Informationen über sexuellen Missbrauch & Misshandlung
     

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Statistik: sexueller Missbrauch - PKS 2012


Unsere KindesMissbrauch-Statistik aus der polizeilichen KriminalStatistik [PKS] 2013
mit dem Datenbestand des BKA für das Jahr 2012 ist als
Sexueller Missbrauch von Kindern PKS-Schlüssel: '131000'
ab sofort hier zu finden.

Unsere Schnellübersicht der polizeilichen KriminalStatistik [PKS] 2013
mit dem Datenbestand des BKA für das Jahr 2012 ist als
"Kurzübersicht PKS-2013"
ab sofort hier zu finden.

'Polizeiliche KriminalStatistik' 2012: [mit dem Datenbestand für das Jahr 2011]

Schwerpunkt: sexueller Missbrauch von Kindern/Jugendlichen

(none)

Einleitung - Infos zu unserer Statistik 2012Absatz öffnen



Absatz schließenEinleitung

Anmerkung:

Die ersten PDF-Dateien wurden Mitte Mai 2012 vom Bundeskriminalamt Wiesbaden auf dem Server 'bka.de' zur Verfügung gestellt, und bilden die Zahlen der Kriminalitätslage in Deutschland für das abgelaufende Jahr 2011 ab.

unsere Kurzübersicht PKS-2012 direkt aufrufen
Zeigt nur Gesamtzahl per Schlüssel und Anzahl Kinder/Jugendliche nach Geschlecht ohne Grafiken an!

ACHTUNG:
Um einen Überblick über Missbrauch und Misshandlung von Kindern/Jugendlichen zu bekommen, handelt es sich bei den folgenden Grafiken ausdrücklich NICHT! um die alleinige Zahlen des sexuellen Missbrauchs von Kindern, sondern um eine Übersicht die [fast] alle relevanten GewaltTaten, die gegenüber Personen allen Alters im Jahr 2010 stattgefunden haben, aufzeigt!
Es handelt sich bei den Zahlen lediglich um sorgfältig ausgesuchte Teilbereiche aller Straftarten und keinesfalls um die komplette KriminalStatistik!
Die wirklichen Zahlen aller strafbaren Handlungen liegt erheblich höher, ist aber auf www.kinderqualen.de nicht relevant, da sie nicht in dem Zusammenhang mit dem Missbrauch oder der Misshandlung von Kindern / Jugendlichen stehen.


Absatz öffnenDer erste Eindruck


Die für jedermann abrufbare polizeiliche KriminalStatistik [PKS] 2012 ist und bleibt [meiner Meinung nach] ein Blätterwerk des Versteckspielens von Zahlen. Da ich jedes Jahr diese Statistik [ab 2009 nur privat] aufarbeite, um sie für Laien übersichtlicher und aussagekräftiger darzustellen, ist mein erster Blick immer auf den Schlüsselbereich:
- 130000 Sexueller Missbrauch §§ 176, 176a, 176b, 179, 182, 183, 183a StGB
und deren Unterschlüssel gerichtet. Auch dieses Jahr konnte ich, bei den Blick auf den Unterschlüssel:
- 131800 Sexueller Missbrauch von Kindern mit Todesfolge § 176b StGB
zu meiner Freude lediglich eine 0 entdecken.
So weit, so gut!

Zu der Statistik über den Umgang mit Kindern in Deutschland gehören aber auch die Schlüssel der Gewaltverbrechen wie z.B: "010000 Mord §211 StGB", "020000 Totschlag und Tötung auf Verlangen", "030000 Fahrlässige Tötung §222 StGB", "220000 Körperverletzung §§223-227, 229, 231 StGB" usw. dazu, da sexuell missbrauchte Kinder [zum überwiegenden Teil] auch sonstige körperliche Gewalt in ihrem Umfeld erleben.

Nun musste ich also unter dem Schlüssel: "010000 Mord §211 StGB" in dem Unterschlüssel "012000 Mord im Zusammenhang mit Sexualdelikten" endecken, das dort unter den insgesamt 27 Opfern:
- 5 Kinder [1 männlich, 4 weiblich]
- 3 Jugendliche [0 männlich, 3 weiblich]
aufgeführt werden.


Auf eine Erklärung zu dieser Art der Auflistung seitens des BKA's warte ich noch... 10.08.2012 gez: AlterMann



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Absatz öffnenInfos zu unserer Statistik 2012


Wenn man sich ein Bild über den Umgang mit und den Erlebnissen von Kindern in unserer Republik machen will, sollte man sich nicht lediglich auf die Zahlenreihen über den sexuellen Missbrauch von Kindern beschränken. Zu viele Schicksale von Kindern in Deutschland verbergen sich in den diversen anderen StraftatenSchlüsseln innerhalb der polizeilichen KriminalStatistik [PKS], und auch die Opfer von sexuellen Missbrauch und Misshandlung, die inzwischen als Jugendliche gezählt werden, doch schon seit ihrer Kindheit unter Missbrauch und Misshandlung leiden, geraten dabei gänzlich aus dem Blickfeld.

Aus diesem Grund wurde in dieser statistischen Auswertung zusätzlich die 'gute alte Untergliederung' Minderjährige / Volljährige wieder aufgegriffen.
Auch wird dieses Jahr [soweit möglich] die Statistik auch auf die Darstellung der 'Opfer in den AltersGruppen' 0-14, 14-18, 18-21, 21-60, 60-Tod ausgeweitet, da sich auch so einige Besonderheiten besser darstellen lassen. Neu wird ebenfalls die prozentuale Verteilung nach Geschlechts 'Prozentanteil in der GeschlechterGruppe' und die prozentuale Verteilung nach Geschlecht 'Prozentanteil innerhalb der Altergruppe' dazu kommen.

Die Statistik über die Täter ist außerdem um die Tabellen:
'Täter in Lebenslinie Minderjährige'
mit den AlterGruppen 0-6, 6-8, 8-10, 10-12, 12-14, 14-16, 16-18,

'Täter in Lebenslinie Volljährige'
mit den AlterGruppen 18-21, 21-25, 25-30, 30-40, 40-50, 50-60, 60-Tod,

sowie 'Die männlichen Täter an 100%' und 'Die weiblichen Täter an 100%' erweitert.




