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Alle Namen von den Personen die auf den weitern Seiten vorkommen sind frei erfunden Jegliche Ähnlichkeiten mit noch lebenden Personen wären rein zufällig! Dies machen wir unfreiwillig und einzig aus rechtlichen Gründen. Aber alle geschilderten Begebenheiten haben so und nicht anderes stattgefunden.



Ich [Innenansichten] I

Text zum Thema Innenwelt, SeelenLeben


Vorwort:
Schizoide Schübe – ausgelöst durch Gewalt oder Missbrauch, brachten immer 'meinen Freund' auf den Plan. Seit dem Vorfall mit meinem ersten Zeugnis in Glückstadt ging das so, und jedes mal, wenn es wieder passierte, sank die Schwelle für diesen Übergang. Kalt, gefühllos und brutal, keinerlei Hemmungen und Grenzen kennend - ganz genau das Gegenteil von mir. Dies halte ich auch nur für erwähnenswert, da es mit Sicherheit den einen oder anderen Leser geben wird, der nicht den Band I 'ElternMord' gelesen hat, und damit die Zusammenhänge und das Verhalten des Kindes ansonsten nicht verstehen kann.



Fortsetzung von Kapitel: Der Heimleiter

Der nächste Zusammenstoß mit Horst Hasser kam, als er irgend ein Scheiß in seiner Wohnung verbummelt hatte, und mir unterstellte das ich es geklaut hätte.

"Ich werde schon die Wahrheit aus dir rausprügeln", sein Kommentar, und schon ging es wieder los. Danach dann Hausverbot in seiner Hütte, und das Verbot weiterhin mit seinem Sohn Michael befreundet zu sein.

Nun denn, mich gab es danach nicht mehr.
'Mein Freund' übernahm mal wieder die Führung. 'ICH' war wieder verschwunden. Das hatte Horst Hasser mit den Prügeln und Verboten immerhin erreicht.

Diese Wut, dieser grenzenlose Hass, diese 'böse Welt und die Ausweglosigkeit daraus', die waren jetzt wieder da. Mein Wahn hatte wieder die Kontrolle über mich übernommen.

Ich hatte es die ganze Zeit davor gar nicht nötig und auch keinen Bock darauf gehabt, wegzulaufen oder mich außerhalb der Normen zu bewegen. Ich hätte in Ruhe 'alt und gesund [?]' werden können – vor diesem Tag. Aber jetzt war es wieder passiert. 'Mein Freund' nutzte wieder die Zeit und seine Möglichkeiten.

'WIR' hatten ja auch wieder einen mächtigen Feind.
Ich hatte mich ja wirklich bemüht, war immer brav und pünktlich in der Schule eingetroffen, obwohl es da die Hölle für mich war, hatte keine Termine beim Psycho-Kasper ausgelassen, war im Gruppenleben eingegliedert und unauffällig. Aber jetzt? Ich wollte Rolfie nicht noch mehr Kummer machen, als er ohnehin schon mit mir hatte – denn das hatte er in meinen Augen nicht verdient. Rolfie würde auch nichts merken. Ich lernte seine Unterschrift zu fälschen – für die Schule, wegen der Fehlzeiten die jetzt kommen würden.

Es bemerkte keiner was in und mit mir vorging.
Eine Eigenart von Leuten 'unseres Schlages'. Nach außen sah alles ruhig und normal aus, und auf die Augen achtete nie einer. Selbst der Psycho-Kasper bemerkte nichts, aber der war sowieso schon immer zu sehr in die Theorie und sich selbst verliebt.

Mit Geld kann man kaufen – jung oder alt, groß oder klein jeder war käuflich hier.
Also, Geld musste her. Es lag ja auf der Straße – am Hauptbahnhof in Hamburg. Zeit war genug da, von sieben Uhr morgens bis mittags dreizehn Uhr. Die S-Bahn fuhr alle halbe Stunde. Für ein paar Mark reicht das schon mal aus. War ja ein schnelles Geschäft.

Matthias war der Erste aus meinem Zimmer, der auf meine Tricks hereinfiel und auch selber gerne so viel Geld haben wollte. Ich lernte ihn an, zeigte ihm viele Tricks und Möglichkeiten. Durch meine Schuld verlor er seine 'Unschuld'*.

An meinem Körper durfte er das Verwöhnen von Männern üben.
So lernte er von mir, wie ich seinerzeit von Ute, dass Sex nur ein Geschäft ist. Und das man es einfach rein mechanisch angehen musste. Das es halt nichts mit Gefühlen zu tun hat! Später kam noch Karl dazu. Den Schwulen am Hauptbahnhof gab ich den Tipp, dass man auch beim Heim vorbeikommen könnte. Es wären auch noch andere Jungs da, die auch gerne 'ne Mark machen würden. Treffen am See, immer Dienstag und Donnerstag zwischen drei und fünf Uhr nachmittags in der Woche.

Nein, ich wollte kein Geld von den beiden abhaben. Darum ging es doch gar nicht.
Ich war doch kein Zuhälter.

Das Heim sollte in Verruf geraten, Horst Hassers Ansehen sollte geschädigt werden.
Das war der einzige Grund für diese Episode. Für diesen Plan 'opferte' ich diese beiden arme Schweine und machte sie - wie mich - zu Nutten. Wenn alles 'rund lief', und die Routine eingekehrt wäre, dann hätte ich die Bombe platzen lassen. Dann wären 'rein zufällig' die Bullen am See aufgetaucht, und hätten uns mitsamt den Schwulen eingepackt. Das hätte ein Aufschrei in der Gesellschaft gegeben, und Horst Hasser, als verantwortlicher Heimleiter, wäre politisch und gesellschaftlich tot gewesen!

So also der verrückte Plan von 'meinem Freund'.

Ich muss jetzt viele Leute kennen lernen, für schlechte Zeiten. Das ist extrem wichtig. Wenn es hart auf hart kommt, weil irgendetwas an dem Plan schief geht, brauchte ich einen Unterschlupf – und Geld. Also, Geld und Adressen ranschaffen und sammeln.

Wir hatten Zeit!
Es lief gut an und ohne Probleme.

Das war also das, was 'mein Freund' und ich so in der nächsten Zeit trieben!


Anmerkung:
Jawohl, ich gestehe es mir selber ein, ich missbrauchte Matthias damals oral und anal. Nicht oft – ein paar Mal und 'nur' zu Unterrichtszwecken, mit seinem Einverständnis. Aber - was es so schlimm für mich macht es mir einzugestehen - es geschah ohne Lust oder Geilheit aus reiner Berechnung. Wenn ich wenigstens schwul gewesen wäre, könnte ich mich heute auf 'Liebe' und so ein Scheiß rausreden. Aber so... wie konnte ich nur so verkommen?

Das ich dadurch selber zum Täter wurde, das begriff ich erst Jahre später.
Ich war einfach blind geworden, für das Leiden anderer Menschen.




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