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    Doktorspiele

    Sogenannte Doktorspiele gehören zur normalen sexuellen Entwicklung von Kindern!
    Eine Reihe von Studien belegen, dass Kinder beim Spielen die Genitalien vor allem zeigen, betrachten oder berühren. Beim DoktorSpielen stehen lediglich die Neugier und das Interesse im Vordergrund.

    Doktorspiele basieren daher:
    - auf der Freiwilligkeit aller beteiligten Kinder,
    - und sie können jederzeit aufhören.
    Es gibt:

    - kein Machtgefälle zwischen den Kindern,
    - die Handlungen sind altersgemäß,
    - es werden keine Gegenstände verwendet.

    Bei Kindern, die sexuelle Handlungen aneinander ständig wiederholen, können aber unter Umständen Erlebnisse vorliegen die sie beschäftigen oder gar beunruhigen.



    Die normale Entwicklung der Sexualität bei Kindern:

    Mit etwa fünf bis sechs Monaten

    ist die Motorik so weit entwickelt, dass Kinder ihre Geschlechtsteile berühren können. Noch handelt es sich beim Anfassen in erster Linie um KörperUntersuchungen. Die Kinder verschaffen sich dabei auch angenehme Gefühle.

    Gegen Ende des ersten Lebensjahres

    sind sie auch an den Geschlechtsorganen ihrer Eltern interessiert. Mit sexuellem Interesse hat diese Neugier jedoch nichts zu tun, denn sie dient lediglich dem Vergleich. Vor allem das männliche Genital interessiert die Kinder, egal ob Junge oder Mädchen.

    Zwischen dem dritten und dem fünften Lebensjahr

    entstehen Freundschaften unter Kindern. In dieser Zeit beginnen viele Kinder mit Doktorspielen. Sie wollen auf Entdeckungsreisen gehen - in Bezug auf den eigenen und den Körper von anderen Kindern.

    Ab der dritten Klasse etwa

    befinden sich die Kinder auf dem Weg in die Pubertät, und haben inzwischen gelernt soziale VerhaltensRegeln einzuhalten. Die körperliche Scham, die sie jetzt verstärkt empfinden, führt dazu, dass sie ihre Sexualität nicht mehr öffentlich ausleben.

    Mit etwa acht oder neun Jahren

    entwickeln Kinder erotische und sexuelle Gefühle, die auf eine andere Person ausgerichtet sind. Sie wissen auch, dass Sexualität zum Erwachsensein gehört, und dass sie sich langsam dorthin entwickeln.

    Quellen:
    Neben den Fachbüchern von Bange, Deegener, Fegert, Finkelhor, Elz usw. ist der FachArtikel von Regula Schwager [Psychologin, Psychotherapeutin] und Marie-Louise Pfister [Sozialpädagogin, Paar- und Familientherapeutin] sowie das Buch 'Sexueller Missbrauch, Misshandlung, Vernachlässigung' von Ulrich Tiber Egle besonders erwähnenswert.



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