Was in der Presse über die Meldungen "vom sexuellen Missbrauch laut BKA-Statistik" wieder einmal fehlt, sind [wie immer] die Zahlen über betroffene Jugendliche, die in andere Schlüssel aufsummiert sind.

ACHTUNG:
Zumeist sind Jugendliche schon seit ihrer Kindheit Opfer von sexuellen Missbrauch - lediglich die Anzeige erfolgt in der Jungend. Hier sind zB. besonders die Schlüssel:
000000, 100000, 200000 und deren Unterschlüssel zu nennen!



Dies ist lediglich eine erste Übersicht und die genaue Statistik 'Sexueller Missbrauch' erscheint demnächst auf einer extra dafür erstellten Seite...
10.08.2012 gez.: AlterMann



Absatz schließen


Absatz öffnenAnmerkung zur polizeiliche KriminalStatistik [PKS] 2012


Wenn Menschen an sexuellen Missbrauch denken, verstehen die meisten darunter einen gewalttätigen und brutalen Angriff durch Fremde auf meist erwachsene Frauen. [Vergewaltigung]

Dieser Eindruck ist falsch!

Für die Auswertung PKS-2012 [Zahlen vom Jahr 2011] ergibt sich bei:
- 67,8% die Täter waren dem Opfern vorher bekannt,
und das
- 48,2% der Opfer Kinder und
- 16,5% der Opfer Jugendliche waren.

Oft sind die Täter sogar jemand, den das Opfer liebt, wie: Vater, Mutter, Geschwister, StiefVater, StiefMutter, StiefGeschwister, Opa, Oma, oder dem es [meist blind] vertraut, wie: Tante, Onkel, Trainer, Lehrer, Pastor, usw.


WICHTIG:
Handlungen, wie der sexuelle Missbrauch, werden von den Tätern oft lange geplant und sorgsam vorbereitet, und die Intensität der Übergriffe wird meist erst nach und nach gesteigert. Überwiegend bleibt es NICHT! beim einmaligen Missbrauch, denn durch die psychische und/oder pysische Bedrohung des Opfers wird sich dessen Schweigen über den Missbrauch und die längerfristige Verfügbarkeit des Opfers vom den Tätern gesichert. Somit wiederholt sich der Missbrauch in der Regel über Jahre hinweg, bis AnsprechPartner die Hinweise des Opfers verstehen, oder ihnen endlich glauben, und der Missbrauch beendet werden kann.

In der Statistik waren im Bereich Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung mit 96,9% der überwiegende Teil der Täter männlich, doch tauchen dort immerhin noch 3,1% weibliche Täter auf. Oftmals waren Männer und Frauen gemeinsam am Missbrauch beteiligt, und noch öfter duldeten Frauen [beim Missbrauch Kindern] durch Verschweigen und Wegsehen den Missbrauch der Opfer. [siehe auch: Frauen als Täter]

Allerdings muss auch erwähnt werden, dass es immer häufiger zu FalschBeschuldigungen kommt, um sich so zB. Vorteile bei einer Trennung zu sichern. Dieses findet sich unter anderem auch in der Zahl der erfolgten rechtskräftigen Verurteilungen von MissbrauchsFällen wieder, denn nur rund 20% der Anzeigen führen auch zu einer rechtskräftigen Verurteilung.

Anmerkung:
Die Auswertungen Täter / Opfer zeigt die GesamtSumme aller im Vorwort aufgezeiten Schlüsselbereiche der PKS auf!





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Vorwort:

Dies ist nicht die spezielle Statistik über den sexuellen Missbrauch von Kindern!
Die detalierte Aufstellung, die sich hauptsächlich mit dem sexuellen Missbrauch von Kindern auseinandersetzt ist hier zu finden

Dort wird explizit auf Opfer, Täter und die opfer_/TäterBeziehung [mit den Zahlen für das Jahr 2011 der polizeilichen KriminalStatistik] eingegangen.

In der hier folgenden Auswertung sind nur die folgenden Schlüssel aus der PKS relevant:

Absatz öffnenPKS-Schlüssel: 000000
Straftaten gegen das Leben


  1. 010000 Mord §211 StGB
  2. 020000 Totschlag und Tötung auf Verlangen §§212, 213, 216 StGB
  3. 030000 Fahrlässige Tötung §222 StGB
    [nicht in Verbindung mit Verkehrsunfall]

Absatz öffnenSummenSchlüssel: 000000


Opfer in den AltersStufen

Um einen Überblick über die Verteilung der Opfer in den AltersStufen zu bekommen, werfen wir zuerst einen Blick auf diese Zahlen

[die Werte errechenen sich aus den Schlüsseln 010000, 020000, 030000 der PKS]
Kinder Jugendl ErwachsegesamtMinderj
Zahlen2081213.0723.401329
Prozent6,1%3,6%90,3%9,7%

Die Opferzahlen in diesem Bereich sind im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 137 Opfer zurückgegangen. Erfreulicher Weise sind die Opferzahlen gerade bei den Kindern um 25 Opfer gesunken. Das mit 6,1% die Opferzahlen bei den Kindern aber immer noch erheblich über den der Jugendlichen liegt, ist ein deutlicher Hinweis auf unsere 'kinderfeindliche Gesellschaft'. Ein weiterer Grund dafür dürfte sein, dass Jugendliche sich besser vor solche Taten durch 'Weglaufen' oder 'selber zum Täter werden' entziehen können, während das hilflose Kind schutzlos seinen Peinigern ausgeliefert ist!

Die Opfer / Täter Beziehung zueinander

[die Werte errechenen sich aus den Schlüsseln 010000, 020000, 030000 der PKS]
Ver
wandt
Be
kannt
flüch
Vorbe.
keine
Vorbe
Lands
mann
unge
klärt
56,7%43,3%gesamt
8886974071.074703753.511
25,3%19,9%11,6%30,6%2,0%10,7%

Insgesamt hat es eine Verschiebung um 1,7% von den "Opfer und Täter mit Vorbeziehung" zu den "Opfer und Täter ohne Vorbeziehung" im Vergleich zum Vorjahr gegeben. Trotz allem stellen die Täter die aus Verwandschaft und Bekanntenkreis stammen noch immer deutlich über die Hälfte aller Straftaten unter diesem GesamtSchlüssel.

