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Alle Namen von den Personen die auf den weitern Seiten vorkommen sind frei erfunden Jegliche Ähnlichkeiten mit noch lebenden Personen wären rein zufällig! Dies machen wir unfreiwillig und einzig aus rechtlichen Gründen. Aber alle geschilderten Begebenheiten haben so und nicht anderes stattgefunden.



Mutter und das liebe Geld

Text zum Thema Kaufsucht / Armut

Mutter war auch deutlich anzumerken, wie ernst sie das nahm, dass wir so Bettelarm waren. Wenn mal ein Vertreter sich an unsere Haustür verirrt hatte, nahm sie ihn immer gleich mit rein. Der durfte sogar mit Schuhen in die gute Stube.

Ne - nicht so, nicht wegen Sex.
Mutter war neuen Dingen gegenüber sehr aufgeschlossen. Wir hatten schon, OK besser, Sie hatte schon eine ganze Menge nützlicher Haushaltgeräte auf Raten in ihren Besitz gebracht. Lauter so tolle Sachen wie elektrische Mixgeräte, elektrische Kaffeemühle, elektrischer Staubsauger, elektrischer Lockenwickler, Waschmaschine, Schleuder usw. Und das war ja auch alles so Preiswert und es lohnte sich ja auch um Zeit zu sparen. Und so kleine Raten!

Richtig – Zeit sparen war jetzt ganz groß in Mode gekommen. Das sagten die im Fernsehen auch immer, das man Zeit einsparen müsste, für die schönen Dinge im Leben. Da war Mutter also keine Ausnahme.

Aber ich fragte mich wofür man die Zeit sparte und wie? Auf welchem Konto, bei welcher Bank, oder in welches Sparschwein man die gesparte Zeit denn packte. Und wann man die dann zurückbekommen könnte, und ob es Zinsen - das schien was ganz tolles und wichtiges zu sein, wie ich mal bei der Bank aufgeschnappt hatte - dafür gab.

Das wäre ja schon eine tolle Sache. Ungeahnte Möglichkeiten taten sich mir da auf. Ich hatte Berge von Zeit in meinem Sparschwein gespart, und könnte mir dann auf dem Weg zur Schule so richtig Zeit lassen, wenn ich sie vorher von meinem Sparschein wieder rausnahm. Ich könnte ordentlich am Hafen bummeln, und den Fischerbooten nachsehen, wenn sie rausfuhren, ohne zu spät in die Schule zu kommen. Das hätte doch was. Da musste ich mal mit Vater und Mutter drüber reden.

Es war mal wieder einer von diesen Kerlen zu uns gekommen, als ich in der Küche bei meinen Hausaufgaben saß.

Diesmal hatte der Vertreter 'Etwas ganz, ganz Tolles' dabei.
"Und fast geschenkt - versteht sich doch von selbst Frau äh...", hörte ich ihn sagen.
"Sunk", beeilte Mutter sich zu sagen, damit er nicht mit seinem tollen Vortrag aufhörte.
"Ja und da können sie ja auch richtig Geld mit verdienen. Nicht nur weil sie jetzt in Windeseile für ihre komplette Familie ihre Strickwaren fertig machen können, Frau Sunk" kurze Pause von ihm um, wenn auch widerwillig, Zeit zum Luftholen zu verschwenden.
"Nein Frau Sunk, so einen Haufen Zeit den sie einsparen - und wer hat heute noch Zeit", lachte er lauthals los. Mutter fiel in sein Lachen ein.


Ja ja, das kannte ich schon. Da waren sich doch alle Vertreter gleich. Immer die selben Sätze nur die Sache war eine Andere. Diesmal nichts für die Küche - diesmal zum Stricken also.

"Und jetzt lassen sie uns schnell rechnen Frau Sunk wie viel Geld sie doch sparen können. Was kostet den heute ein fertiger Pullover im Laden. Wenn man bedenkt wie wenig doch die Wolle kostet und wie hoch der Ladenpreis ist, dann weiß man doch sofort warum die Firmenbosse so große Autos haben...- Nicht Wahr! Und wenn sie in Zukunft ihre Sachen mit DIESER Strickmaschine machen, streichen sie alleine das ganze Geld ein. Dann muss der Händler - der ihnen sonst so viel Geld für sie Strickwaren abgenommen hätte - sehen woher er sein Geld für sein dickes Auto bekommt. Denn Sie Frau Sunk...- Sie bezahlen ihm das Auto DANN nämlich nicht mehr!".

Pause.
Mutter nervös:
"Kann ich ihnen noch einen Kaffee anbieten? Echter Bohnenkaffee!", in der Hoffnung ihm so noch mehr Geheimnisse aus Wirtschaft und Handel zu entlocken.
"Gerne Frau äh Sunk. Sie machen aber auch wirklich einen hervorragenden Kaffee. Eigentlich bin ich ja kein großer Kaffeetrinker, aber bei ihnen kann ich nicht widerstehen".


Man - der Kerl war wirklich gut.
Bei dem konnte ich noch was dazu lernen. Er beherrschte es perfekt dumme Frauen vollzuquatschen. Während Mutter mit der Kaffeekanne rumhantierte, hörte ich ihm an seinem Koffer rumkramen.

"Na wo bist du denn", sagte er dabei um die Stille zu überbrücken.
"Habe ich dich ja doch gefunden. Hier Frau Sunk...", hörte ich ihn mit triumphierender Stimme sagen "habe ich etwas was ich ihnen eigentlich gar nicht zeigen darf...".

Ich konnte mir Mutters Ausdruck auf ihrem dicklichen Gesicht bildlich vorstellen. Bestimmt hatte sie schon ihre roten Flecken auf der Wange die sie immer bekam, wenn sie aufgeregt war. Ihre Augen müssten jetzt leicht zusammen gekniffen sein, damit sie besser sehen konnte - denn Brille würde sie nie vor Fremden tragen - und die Stirn in krause Falten gelegt.

"Hier habe ich Strickmuster drinnen, die eigentlich nur für Firmen gedacht sind und der neusten Mode entsprechen. Wenn sie diese einmaligen Muster in diese hochmoderne Strickmaschine legen, haben sie im Nu, quasi zum Nulltarif, die aktuellsten Modelle für sich und Ihre Familie fertig. Und die gebe ich ihnen gratis dazu!".
"Was sagen sie jetzt?".

Ich war langsam genervt und schlich mich raus.
Ich wusste auch so, dass wir ab heute eine neue Maschine im Haus haben würden. Die würde dann wieder jeden Monat Geld für Raten kosten, und wir Kinder müssten dann eben noch 'ein wenig kürzer treten' in Zukunft. Vater hatte oft mit Mutter, wegen den Raten die sie zahlen mussten, Streit. Dann schrie er sie an 'Ob sie nicht rechnen könne'. Aber sie heulte dann einfach los und Vater beruhigte sich wieder. Das sie beim Kaufmann Anschreiben ließ, um wenigstens Brot im Haus zu haben, hatte ich selber schon oft miterlebt. Aber was soll's, Vater verdient ja Geld. Und die Raten sind ja SO klein.

Aber so war sie eben.
Nur war das ja leider nur die eine Seite von ihr.
Das war ja nur die Hausfrau - aber hier geht es ja um die Mutter.

Das erste Mal, dass ich bewusst darüber gestolpert bin - das sie einen Schaden im Kopf haben musste, war, als ich bockig und frierend auf der Treppe vor der Haustür saß und nicht zur Schule gehen wollte.




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