Informationen über sexuellen Missbrauch & Misshandlung
     

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Definitionen und Betroffene
Thema: sexueller Missbrauch

 aus dem Kapitel » sexueller Missbrauch «

Kennzeichnend für sexuellen Missbrauch ist:
ein Machtgefälle zwischen Täter und Opfer, wobei der Täter seine Autoritätsstellung oder Vertrauensposition ausnutzt, um seine eigenen Bedürfnisse auf Kosten der abhängigen Person zu befriedigen.

Sexueller Missbrauch ist somit Missbrauch von Macht in:
- Erziehungs-,
- Betreuungs- und
- Ausbildungsverhältnissen.

Sexueller Missbrauch bzw. sexuelle Gewalt
betrifft vorwiegend Kinder und Jugendliche.


Sexueller Missbrauch wird in der Öffentlichkeit und in vielen Publikationen fälschlicherweise mit dem inzestuösen Missbrauch von Töchtern durch ihre Väter und mit der Vorstellung des gewaltsam erzwungenen Beischlafs gleichgesetzt. Diese Sichtweise des sexuellen Missbrauchs kommt vor allem aus der Praxis der Mädchenarbeit, da in viele Fällen der Missbrauch der Mädchen durch einen Familienangehörigen erfolgt.
ABER: von sexuellem Missbrauch sind Kinder aller Altersgruppen und jeden Geschlechts betroffen!

8-14% der Kinder werden im Vorschulalter missbraucht!
Das Durchschnittsalter der missbrauchten Kinder liegt ungefähr bei 11 Jahren.



Betroffen sind vor allem Kinder aus Familien die verschiedene Belastungsmerkmale, wie Alkohol- oder Drogenmissbrauch, Gewalt oder auch Vernachlässigung, aufweisen. Daraus leitet sich die Strategie potentieller Täter ab, sich vor allem in das Vertrauen von Kindern einschleichen, die in ihrer Familie wenig Schutz und Fürsorge erfahren.

Sexuelle Gewalt ist für viele Kinder ein alltägliches Problem,das nur in Ausnahmefällen an die Öffentlichkeit dringt.
Die von Fachleuten vermutete enorm hohe Dunkelziffer ist begründet in den damit verbundenen Emotionen wie Scham, Furcht, Hilflosigkeit, Wut oder Entsetzen.

Nach Schätzungen aus dem Jahr 1987 wird etwa jedes dritte bis vierte Mädchen durch Vater, Stiefvater, Onkel oder einem ihr zumindest nahe stehenden Bekannten sexuell missbraucht. In diesen Fällen sind 98% der Täter Männer, die zu 75% aus der Familie kommen.

Aber auch Jungen sind von sexuellem Missbrauch betroffen:
Man schätzt jeder siebte bis neunte Junge!
Bei männlichen Opfern kommen die Täter seltener aus den Familien, sondern sind z.B. Lehrer, Betreuer, Erzieher oder Sporttrainer.

Jungen, als Opfer sexuellen Missbrauchs, werden oft erst spät entdeckt:
da Männer zögern sich in der Rolle des Opfers zu sehen. Außerdem hat der sexuelle Übergriff meist homosexuellen Charakter, da die Täter ebenfalls überwiegend männlich sind.

Jungen sind zum Zeitpunkt des Missbrauchs meist etwas jünger als betroffene Mädchen
und ihr Missbrauch ist häufiger mit körperlicher Gewalt verbunden!


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