Die Opfer nach Geschlecht / Alter unterteilt:

[die Werte errechenen sich aus den Schlüsseln 010000, 020000, 030000 der PKS]
KinderJugendErwachsenan 100%Minderj
nur innerhalb
Gruppe männl
5,4%3,7%90,9%63,9%9,1%
nur innerhalb
Gruppe weibl
7,4%3,3%89,3%36,1%10,7%
beide Gruppen
an 100%
6,1%3,6%90,3%9,7%
Zeile 1 & 2 = % Verteilung innerhalb der Altergruppen je Geschlecht
Zeile 3 = % Verteilung in Altergruppen - nach GesamtZahlen


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Absatz öffnenPKS-Schlüssel: 010000
Mord §211 StGB


Opfer in den AltersStufen


Kinder Jugendl ErwachsegesamtMinderj
Zahlen453780788982
Prozent5,1%4,2%90,8%9,2%

Das Verhältnis männliche/weibliche Opfer ist 57,4% zu 42,6%.
Während bei den Kinder die Opferzahlen mit 45 Opfern gleichbleibend sind, sind bei den Jugendlichen 21 Opfer mehr zu verzeichnen! Insgesamt haben sich die Opferzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 75 Opfer erhöht.




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Absatz öffnenPKS-Schlüssel: 020000
Totschlag und Tötung auf Verlangen §§212, 213, 216 StGB


Opfer in den AltersStufen


Kinder Jugendl ErwachsegesamtMinderj
Zahlen90701.5001.660160
Prozent5,4%4,2%90,4%9,6%

Das Verhältnis männliche/weibliche Opfer ist 71,1% zu 28,9%.
Während bei den Kinder die Opferzahl um 8 Opfern im Vergleich zum Vorjahr angestiegen ist, sind sie bei den Jugendlichen um 22 Opfer gesunken! Insgesamt sind die Opferzahlen um 127 Opfer im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.




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Absatz öffnenPKS-Schlüssel: 030000
Fahrlässige Tötung § 222 StGB
[nicht in Verbindung mit Verkehrsunfall]


Opfer in den AltersStufen


Kinder Jugendl ErwachsegesamtMinderj
Zahlen731476585287
Prozent8,6%1,6%89,8%10,2%

Das Verhältnis männliche/weibliche Opfer ist 56,8% zu 43,2%.
Bei den Kinder die Opferzahl um 33 Opfern im Vergleich zum Vorjahr gesunken! Trotzdem stellen die Kinder die große Mehrheit in der Gruppe der Minderjährigen dar. Insgesamt sind die Opferzahlen um 85 Opfer im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.



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Absatz öffnenPKS-Schlüssel: 100000
Straftaten gegen die sexuelle Selbbestimmung


  1. 110000 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung unter Gewaltanwendung oder Ausnutzen eines AbhängigkeitsVerhältnisses §§174, 174a, 174b, 174c, 177, 178 StGB
  2. 130000 Sexueller Missbrauch §§ 176,176a,176b,179,182,183,183a StGB
  3. 141000 Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger oder Ausbeuten von Prostituierten §§180, 180a StGB
  4. 142000 Zuhälterei gemäß §181a StGB

Absatz öffnenSummenSchlüssel: 100000


Verteilung der Opfer in den AltersStufen.


[die Werte errechenen sich aus den Schlüsseln 110000, 130000, 140000 der PKS]
Kinder Jugendl ErwachsegesamtMinderj
Zahlen15.6096.75019.01241.37122.359
Prozent37,7%16,3%46,0%54,0%

Das Verhältnis Minderjährige zu Erwachsene beträgt 54,0% zu 46,0%.
Die Anzahl der Opfer unter den Kindern ist im Vergleich zum Vorjahr um 428 Opfer gesunken, der von den Jugendlichen um 134 Opfer. Allerdings liegt die Gruppe der unter 14-Jährigen mit 37,7% noch immer nur rund 8% unter dem Anteil der Erwachsen. Innerhalb der Gruppe der Minderjährigen macht die Gruppe der Kinder sogar 69,8% aus. Diese Zahlen sprechen wohl für sich!

Die Opfer / Täter Beziehung zueinander


[die Werte errechenen sich aus den Schlüsseln 110000, 130000, 140000 der PKS]
Ver
wandt
Be
kannt
flüch
Vorbe.
keine
Vorbe
Lands
mann
unge
klärt
43,9%56,1%gesamt
7.29810.7854.34015.48312113.05251.079
14,3%21,1%8,5%30,3%0,2%25,6%

Da die Opferzahlen in den "ungeklärten Vorbeziehungen" um 9.850 [17,9%] Opfer im Vergleich zum Vorjahr angestiegen ist, läßt sich über die Verteilung zwischen bekannte und unbekannte Täter nichts genaues sagen. Leichte Rückgänge in den Fällen, in dem das Opfer den Täter bekannt war, täuschen lediglich über die wahren Tatbestände hinweg. Fest steht lediglich, dass die Opferzahlen insgesamt um 9.391 Opfer angestiegen ist. 14,3% der Opfer wurden aus dem unmittelbaren Nahfeld - sprich den engsten Angehörigen wie Bruder, Schwester, Vater, Mutter, Onkel, Tante, Opa, Oma usw. missbraucht. Personen wie Lebensgefährten des Elternteils, Freunde der Eltern, Erzieher, Lehrer, Trainer, Eltern der Freunde, Freunde von Freunden machen einen Anteil von 21,1% aus. Rechnet man also alle Personen, die dem Opfer - mehr oder weniger - gut bekannt waren mit ein, dann kommen wir sogar auf 43,9% der Opfer, die dem Täter vertraut hatten! Dies macht deutlich, dass das Bild 'vom bösen Onkel' der hinter einem Gebüsch lauert nicht haltbar ist, und nicht zu erzieherischen Zwecken verwendet werden sollte! Der Missbrauch ist nach wie vor ein Phänomen, das viel häufiger im 'Kreise der Familie zuhause' ist. Näheres dazu folgt in der extra Statistik über den sexuellen Missbrauch.

