Informationen über sexuellen Missbrauch & Misshandlung
     

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Das kindliche Körperbild
Thema: sexueller Missbrauch

 aus dem Kapitel » EinzelSeiten «

und die Folgen für dieses!

Das SelbstBild wird zusammengesetzt aus:
- der Optik,
- der Bewegung,
- dem Gefühl,
und diese drei Ebenen geben das Bild des Ganzen [Ich/Selbst] ab.

Das eigene Bild entsteht schon früh durch:
- Interaktions-Mustern [wechselseitige Aufeinandereinwirken],
- durch die Identifikation mit dem Körper des Anderen,
- und den Erfahrungen von Formen körperlicher Begegnung.

Ein gesundes Körperbild kann allerdings nicht entstehen:
- wenn Interaktions-Muster nicht,
- oder in falscher Weise,
erfahren werden,
und ein Kind Formen körperlicher Begegnungen erfährt:
- die nicht dem Alter entsprechen,
- die es nicht versteht,
- und derer es sich nicht erwehren kann.

Ein Kind, das sexuelle Gewalt erfährt, erfährt diese gegen seinen Willen



Es kommt zur Demütigung in deren Folge Gefühle von Scham / Wertlosigkeit aufkommen.

Typische Phänomene im Selbsterleben von Missbrauchsopfern sind:
- Störungen des Selbstwertgefühls,
- Gefühle absoluten Unwertes, die mit
- ständigen Selbstzweifeln
einhergehen.

Das Kind baut einen schlechten Kontakt zum eigenen Körper auf!


In der Umweltwahrnehmung des Kindes wird all die Gewalt aufgrund der Existenz seines eigenen Körpers ausgeübt.

Die in der Folge eintretenden Störungen im eigenen KörperEempfinden, können sich auf die unterschiedlichste Art und Weise ausdrücken. Neben den KörperbildStörungen ergeben sich psychosomatische Krankheitsbilder und Störungen aufgrund der eigenen 'Nicht Anerkennung'.

Die falsche Annahme der Betroffenen, dass sie selbst die Schuld an den Handlungen des Missbrauch tragen, bringt sie dazu, durch weite Kleidung mögliche sexuelle Reize gegenüber Erwachsenen zu verstecken. Zusätzlich stark belastend wirken jetzt auch Körpergefühle des Hässlichseins und der Verunstaltung.

Das Körpergefühl sexuell missbrauchter Kinder kann zerstört sein!


Zusätzlich auftretende SpannungsZustände und MuskelSpannungen gelten als unspezifische Reaktionen auf verschiedene BelastungsSituationen. Durch die Unfähigkeit des Betroffenen, unbewusste Konflikte lösen zu können, kommt es im Rahmen missglückter Konfliktlösungen zu Störungen wie z.B. Ängste, Erschöpfungen und Depressionen.

Die gleichzeitig bestehende Ich Krankheit bewirkt, dass der seelische Anteil dieses Erlebens unterbewertet, in der Wahrnehmung vernachlässigt wird, so dass sich die Aufmerksamkeit auf begleitende körperliche Störungen konzentriert.
Für die Folgen sexueller Übergriffe ist kennzeichnend, dass alle belastenden Spannungen die der kindliche Körper aushält, über den Körper entladen / abgebaut werden.

Das bedeutet, dass versucht wird, Konflikte mit einer körperlichen Erkrankung zu lösen. Bei Kindern zeigt sich dies besonders im Bereich der Motorik.

Es treten nicht selten sich zurückentwickelnde körperliche ReaktionsMuster auf, wie zum Beispiel Daumenlutschen und Bettnässen. Die Spannungsabfuhr erfolgt automatisch. Sie ist an Affekte gebunden, jedoch stark mit dem Körper verknüpft.

Man findet häufig Hinweise auf:
- ÜberAktivität,
- Apathie [Teilnahmslosigkeit, Gefühllosigkeit, Gleichgültigkeit]
- autoerotische Aktivitäten, [auf den eigenen Körper gerichtet]
- autoaggressive Aktivitäten, [auf den eigenen Körper gerichtet]

Es existiert kein gesundes Körpergefühl mehr!


Misshandelte/missbrauchte Kinder empfinden sich grundsätzlich:
- böse,
- schlecht,
- dumm
- und nicht liebenswert
in ihrem Selbsterleben.

Sie können Gefühle:
- schlecht erkennen,
- noch schlechter aussprechen, und
- an sich selbst, und
- an ihrem Körper,
haben sie wenig Freude.

Als Bruch im Selbst wird von den Opfern häufig:
- ein Teil des Körpers abgespalten,
- der Körper als Ganzes entwertet.

Der Körper wird ausgegrenzt,
- ist nicht mehr ein Teil des Ichs,
- sondern wird abgespalten [dissoziiert ]
- und ängstlich beobachtet.


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