Willkommen, es ist der 23.02.2012, 08.56 Uhr | Stand der Seite: 09.12.2011, 15.30 Uhr | zum Text
Nein, dies ist noch kein Buch.
Bisher hat es nur zu einer Manuskripte Sammlung gereicht, da ich immer noch nicht den nötigen Abstand zu den Geschehnissen gewonnen habe.
Um mir selber einen besseren überblick zu verschaffen, habe ich meine Texte in drei Kapitel unterteilt.
Worum es geht?
Nun, da ich selber im Erklären nicht so gut bin, habe ich einen Freund* gebeten eine Art Rezension der Texte vorzunehmen.
Danke an:
Knut Andresen, Sozialpädagoge -
Dieser Band zeichnet, mit bisher nie dagewesener schonungsloser Offenheit, den Weg eines Kindes im Alter von zweieinhalb bis zwölfeinhalb Jahren nach.
Sie werden Zeuge, wie durch die brutale physische und psychische Gewalt der Pflegeeltern, die psychische Zerstörung des Kindes seinen Lauf nimmt.
Das Kind versucht diese Lebensumstände durch Suizid, kriminelle Handlungen und die Erschaffung eines imaginären 'Freundes' zu bewältigen.
Durch die Ausgrenzung des Kindes, innerhalb der für ihn gesellschaftlich relevanten Gruppen wie Schule, Nachbarn und die gleichaltrigen Kinder der Siedlung, schließt sich das Kind mit Hilfe seines älteren 'Bruders' einer 'Klicke', die aus wesentlich älteren Kindern und Jugendlichen besteht, an.
Im Alter von circa zehn Jahren hat das Kind, durch die Misshandlungen und der Zugehörigkeit zu dieser 'Klicke', eine moralische und gesellschaftliche Außenseiterrolle für sich ausgebildet und akzeptiert.
Ab diesem Zeitpunkt bildete sich, durch die Vorbildrollen der älteren Jungen aus der 'Klicke', auch eine - für sein Alter - überzogene sexuelle Neugierde aus.
Der Versuch des Kindes sich selbst ein 'Bild' über die erzählten Sex-Phantasien der älteren Jungen zu machen, leitet die sexuelle Ausbeutung des Kindes durch die ältere Tochter der Pflegeeltern ein.
Durch das inzwischen psychisch schwer geschädigte Kind werden die sexuellen übergriffe der 'Schwester' als Liebe und Zuneigung fehlinterpretiert, und als ideale Möglichkeit der psychischen Belastung zu entkommen angesehen.
Um sich diese 'Liebe und Zuneigung' der Schwester zu sichern, versucht das Kind, durch Zuhilfenahme von 'einschlägiger' Literatur und Erzählungen der älteren Jungen der 'Klicke', zu einem 'guten Sexualpartner' für seine Schwester zu werden.
Unbewusst wird, als Schutzmechanismus vor seiner eigenen Hilfs- und Schutzlosigkeit, von dem Kind die Rolle des Täters an/übernommen.
In seiner eigenen Unzulänglichkeit entwickelt das Kind für sich ein 'Belohnungssystem', das ihn dazu antreibt jegliche Hemmungen und bisher gekannte 'Eckelgrenzen' zu überschreiten.
ElternMord lesen
Anmerkung zu ElternMord:
Da das Kind hier - mit seinen eigenen Worten - seine eigene Erinnerungen aufgeschrieben hat, sind viele Seiten streckenweise von einer derben und vulgären Sprache geprägt.
Einige Teile seiner Niederschrift, besonders die Kapitel, die mit der großen 'Schwester' zusammen hängen, tragen - aus Sicht 'normaler' Menschen - anstößige Züge.
Sie sind besonders durch die detailgetreue Wiedergabe von sexuellen Handlungen geprägt, und lassen selbst einen Laien die schwere psychotische Störung des Kindes erkennen.
Die provozirende Art des Kindes, seine 'Geschichte' niederzuschreiben, ist - zugegebener Massen - nicht jedermanns Sache.
Wer allerdings selber schon einmal versucht hat, traumatisierende Erlebnisse zu 'Papier' zu bringen, oder auf eine andere Weise aufzuarbeiten, der weiss auch das man dann in den 'Strudel' der Ereignisse wieder reingezogen wird, und das der Betroffene 'DAS' alles noch einmal wieder durchlebt.
Die völlig hemmungslose Offenheit und provokante Präsentierung der Details seiner 'Bettgeschichten', sollte von dem Leser als ein unbeholfener Versuch des Kindes, sich vor der Erkenntniss von seiner geliebten Schwester sexuell ausgebeutet und missbraucht geworden zu sein, zu schützen - verstanden werden.
Selten wird der Leser wohl jemals wieder die Möglichkeit bekommen mitzuerleben, wie intensiv die 'Flashbacks' bei der Niederschrift von traumatischen Erlebnissen sein können.