Die Opfer nach Geschlecht / Alter unterteilt:


[die Werte errechenen sich aus den Schlüsseln 110000, 130000, 140000 der PKS]
KinderJugendErwachsenan 100%Minderj
nur innerhalb
Gruppe männl
53,7%14,2%32,2%15,0%67,8%
nur innerhalb
Gruppe weibl
34,9%16,7%48,4%85,0%51,6%
beide Gruppen
an 100%
37,7%16,3%46,0%54,0%
Zeile 1 & 2 = % Verteilung innerhalb der Altergruppen je Geschlecht
Zeile 3 = % Verteilung in Altergruppen - nach GesamtZahlen

Diese Zahlen beinhalten NICHT! die 'minderschweren Fälle', wie u.a. Verbreitung von Pornographie und Exhibitionismus, sondern lediglich die 'schweren Fälle', wie u.a. Vergewaltigung, Fälle mit Körperkontakt.

Obwohl die männlichen Opfer lediglich 15,0% an der GesamtOpferZahl ausmachen, ist auf dieser Grafik ist zu erkennen, dass das Risiko - ein männliches Opfer von Missbrauch zu werden - im Alter bis zu 14 Jahren besonders hoch ist. Wenn man die ProzentAnteile vom Geschlecht unabhängig betrachtet [beide gesamt], dann fallen mit 54,0% die Mehrzahl der Missbrauchsopfer in den Zeitraum der Minderjährigen [0-18 Jahre], und auf die Kinder fallen immerhin 37,7% der Missbrauchsfälle.



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Absatz öffnenPKS-Schlüssel: 110000
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung
unter Gewaltanwendung oder Ausnutzen
eines Abhängigkeitsverhältnisses
§§ 174, 174a, 174b, 174c, 177, 178 StGB


Opfer in den AltersStufen

[die Werte errechenen sich aus den UnterSchlüsseln 110000 der PKS]
Kinder Jugendl ErwachsegesamtMinderj
Zahlen6203.7679.89514.2824.387
Prozent4,3%26,4%69,3%30,7%

Der Rückgang in der Gruppe der Kinder [0-14 Jahre] beträgt diese Jahr [rechnerisch] 947 Opfer [5,6%]... Achtung:
Da einige Unterschlüssel des Hauptschlüssels 100000 zum Jahr 2012 aufgelöst wurden, und endlich in den Hauptschlüssel 130000 mit aufgenommen wurden, darf der Rückgang im Bereich der Kinder - im Vergleich zum Vorjahr - nicht wirklich in dieser Höhe Beachtung finden!



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Absatz öffnenPKS-Schlüssel: 130000
Sexueller Missbrauch
§§ 176, 176a, 176b, 179, 182, 183, 183a StGB


Opfer in den AltersStufen


[die Werte errechenen sich aus den UnterSchlüsseln 130000 der PKS]
Kinder Jugendl ErwachsegesamtMinderj
Zahlen14.9482.8488.82526.62117.796
Prozent56,2%10,7%33,2%66,8%

Der Anstieg im der Opfergruppe Kinder um 516 Opfer im Vergleich zum Vorjahr dürfte hauptsächlich mit der Verschiebung der Unterschlüssel aus dem PKS-Hauptschlüssel 110000 zu erklären sein. Generall sind durch alle Altergruppen hinweg ein Ansteig von rund 1% zu verzeichnen. Der Schlüssel 132000 Exhibitionistische Handlungen und Erregung öffentlichen Ärgernisses §§ 183, 183a StGB der PKS wurde nicht mit eingerechnet, da dieser nur 'minderschwere Taten' beinhaltet!



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Absatz öffnenPKS-Schlüssel: 140000
SAusnutzen sexueller Neigung gemäß
§§ 180, 180a, 181a, 184, 184a, 184b, 184c, 184d, 184e, 184f StGB


Opfer in den AltersStufen


[die Werte errechenen sich aus den UnterSchlüsseln 140000 der PKS]
Kinder Jugendl ErwachsegesamtMinderj
Zahlen41135292468176
Prozent8,8%28,8%62,4%37,6%

Der Anteil der Minderjährigen ist um 9,2% - von 28,4% auf 37,6% angestiegen! Der Schlüssel 143000 Verbreitung pornographischer Schriften (Erzeugnisse) gemäß §§ 184, 184a, 184b, 184c, 184d StGB der PKS wurde nicht berücksichtigt, da hier keine Opfer ermittelt werden können.



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Absatz öffnenPKS-Schlüssel: 200000
Rohheitsdelikte / Straftaten gegen die persönliche Freiheit


  1. 210000 Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer §§249-252, 255, 316a StGB
  2. 220000 Körperverletzung §§223-227, 229, 231 StGB
  3. 230000 Straftaten gegen die persönliche Freiheit §§232-233 a, 234, 235, 236, 238-239b, 240, 241, 316c StGB

Absatz öffnenSummenSchlüssel: 200000


Verteilung der Opfer in den AltersStufen

[die Werte errechenen sich aus den Schlüsseln 210000, 220000, 230000 der PKS]
Kinder Jugendl ErwachsegesamtMinderj
Zahlen54.24285.061739.226878.529139.303
Prozent6,2%9,7%84,1%15,9%

Erfreulicher Weise sind die Opferzahlen bei den Kindern um 1.554 und bei den Jugendlichen sogar um 6.850 Opfer gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir im Bereich der minderjährigen Opfer insgesamt einen Rückgang um 8.404 Opfer zu verzeichnen. Allerdings stieg im selben Zeitraum bei den Volljährigen die Opferzahl um 2.336 Opfer an.

Die Opfer / Täter Beziehung zueinander


[die Werte errechenen sich aus den Schlüsseln 210000, 220000, 230000 der PKS]
Ver
wandt
Be
kannt
flüch
Vorbe.
keine
Vorbe
Lands
mann
unge
klärt
49,6%50,4%gesamt
180.927164.161102.134345.8266.309101.665901.022
20,1%18,2%11.3%38,4%0,7%11,3%

Trotz des Anstieg um 4.046 Täter aus der Verwandtschaft und der Erhöhung der Gesamtzahl um 16.425 im Vergleich zum Vorjahr sind die Zahlen aus dem Kreis der "dem Opfer vorher bekannten Täter" knapp unter den der "dem Opfer unbekannten Tätern" gesunken.

