalten. [Sucht, Essstörungen]
Ein weiterer Aspekt kann in der Abspaltung des Körpers zu sehen sein, der erst durch die Selbstverletzung wieder spürbar wird.


Selbstverletzendes Verhalten liegt vor:


Wenn eine Person sich selber
- aktiv und direkt,
- ob bewusst oder unbewusst,
- wiederholt Verletzungen zufügt,
die aber keine Absicht zur Selbsttötung erkennen lassen.



Es passiert ganz plötzlich, überraschend! Es ist, als ob ich aus der Wirklichkeit herausrutschte. Der Kontakt mit der Umgebung bricht irgendwie ab, dieser Zustand ist furchtbar... ich habe Angst ich könnte wahnsinnig werden. Ich schlage mich, bis die Haut ganz rot ist, dusche so heiß, dass ich fast dabei verbrenne.

Aber ich spüre nichts.
Dann kommt der starke Drang, mir wehzutun.
Ich schneide mich und lasse das Blut ganz lange über die Haut laufen. Das rote, warme Blut gibt mir ein Gefühl von Entspannung und Geborgenheit. Dann fühle ich auch wieder den Schmerz... habe endlich wieder das Gefühl, ich bin wieder in mir drin".


So erklärte mir eine Betroffene in einer GesprächRunde ihr eigenes Erleben.

Es entsteht ein starker innerer SpannungsZustand
der eine Art RauschZustand annehmen kann. Die Kontrolle über IchFunktionen kann eingeschränkt sein, oder gar verloren gehen. Dieser SpannungsZustand kann sehr diffus erlebt werden.


Häufige Auslöser für Selbstverletzung:


Ablehnung des Körpers:
Das Empfinden, dass der Körper nicht spannungsfrei funktioniert, Ansprüche stellt, Ärger macht.

Eigene Unzulänglichkeiten:
Übertretungen von Verboten, zu geringe Anstrengung vor Prüfung.

Überwältigende Gefühle:
Zwiespältige Gefühle, wie Aggression oder Hassgefühle, die nicht verbal geäußert werden können. Auch TrennungsSituationen und TherapieUnterbrechungen können Auslöser sein!

Versagen von BezugsPersonen:
Wenn hochidealisierte BezugsPersonen [Therapeut/in, Freund/innen] in den Augen der Betroffenen versagt haben, kann die Situation für die Patientin unkontrollierbar erscheinen, und es kommt zur SelbstVerletzung.

Berührung und sexuelle Erregung:
Körperliche Berührung und/oder sexuelle Erregung können ebenfalls Auslöser für selbstverletzendes Verhalten sein.


Die SelbstverletzungsHandlung


wird manchmal wie eine Art Ritual durchgeführt. Es werden Gegenstände oder Instrumente, die für die Selbstverletzung verwendet werden, bereit gestellt.
Die Handlungen werden teilweise nach einem festen Ablauf ausgeübt.

Selbstverletzendes Verhalten kann:
- Schneiden,
- Brennen,
- Einstiche, aber auch
- sich Selbst schlagen,
- die Verhinderung von Wundheilung
und vieles Anderes mehr beinhalten.

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