Informationen über sexuellen Missbrauch & Misshandlung
     

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Fakten & Folgen
Thema: sexueller Missbrauch

 aus dem Kapitel » sexueller Missbrauch «

Vorwort:
Verschiedene ForscherInnen modifizieren das Konzept des wissentlichen Einverständnisses dahingehend, dass sie einen Altersunterschied zwischen Opfer und Täter als DefinitionsKriterium benutzen. Das problematische an diesem DefinitionsKriterium ist, dass sexuelle Gewalt unter Jugendlichen dabei nicht erfaßt wird.


maßgebliche Faktoren für sexuellen Missbrauch sind:


Sexueller Missbrauch ist immer:
eine Form von körperlicher und/oder seelischer Gewalt. Das heißt, die Kinder haben nicht die Möglichkeit, ihre Zustimmung oder Ablehnung anzubringen.

Zumeist in der Konstellation Mann/Frau
Sexueller Missbrauch ist zwar nicht unbedingt auf die Konstellation Mann/Mädchen festgelegt, in den meisten Fällen ist dies doch der Fall.

Täter sind [meistens] aus dem Nahbereich:
In den meisten Fällen stammt der Täter aus dem sozialen Nahbereich des Kindes und ist nicht - wie häufig angenommen wird - ein völlig Fremder.

Sexueller Missbrauch hat immer EntwicklungsHemmungen zur Folge:


vom sexuellem Missbrauch betroffene Kinder
werden sowohl körperlich als auch seelisch verletzt, wobei die seelischen Schäden nur schwer zu erkennen sind, und oft erst nach langer Zeit zum Tragen kommen.

der sexuelle Missbrauch dauert [oft] Jahre:
Sexueller Missbrauch findet in der Regel nicht als Einzeltat statt, sondern dauert teilweise über Jahre hinweg an.

Kinder spüren den Beginn des sexuellen Missbrauch:
Wo die Grenzen von lebensnotwendiger körperlicher Zärtlichkeit zu sexuellem Missbrauch liegen, ist von einem Außenstehenden manchmal schwer zu klären. Fast immer aber, spüren die Kinder selbst jedoch genau, wo eine Ausbeutung ihres Körpers anfängt.

sexueller Missbrauch ist MachtMissbrauch:
Sexueller Missbrauch entsteht durch Ausnutzen des Zusammenspiels der Autorität Erwachsener mit der Abhängigkeit von Kindern. Neben dem Machtgefälle zwischen Erwachsenem und Kind spielt auch das zwischen Mann und Frau eine Rolle. Der Missbrauch dient in erster Linie der bewussten oder unbewussten BedürfnisBefriedigung Erwachsener.

sexuelle Missbrauch ist Gewalt:
Der sexuelle Missbrauch stellt stets eine Form der Gewalt gegen Kinder, Jugendliche oder Erwachsene dar.


Die Ansichten darüber, wo sexuelle Gewalt beginnt


- beim Streicheln
- beim Geschlechtsverkehr
- beim Geschlechtsverkehr bis hin zur Schwängerung
- oder gar erst bei der Tötung des Opfers
klaffen jedoch weit auseinander.

unter sexueller Gewalt sind jedoch grundsätzlich Handlungen zu verstehen, die vom:
- zeigen pornographischer Darstellungen,
- über Berührungen,
- bis hin zur Vergewaltigung
reichen.

Durch die Einschüchterung der missbrauchten Kinder
wird versucht, die Kinder zum Stillschweigen zu bringen.


Üblich ist beispielsweise:
- Liebesentzug
- die Drohung, dass geliebte Personen verletzt werden,
- den Opfern wird eingeredet, dass sie den Vorfall durch eigenes Fehlverhalten hervorgerufen haben.

Aus den oben genannten Beschreibungen wird ersichtlich, dass eine einheitliche Definition von sexueller Gewalt / sexuellem Missbrauch an Kindern/Jugendlichen schwer möglich ist.

Diese Beschreibungen sollten dazu dienen eine Sensibilität gegenüber diesem Thema zu entwickeln, da die Problematik des sexuellen Missbrauchs [leider] auch in Zukunft noch aktuell bleiben wird.


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