Die Opfer nach Geschlecht / Alter unterteilt:

[die Werte errechenen sich aus den Schlüsseln 210000, 220000, 230000 der PKS]
KinderJugendErwachsenan 100%Minderj
nur innerhalb
Gruppe männl
6,6%10,0%83,5%61,0%16,5%
nur innerhalb
Gruppe weibl
5,6%9,2%85,2%39,0%14,8%
beide Gruppen
an 100%
6,2%9,7%84,1%15,9%
Zeile 1 & 2 = % Verteilung innerhalb der Altergruppen je Geschlecht
Zeile 3 = % Verteilung in Altergruppen - nach GesamtZahlen

Da es hier um "Gewaltverbrechen" geht, liegt der Anteil der männlichen Opfer an den Gesamtzahlen mit 61% naturgemäss [?] weit über den Anteil der weiblichen Opfer. Innerhalb der GeschlechterGruppe ist der Verlauf in den AltersGruppen fast identisch.



Absatz schließen


Absatz öffnenPKS-Schlüssel: 210000
Raub, räuberische Erpressung
§§ 249-252, 255, 316a StGB
[und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer]


Opfer in den AltersStufen


[die Werte errechenen sich aus den UnterSchlüsseln 210000 der PKS]
Kinder Jugendl ErwachsegesamtMinderj
Zahlen2.6036.76845.14154.5129.371
Prozent4,8%12,4%82,8%12,4%

Während die Zahlen der Volljährigen im Vergleich zum Vorjahr um 772 Opfer angestiegen ist, ist durch den Rückgang von 903 Opfer bei den Minderjährigen ein allgemeiner Rückgang um 131 Opfer zu verzeichnen.



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Absatz öffnenPKS-Schlüssel: 220000
Körperverletzung
§§ 223-227, 229, 231 StGB


Opfer in den AltersStufen


[die Werte errechenen sich aus den UnterSchlüsseln 220000 der PKS]
Kinder Jugendl ErwachsegesamtMinderj
Zahlen42.52164.531500.728607.780107.052
Prozent7,0%10,6%82,4%17,6%

Während die Zahlen der Volljährigen im Vergleich zum Vorjahr um 5.997 Opfer angestiegen ist, ist durch den Rückgang von 6.313 Opfer bei den Minderjährigen ein allgemeiner Rückgang um 316 Opfer zu verzeichnen.



Absatz schließen


Absatz öffnenPKS-Schlüssel: 230000
Straftaten gegen die persönliche Freiheit gemäß
§§ 232-233a, 234, 235, 236, 238-239b, 240, 241, 316c StGB


Opfer in den AltersStufen


[die Werte errechenen sich aus den UnterSchlüsseln 230000 der PKS]
Kinder Jugendl ErwachsegesamtMinderj
Zahlen9.11813.762193.357216.23722.880
Prozent4,2%6,4%89,4%10,6%

Hier kann man im Vergleich zum Vorjahr positiv vermerken, dass die Gesamtanzahl quer durch alle Altergruppen um insgesamt 5.621 Opfer gesunken ist. Allerdings sind bei den Minderjährigen nur 1.188 Opfer weniger zu beklagen, im Gegensatz zu den Volljährigen mit 4.433 Opfer weniger.



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Absatz schließen


Absatz öffnenPKS-Schlüssel: 655100
Körperverletzung im Amt


  1. 655100 Körperverletzung im Amt §340 StGB

Absatz öffnenSummenSchlüssel: 655100


Verteilung der Opfer in den AltersStufen


[die Werte errechenen sich aus dem Schlüssel 655100 der PKS]
Kinder Jugendl ErwachsegesamtMinderj
Zahlen2171571.7002.074374
Prozent10,5%7,6%82,0%18,0%

Obwohl wir ingesamt einen Rückgang um 169 Opfer in diesem Bereich haben, sind gerade bei den Kindern 52 Opfer mehr zu beklagen!

Achtung:
Gerade in diesem Bereich darf die tatsächliche Opferzahl erheblich höher angenommen werden, da [mit sehr fadenscheinigen Begründungen] Anzeigen/Verfahren gegen Beamte all zu oft verhindert werden, und so niemals in die Statistik gelangen.


Die Opfer / Täter Beziehung zueinander


[die Werte errechenen sich aus dem Schlüssel 655100 der PKS]
Ver
wandt
Be
kannt
flüch
Vorbe.
keine
Vorbe
Lands
mann
unge
klärt
13,5%86,5%gesamt
61711051.53302692.084
0,1%11,2%5,0%73,5%0,1%10,1%

Ingesamt ist der Anteil der "dem Opfer vorher bekannten Täter" um 87 Personen und die Gruppe der "dem Opfer vorher unbekannten Täter" um 117 Personen im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das Verhältnis ist jetzt 13,5% [vorher bekannt] zu 86,5% [vorher unbekannt]. Das macht eine Verschiebung um rund 3% in Richtung "dem Opfer vorher unbekannten Täter" aus.


Die Opfer nach Geschlecht / Alter unterteilt:


[die Werte errechenen sich aus dem Schlüssel 655100 der PKS]
KinderJugendErwachsenan 100%Minderj
nur innerhalb
Gruppe männl
9,4%7,3%83,3%82,2%16,7%
nur innerhalb
Gruppe weibl
15,4%8,7%75,9%17,8%24,1%
beide Gruppen
an 100%
10,5%7,6%82,0%18,0%
Zeile 1 & 2 = % Verteilung innerhalb der Altergruppen je Geschlecht
Zeile 3 = % Verteilung in Altergruppen - nach GesamtZahlen

In der Gruppe der weiblichen Kinder ist die Anzahl der Opfer um 6,2%, in der Gruppe der männlichen Kinder um 2,4% im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Damit ist in der weiblichen Gruppe der Anteil der Kinder mit 15,4% ganze 6% höher, als der Anteil der Gruppe der männlichen Kinder. Obwohl die Zahlen ingesamt rückläufig sind, waren gerade bei den Kindern insgesamt 3,1% Opfer mehr zu beklagen. Da es hier um "Gewaltverbrechen" geht, liegt der Anteil der männlichen Opfer an den Gesamtzahlen mit 82,2% naturgemäss [?] weit über den Anteil der weiblichen Opfer 17,8%.



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Absatz öffnenDie Täter


Absatz öffnenDie Täter allgemein


Wichtig:
Die Auswertungen über die Täter zeigt die GesamtSumme aller im Vorwort aufgezeiten Schlüsselbereiche der PKS auf!