Die 'Geschichten' sind so lebendig geschrieben, als wären sie erst vor wenigen Tagen passiert.
Unter anderem hat dies mit zu dem Entschluss geführt die 'Geschichten' ungekürzt und im Original zu veröffentlichen.
Besonders fazinierend ist es, die 'kalte selbstbeobachtende' Eigenbeurteilung des Kindes in den Geschichten zu erleben.
Ein Standpunkt der nicht häufig bei der Aufarbeitung von 'Erlebtem' eingenommen wird.
Dem Kind scheint es hier wirklich um schonunglose harte aber faire Aufarbeitung zu gehen.
Selten verliert sich das Kind in die 'ich kann doch für gar nichts dafür' Haltung - was für sein Krankheitsbild eigendlich typisch wäre!
Es wäre sicherlich ein leichtes gewesen, mit den heutigen technischen Möglichkeiten, die 'störenden' Ausdrücke durch akademisch korrekte Worte zu ersetzten, und die entsprechenden Blöcke der zu intensiv beschriebenen sexuellen Handlungen komplett aus den Seiten zu löschen.
Jedoch würde dann die Autenzität des Kindes dabei völlig verloren gehen.
Wenn man die Kapitel 'nüchtern' und ohne Vorurteile durcharbeitet, kann man sehr deutlich den Zwiespalt, in dem sich das Kind befindet, miterleben.
Trotz der moralisch und gesellschaftlichen Sonderstellung, ist sich das Kind duchaus bewusst das es 'falsch' ist was seine Schwester mit ihm macht.
Aber andererseits ist es für das Kind die einzigste Möglichkeit so etwas wie 'Liebe und Geborgenheit' in seinem Leben zu erfahren.
Zu diesem Zeitpunkt kann das Kind noch nicht wissen, was für katastrophale Auswirkungen die sexuelle Konditionierung durch seine Schwester für ihn in seinem Leben einmal haben wird.
Ein weiterer und sicherlich auch der wichtigste Grund dafür nichts an den Geschichten zu ändern ist, dass sonst jegliches Verständniss für die Zusammenhänge der folgenden Kapitel und Bände verlorengegangen wäre.
Leider schrecken viele Leser ab einem gewissen Punkt davor zurück sich weiter mit der Lebensgeschichte des Kindes zu befassen.
Um also einen Kompromiss zwischen dem Schreibstil des Kindes und der Erwartungshaltung des Lesers zu finden, wurden die Teile, die als anstößige oder vulgäre empfunden wurden, aus dem 'normalen' Lesemodus heraus genommen.
gez.: AlterMann
ElternMord lesen
ErinnerungenWie es möglich ist, sich nach so langer Zeit - so genau zu erinnern... Der Ausdruck autobiographisches Gedächtnis bezeichnet in der Psychologie das Speichern von Episoden mit großer Bedeutung für das Individuum. Sie werden dauerhaft behalten und bilden einen Kontext für Inhalte des episodischen Gedächtnisses. Das autobiographische und das episodische Gedächtnis haben gewisse Schnittmengen, aber das episodische Gedächtnis speichert eher kurz zurückliegende, unwichtige Episoden, die vergessen oder zu semantischem Wissen werden. Besonders wichtig ist das autobiographische Gedächtnis zum Bilden einer eigenen Identität. Mit der Untersuchung des autobiographischen Gedächtnisses befasst sich die Alltagsgedächtnisforschung. Das autobiographische Gedächtnis enthält in aller Regel keine Erinnerungen an die ersten drei Lebensjahre. Dieses Phänomen wird als infantile Amnesie bezeichnet. Als "Reminiscence Bump" [Erinnerungshügel] wird dagegen das Phänomen bezeichnet, dass ältere Menschen sich an viele Episoden ihres Lebens aus der Zeit zwischen 10 und 30 Jahren erinnern können - besonders aus der Zeit zwischen 15 und 25 Jahren. Das Phänomen tritt nicht nur im Durchschnitt auf, sondern auch bei der Betrachtung einzelner Personen, das heißt jeder Menschen hat aus dieser Phase die meisten Erinnerungen. Die Gründe für diesen "Erinnerungshügel" liegen darin begründet, dass sich in dieser Zeit die Identität entwickelt. Dadurch kommt es zu vielen neuen Erfahrung. Dadurch, dass sie neu sind, können sie leichter von anderen Episoden abgegrenzt werden [keine proaktive Interferenz] und werden gut enkodiert. Außerdem stabilisiert sich die Identität in diesem Alter. Das hat zur Folge, dass Erfahrungen aus dieser Zeit Modelle für die Zukunft und die Grundlage für kognitive Struktur bieten. Somit bewirken Neuheit und die Stabilität, dass an diese Zeit die meisten Erinnerungen bestehen. Einige Theorien geht davon aus, dass die Information im autobiographischen Gedächtnis in drei verschiedenen Spezifitätsebenen gespeichert werden kann.
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