Informationen über sexuellen Missbrauch & Misshandlung
     

Share on Facebook

Inzest
Thema: sexueller Missbrauch

 aus dem Kapitel » Inzest «


Vorwort:
Das Inzest-Verbot ist in Paragraf 173 des Strafgesetzbuchs festgeschrieben. Im Jahr 1973 wurde der Paragraf grundlegend überarbeitet, seit 1976 ist er in der heutigen Fassung gültig.
Bestraft werden danach leibliche Verwandte und leibliche Geschwister, "die miteinander den Beischlaf vollziehen".

Wer mit "einem leiblichen Abkömmling" (also einem eigenen Kind) schläft, kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft werden; Sex zwischen Geschwistern oder mit "Verwandten aufsteigender Linie" (also etwa zwischen Großeltern und Enkeln) ist mit einer Geldstrafe oder bis zu zwei Jahren Haft bedroht. Es kommt auf die leibliche Verwandtschaft an - der Verkehr mit adoptierten Kindern oder Stiefgeschwistern wird von Paragraf 173 nicht erfasst.
Minderjährige bleiben straffrei.



Inzest, der sexuelle Missbrauch in der Familie,


dürfte bei dem sexuellen Missbrauch von Kindern eines der Verbrechen mit der höchsten Dunkelziffer sein, denn viele InzestOpfer tauchen niemals in einer Statistik auf. Es gibt aber Anhaltspunkte für die Zahlen von Opfern von Inzest:
Jedes Jahr werden rund 15.000 Kinder sexuell missbraucht [Zahlen BKA] In rund drei Viertel der Fälle findet der Missbrauch in der Familie statt.
[zur Statistik: Sexueller Missbrauch von Kindern §§176, 176a, 176b StGB ]




Das Tabu des Inzest richtet sich:


nach der verwandtschaftlichen Nähe. Jedoch unterscheidet es sich von Kultur zu Kultur, wer als nah gilt. Studien belegen, dass der GeschwisterInzest fünfmal häufiger ist, als der VaterTochter Inzest. In den Familien, Schulen und der Öffentlichkeit wird die Problematik des Inzest allerdings meist tabuisiert und sogar geleugnet.

Inzest findet häufig in Elternhäusern
mit schlechter Vorbildfunktion statt!


- Alkoholmissbrauch,
- häusliche Gewalt,
- instabilen FamilienStrukturen
sind der ideale Närboden für Inzest.

Inzest findet häufig bei:
- ungleicher MachtVerteilung zwischen männlichen / weiblichen Angehörigen,
- physischer, emotionaler Abwesenheit / UnErreichbarkeit der Eltern,
- hoher Geschwisterzahl,
- überdurchschnittlich sexualisiertes / prüdes FamilienMilieu,
[Untersuchungen zur Folge] statt.

Häufig sind die Täter zuvor selber physisch oder psychisch zum Opfer gemacht worden.

Grundsätzlich neigen Jungen dazu, ihre traumatischen Erfahrungen in Form von gewalttätigen Übergriffen auszuagieren, und ihre eigene MissbrauchsProblematik zu re-inszenieren. Im Gegensatz zu Jungen reagieren Mädchen [zum Großteil] mit zurückziehenden VerhaltensWeisen auf Traumata, und richten ihre Aggressionen gegen sich selbst.

Traumafolgen wirken:
- geschlechtsunspezifisch
- meist lebenslang,
und führen unter anderem zu:
- gestörter BeziehungsFähigkeit
- negativem SelbstKonzept
- Auffälligkeiten im SexualVerhalten
- Flashbacks
- EssStörungen
- SuizidGedanken

Inzest wird als der Bruch eines instinktiven Tabus angesehen, wobei er immer etwas mit nicht intakten sozialen Verhältnissen oder mit pathologischen Persönlichkeiten zu tun hat.

Generell gilt aber bei engeren Verwandten ein instinktives InzestTabu, wobei auch in manchen Kulturen die Jungfräulichkeit als materieller Wert einen Tabubruch verhindert.


Anmerkung:
Nach Ansicht von VerhaltensBiologen hat dieses Tabu evolutions-biologisch einen tieferen Sinn. Bei Vater / Tochter oder bei GeschwisterEhen ergibt sich [wegen der unausweichlichen reKombination gleicher Gene] bei den Nachkommen eine hohe Rate an PrimärAusfällen[TotGeburten, schwere MissBildungen]. Rein biologisch gesehen, ist die absolute InzestVermeidung aber nicht idealer als der absolute Inzest.

Optimal lebenstauglich sind nach Studien die Nachkommen bei Verbindungen von Vettern zweiten und dritten Grades, denn diese zeichnen sich durch eine hohe Vitalität aus. Inzucht in der Natur bewahrt nämlich auch bewährte Gene, die Fruchtbarkeit ist daher meist hoch. Die durchgängige Verbindung nicht verwandter Individuen bringt oft Gene zusammen, die einander allzu unähnlich sind, was für den Nachwuchs negative Folgen haben kann.



weiter mit: Doktorspiele
Zurück: ins Hauptmenü



SeitenAnfang Ich hoffe diese Infos haben Dir geholfen, und Du empfiehlst uns weiter


Home