Überblick über die Verteilung der Täter in den AltersStufen:

[alle Werte errechenen sich nur aus den ausgewählten Schlüssel der PKS! siehe oben]
Kinder Jugendl ErwachsegesamtMinderj
Zahlen23.12374.152595.457692.73297.275
Prozent3,3%10,7%86,0%14,0%

Die Zahlen zeigen uns, dass der Anteil der Minderjährigen an den Straftaten immerhin 14,0% ausmacht, wobei der Anteil der Kinder [bis 14 Jahre] immer noch viel zu hoch ist - da hier weder Diebstahl noch ähnlich 'weniger schwere Delikte' beinhaltet sind.

Wenn man die prozentuale Anteile innerhalb der Gruppe Minderjährige mit 97.275 Täter auswertet, dann kommen die Kinder inzwischen mit einem Anteil von 23.123 Tätern auf 'stolze' 23,8%.

Die Täter / Opfer Beziehung zueinander

[alle Werte errechenen sich nur aus den ausgewählten Schlüssel der PKS! siehe oben]
Ver
wandt
Be
kannt
flüch
Vorbe.
keine
Vorbe
Lands
mann
unge
klärt
50,3%49,7%gesamt
189.119175.814106.986354.2206.488105.665938.292
20,2%18,7%11,4%37,8%0,7% 11,3%

Wie für Fachleute wohl nicht anders erwartet, fällt die Beziehung zwischen Opfer und Täter nicht überraschend aus. 50,3% der Täter waren dem Opfer zumindest flüchtig bekannt, und mit 20,2% stellen die Täter aus der Verwandschaft sogar die zweitgrößte TäterGruppe dar. Während bei den männlichen Opfern "nur" 39,8% den Täter vorher zumindestens kannten, sind es bei den weiblichen Opfern immerhin 64,9%! Da bei weiblichen Opfern der größte Anteil der Täter mit 36,1% aus der Verwandschaft stammt, wird die These "des überwiegend in der Familie stattfindende Missbrauch von Kindern" durch die Statistik aufs Neue bestätigt.

Die Täter nach Geschlecht / Alter unterteilt:

[alle Werte errechenen sich nur aus den ausgewählten Schlüssel der PKS! siehe oben]
KinderJugendErwachsenan 100%Minderj
nur innerhalb
Gruppe männl
3,3%10,2%86,6%83,3%13,4%
nur innerhalb
Gruppe weibl
3,8%13,3%83,0%16,7%17,0%
beide Gruppen
an 100%
3,3%10,7%86,0%14,0%
Zeile 1 & 2 = % Verteilung innerhalb der Altergruppen je Geschlecht
Zeile 3 = % Verteilung in Altergruppen - nach GesamtZahlen

Erwartungsgemäß liegt der GesamtAnteil der männlichen Täter mit 83,3% weit über dem Anteil der weiblichen Täter. Leider muss man hier aber feststellen, dass es an der Gesamtanzahl der Täter mit einem Anteil von 16,7% an weiblichen Erwachsenen und 17,0% Minderjähriger innerhalb der Gruppe weibliche Täter - eine hohe Anzahl von Täterinnen gibt.



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Absatz öffnenDie männlichen Täter


[alle Werte errechenen sich nur aus den ausgewählten Schlüssel der PKS! siehe oben]
KinderJugendErwachsegesamtMinderj
Zahlen18.79158.845499.739577.37083.849
Prozent3,3%10,2%86,6%13,4%

Die Gesamtanzahl der männlichen Täter ist um 9.875 im Jahr 2011 gesunken. Den größten Rückgang haben wir bei den Jugendlichen mit 5.520 Tätern zu verzeichnen. Zu diesem Ergebnis kommen wir, obwohl in dieser Statistik schwere Gewalttaten wie Mord, Körperverletzung und Freiheitsberaubung mit einbezogen sind.

Die Täter / Opfer Beziehung nur männliche Täter

[alle Werte errechenen sich nur aus den ausgewählten Schlüssel der PKS! siehe oben]
Ver
wandt
Be
kannt
flücht
Vorbe.
keine
Vorbe.
Lands
mann
unge
klärt
39,8%60,2%gesamt
47.78499.62470.533248.5555.00275.554547.052
8,7%18,2%12,9%45,4%0,9% 13,8%

Am auffälligsten ist, dass Zahlen der Täter aus der Verwandschaft um 547 und die Täter, die keinerlei Vorbeziehung zu dem Opfer hatten, sogar um 3.653 angestiegen sind. Dafür sind allerdings die Täter aus dem Bekanntenkreis hingegen um 3.217 und die aus einer flüchtigen Vorbeziehung um 1.956 im Jahr 2011 gesunken. Hier ergibt sich - aufgrund der eingerechneten StraftatBestände der 'Gewaltverbrechen' - ein völlig anderes Bild, als bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung allein. Während bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung nach wie vor über die Hälfte der Täter aus der Verwandt- Bekanntschaft stammen, kommen wir hier 'nur' auf 39,8% der Täter.



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Absatz öffnenDie weiblichen Täter


[alle Werte errechenen sich nur aus den ausgewählten Schlüssel der PKS! siehe oben]
KinderJugendErwachsegesamtMinderj
Zahlen4.33215.30795.718115.35719.639
Prozent3,8%13,3%83,0%17,0%

Weibliche Täter sind in allen AltersGruppen anzutreffen. Der Anteil der minderjährigen weiblichen Täter ist mit 17,0% erschreckend hoch, aber immerhin im Vergleich zum Vorjahr um 1.212 gesunken. Leider ist die Anzahl der weiblichen Täter im ErwachsenenAlter im Gegenzug um 2.785 angesteigen, so das die Summe der weiblichen Täter doch um 1.522 angestiegen ist.

Die Täter / Opfer Beziehung nur weibliche Täter

[alle Werte errechenen sich nur aus den ausgewählten Schlüssel der PKS! siehe oben]
Ver
wandt
Be
kannt
flücht
Vorbe.
keine
Vorbe.
Lands
mann
unge
klärt
64,9%35,1%gesamt
141.33576.19036.453105.6651.48630.111391.240
36,1%19,5%9,3%27,0%0,4%7,7%

Die weiblichen Täter stammen zu 55,6% alleine aus dem Kreis der Verwandten und Bekannten! Dies bedeutet zwar einen Rückgang um 2,2% zum Vorjahr, aber leider gehört zu dieser Meldung auch, dass die Zahl der Täterinnen innerhalb der Verwandtschaft deutlich um 3.134 gestiegen ist, während die Zahlen der Täterinnen im Bekanntenkreis immerhin um 6.621 im Vergleich zum Vorjahr rückläufig sind. Insgesamt finden wir eine Verschiebung um Minus 3.277 von dem "der Opfer bekannten Täterinnen" hin zu "dem Opfer vorher unbekannten Täterinnen", die ein deutliches Plus von 12.272 Personen aufweisen.

