Informationen über sexuellen Missbrauch & Misshandlung
     

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Geschwister Beziehungen & Sexualität
Thema: sexueller Missbrauch

 aus dem Kapitel » Inzest «

Geschwister haben im Lebenskontext jedes Menschen eine besondere Bedeutung.

Die GeschwisterBeziehung ist meist: die am längsten währende, unaufkündbare, bei annähernd sozialer Gleichheit menschliche Beziehung.

Anders, als ihren Eltern oder anderen Erwachsenen, begegnen sich Geschwister auf der gleichen Ebene. Die geschwisterliche Grunderfahrung lautet:

 Wir unterscheiden uns,
 aber fühlen uns einander verbunden. 


Die Bindung an die Geschwister spielt damit eine nicht zu unterschätzende Rolle für die frühe Entwicklung der Persönlichkeit.



Neben den leiblichen Kindern, werden auch:
- HalbGeschwister,
- StiefKinder,
- AdoptivKinder,
- PflegeKinder,
- Kinder aus PatchworkFamilien,
zu den Geschwistern gerechnet.

Sie alle haben einen erheblichen Einfluss auf die innerfamiliären BindungsBeziehungen und die PersönlichkeitsEntwicklung. Diese Geschwister wachsen in der gleichen Familie auf, teilen somit von Anfang an ihre LebensGeschichte.

GeschwisterBeziehungen sind:
- nicht statisch
- können sich nach und nach verändern.
Geschwister können:

- sich gegenseitig unterstützen,
- sich gegenseitig behindern,
- voneinander lernen,
- einander bei der Entwicklung zur Eigenständigkeit eine Hilfe sein.

Geschwister können sich aber auch gegenseitig gefährden!

Die Eltern wiederum prägen die Beziehungen ihrer Kinder untereinander wesentlich mit. Der Einfluss der Eltern begünstigt oder behindert die Beziehung der Geschwister.



Die sexuelle Entwicklung von Kindern:


Die Entwicklung der eigenen Sexualität ist ein:

- lebenslanger,
- individueller,
- geschlechtsspezifischer,
Prozess.

Mehrere Faktoren unterstützen Kinder normalerweise dabei:
- die positive Körpererfahrung mit Stillung der Bedürfnisse,
- die körperliche Zuwendung, Zärtlichkeit und Wärme von anderen,
- die Bewertung von Körperfunktionen durch ein Vorbild,
- die Beobachtung von anderen Beziehungen,
- Formen, wie Sexualität zum Ausdruck gebracht wird.

Kindliches Sexualverhalten kann:
autoerotisch oder in der Interaktion mit anderen erlebt werden.

Kinder verfügen unbestritten über ein angeborenes sexuelles Potential.

[z.B. Erektionen, Orgasmen]

Für Kinder haben aber:
- Körperteile,
- Handlungen,
- Situationen,
zunächst keine sexuelle Bedeutung.

Quellen:
Neben den Fachbüchern von Bange, Deegener, Fegert, Finkelhor, Elz usw. ist der FachArtikel von Regula Schwager [Psychologin, Psychotherapeutin] und Marie-Louise Pfister [Sozialpädagogin, Paar- und Familientherapeutin] sowie das Buch 'Sexueller Missbrauch, Misshandlung, Vernachlässigung' von Ulrich Tiber Egle besonders erwähnenswert.



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