Anmerkung:
Hier gibt es mehr zu dem Thema Frauen als Täter
Auf dieser Seite wird am Beispiel sexueller Missbrauch aufgezeigt: wie, warum und wann Frauen zu Tätern werden, und wer ihre Opfer sind.



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Absatz öffnenDie Opfer


Absatz öffnenDie Opfer allgemein


Kommen wir zu den wirklich wichtigenen Auswertungen, nämlich den der OpferZahlen. Um einen Überblick über die Verteilung der Opfer in den AltersStufen zu bekommen, werfen wir zuerst einen Blick auf die GesamtZahlen.

[alle Werte errechenen sich nur aus den ausgewählten Schlüssel der PKS! siehe oben]
Kinder Jugendl ErwachsegesamtMinderj
Zahlen70.27692.089763.010925.375162.365
Prozent7,6%10,0%82,5%17,5%

Wenn man die prozentuale Anteile innerhalb der Gruppe Minderjährige - auf die unser Augenmerk liegt - auswertet, dann kommen die Kinder mit einem Anteil von 70.276 Opfern auf 'stolze' 43,3%, was einen Anstieg um 1,1% zum Vorjahr ausmacht.

Die Opfer / Täter Beziehung zueinander

[alle Werte errechenen sich nur aus den ausgewählten Schlüssel der PKS! siehe oben]
Ver
wandt
Be
kannt
flüch
Vorbe.
keine
Vorbe
Lands
mann
unge
klärt
50,3%49,7%gesamt
189.119175.814106.986354.2206.488105.665938.292
20,2%18,7%11,4%37,8%0,7% 11,3%

Wie für Fachleute wohl nicht anders erwartet fällt die Beziehung zwischen Opfer und Täter nicht überraschend aus. Mit 50,3% waren die Täter dem Opfer zumindest flüchtig bekannt. Die Anzahl der Täter die direkt aus der Verwandschaft des Opfers stammen ist im Vergleich zum Vorjahr um 3.681 gestiegen! Obwohl die Anzahl der Täter die aus der Bekanntschaft des Opfer stammen im Vergleich zum Vorjahr um 9.838 gesunken ist, sind insgesamt aber 6.226 mehr Opfer zu verzeichnen.

Die Opfer nach Geschlecht / Alter unterteilt:

[alle Werte errechenen sich nur aus den ausgewählten Schlüssel der PKS! siehe oben]
KinderJugendErwachsenan 100%Minderj
nur innerhalb
Gruppe männl
4,2%5,9%48,9%59,0%10,1%
nur innerhalb
Gruppe weibl
3,4%4,1%33,5%41,0%7,5%
beide Gruppen
an 100%
8,3%9,9%81,8%18,2%
Zeile 1 & 2 = % Verteilung innerhalb der Altergruppen je Geschlecht
Zeile 3 = % Verteilung in Altergruppen - nach GesamtZahlen

Die Überraschung in dieser Auswertung liegt darin, dass mit 59,0% an der GesamtOpferzahl der Anteil der männlichen Opfer weit über dem Anteil der weiblichen Opfer liegt. Bei Mord und Totschlag, Raub und insbesondere bei gefährlicher und schwerer Körperverletzung überwiegen die männlichen Opferzahlen, denn Männer sind - mit Ausnahme von Sexualstraftaten - als Opfer bei allen anderen Delikten in der Überzahl. Leider muss man auch hier wieder wieder feststellen, dass es - mit 18,2% - eine hohe Anzahl von Opfern unter den Minderjährigen gibt.



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Absatz öffnenDie männlichen Opfer


[alle Werte errechenen sich nur aus den ausgewählten Schlüssel der PKS! siehe oben]
Kinder Jugendl ErwachsegesamtMinderj
Zahlen38.82954.564452.546546.31593.393
Prozent7,1%10,0%82,9%17,1%

Insgesamt gab es einen nur einen Rückgang um 3.736 Opfer, da der Anteril der Erwachsenen als Opfer um 3052 angestiegen ist. Erfreulich ist, dass der Anteil an Kindern um 1.991 und der an Jugendlichen sogar um 4.797 Opfer rückläufig ist. Somit liegt der Anteil der männlichen minderjährigen Opfer mit 17,1% nicht ganz so hoch, wie erwartet. Zu diesem Ergebnis kommen wir, obwohl in dieser Statistik [schwere] Körperverletzung, die auch heute noch als 'gültiges Erziehungsmittel' eingesetzt wird, mit einbezogen ist.

Die Opfer / Täter Beziehung nur männliche Opfer

[alle Werte errechenen sich nur aus den ausgewählten Schlüssel der PKS! siehe oben]
Ver
wandt
Be
kannt
flücht
Vorbe.
keine
Vorbe.
Lands
mann
unge
klärt
40,5%59,5%gesamt
47.237102.84172.489244.9024.73277.620549.821
8,6%18,7%13,2%44,5%0,9% 14,1%

Die Fälle in dem der Täter aus der Verwandtschaft stammt ist im Vergleich zum Vorjahr um 547 angesteigen. Insgesamt sind aber die dem Opfer vorher bekannten Täter um 4.626 gesunken, so dass wir ingesamt auf einen Rückgang um 2.769 Opfer im Vergleich zum Vorjahr haben. Aber auch hier ergibt sich - aufgrund der eingerechneten StraftatBestände der 'Gewaltverbrechen' - ein völlig anderes Bild, als bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung allein. Während bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung nach wie vor über die Hälfte der Täter dem Opfer vorher bekannt waren, kommen wir hier 'nur' auf 39,8%.



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Absatz öffnenDie weiblichen Opfer


[alle Werte errechenen sich nur aus den ausgewählten Schlüssel der PKS! siehe oben]
Kinder Jugendl ErwachsegesamtMinderj
Zahlen31.44737.525310.088379.06068.972
Prozent8,3%9,9%81,8%18,2%

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der minderjährigen Opfer leicht [194] erhöht, während die Opferzahl der Erwachsenen um 2.335 gesunken ist. Die Verteilung der weiblichen Opfer innerhalb der Altergruppen ist mit der von den männlichen Opfern fast identisch!

Die Opfer / Täter Beziehung nur weibliche Opfer

[alle Werte errechenen sich nur aus den ausgewählten Schlüssel der PKS! siehe oben]
Ver
wandt
Be
kannt
flücht
Vorbe.
keine
Vorbe.
Lands
mann
unge
klärt
64,9%35,1%gesamt
141.33576.19036.453105.6651.48630.111391.240
36,1%19,5%9,3%27,0%0,4%7,7%

Die Anzahl der Täter die aus der Verwandschaft stammen ist um 3.134 Opfer angesteigen, während im Gegenzug die Anzahl der Täter aus der Bekanntschaft um 6.621 gesunken ist. Ein rasanter Anstieg von 13.799 Opfer ist bei den Tätern zu finden, zu denen keinerlei Vorbeziehung bestanden hat. Insgesamt ist die Anzahl der weiblichen Opfer um 8.995 Opfer angesteigen. Bei den weiblichen Opfern haben wir es bei 55,6% allein mit Opfern aus der Verwandtschaft und Bekanntschaft zu tun. Ein Zeichen dafür, dass das weibliche Geschlecht häufig durch BeziehungsTaten betroffen ist.



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Absatz öffnenDetails zu:
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung


100000 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung
47.078 Fälle, 28.564 Opfer, 33.556 Täter [17,7% Ausländer]
darunter:

  1. 110000 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung unter Gewaltanwendung / Ausnutzen eines AbhängigkeitsVerhältnisses §§ 174,174a,174b,174c,177,178 StGB
    14.012 Fälle, 14.282 Opfer, 11.830 Täter [25,7% Ausländer]
  2. darunter:
    1. 111000 Vergewaltigung / sexuelle Nötigung §§ 177 Abs.2,3,4, 178 StGB
      7.539 Fälle, 7.609 Opfer, 6.484 Täter [28,2% Ausländer]
    2. 112000 sonstige sexuelle Nötigung § 177 Abs. 1 und 5 StGB
      5.797 Fälle, 5.970 Opfer, 4.741 Täter [24,4% Ausländer]
    3. 113000 Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen pp., unter Ausnutzung einer Amtsstellung oder eines VertrauensVerhältniss §§ 174, 174a-c StGB
      676 Fälle, 703 Opfer, 605 Täter [8,8% Ausländer]

  3. 130000 Sexueller Missbrauch §§ 176,176a,176b,179,182,183,183a StGB
    22.342 Fälle, 26.621 Opfer, 14.645 Täter [13,8% Ausländer]
  4. darunter:
    1. 131000 Sexueller Missbrauch von Kindern §§ 176, 176a, 176b StGB
      12.444 Fälle, 14.918 Opfer, 9.485 Täter [11,7% Ausländer]
    2. darunter:
      1. 131100 Sexuelle Handlungen gemäß § 176 Abs. 1 und 2 StGB
        5.729 Fälle, 6.409 Opfer, 4.934 Täter [12,2% Ausländer]
      2. 131200 Exhibitionistische/sexuelle Handlungen vor Kindern § 176 Abs. 4 Nr. 1 StGB
        2.063 Fälle, 3.261 Opfer, 973 Täter [13,8% Ausländer]
      3. 131300 Sexuelle Handlungen gemäß § 176 Abs. 4 Nr. 2 StGB
        711 Fälle, 806 Opfer, 560 Täter [11,4% Ausländer]
      4. 131400 Einwirken auf Kinder gemäß § 176 Abs. 4 Nr. 3 und 4 StGB
        934 Fälle, 1.134 Opfer, 652 Täter [8,4% Ausländer]
      5. 131500 Vollzug des Beischlafs mit einem Kind oder Vornahme einer ähnlichen sexuellen Handlung nach § 176a Abs. 2 Nr. 1 StGB
        1.134 Fälle, 1.218 Opfer, 1.013 Täter [10,6% Ausländer]
      6. 131600 Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern zur Herstellung und Verbreitung pornographischer Schriften § 176a Abs. 3 StGB
        100 Fälle, 112 Opfer, 87 Täter [8,0% Ausländer]
      7. 131700 Sonstiger schwerer sexueller Missbrauch von Kindern gemäß § 176a StGB
        1.588 Fälle, 1.769 Opfer, 1.521 Täter [9,4% Ausländer]
      8. 131800 Sexueller Missbrauch von Kindern mit Todesfolge § 176b StGB
        0 Fälle, 0 Opfer, 0 Täter [0% Ausländer]
    3. 132000 Exhibitionistische Handlungen und Erregung öffentlichen Ärgernisses §§ 183, 183a StGB !
      7.525 Fälle, 9.239 Opfer, 3.337 Täter [18,6% Ausländer]
      [132000 wird als weniger schwere Tat keine weitere Beachtung finden]
    4. 133000 Sexueller Missbrauch von Jugendlichen § 182 StGB
      1.014 Fälle, 1.077 Opfer, 865 Täter [8,0% Ausländer]
    5. 134000 Sexueller Missbrauch Widerstandsunfähiger § 179 StGB
      1.359 Fälle, 1.387 Opfer, 1.286 Täter [18,2% Ausländer]

  5. 140000 Ausnutzen sexueller Neigung gemäß §§ 180, 180a, 181a, 184, 184a, 184b, 184c, 184d, 184e, 184f StGB
    Anmerkung: ohne 143000 + folgende gerechnet, da hier keine Opfer ermittelt werden können!
    Auszug: 440 Fälle, 468 Opfer, 468 Täter [42,5% Ausländer]
  6. darunter:
    1. 141000 Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger oder Ausbeuten von Prostituierten §§ 180, 180a StGB
      202 Fälle, 215 Opfer, 211 Täter [28,4% Ausländer]
    2. 142000 Zuhälterei gemäß § 181a StGB
      238 Fälle, 253 Opfer, 257 Täter [54,1% Ausländer]



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Die detalierte Aufstellung, die sich hauptsächlich mit dem sexuellen Missbrauch von Kindern auseinandersetzt ist hier zu finden

Es wird darin explizit auf Opfer, Täter und die opfer_/TäterBeziehung [mit den Zahlen für das Jahr 2011 der polizeilichen KriminalStatistik] eingegangen.


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