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Alle Namen von den Personen die auf den weitern Seiten vorkommen sind frei erfunden Jegliche Ähnlichkeiten mit noch lebenden Personen wären rein zufällig! Dies machen wir unfreiwillig und einzig aus rechtlichen Gründen. Aber alle geschilderten Begebenheiten haben so und nicht anderes stattgefunden.



Darf ich vorstellen - Mutter

Text zum Thema Mutter

Eine Frau die so viel mit sich Selbst zu tun hatte, so das wir sie nur störten. In den Arm nehmen, oder Nähe dulden, war nicht ihr Fall. Sie war aus Ostpreußen von den bösen Russen weggejagt worden.

Heimatlos.

Sie erzählte an den langen kalten Winterabenden in der warmen Küche, oft mit Tränen Augen, von der guten alten Heimat. Und wir saßen da und hörten aufmerksam zu. Es war wie Geschichten vorlesen. In unserer Phantasie sahen wir die wilden bösen Russen, die den Frauen und Kindern schreckliche Sachen, auf die sie leider nie genauer einging, antaten. Wenn sie Glück hatten, wurden sie nicht umgebracht, sondern nur weggejagt aus ihren Häusern und Bauernhöfen.

Der böse kalte Winter mit viel Eis und Schnee.
Die Ostsee war ganz zugefroren, so das sie über dem Eis den Russen entkommen konnten. Fliegerangriffe auf die endlose Kolonne von Frauen und Kindern die nichts gemacht hatten - außer das sie gute Deutsche waren. Und alles wegen diesem schrecklichen Krieg, den doch keiner gewollt hatte. Sie waren doch gezwungen wurden, von diesen Unmenschen wie den Polaken und den Russen, sich gegen die zu wehren. Die machten sich doch immer breiter, und es war nun mal nicht genug Platz für alle da gewesen.

JA – sicher, es war nicht alles gut was 'der Hitler' so alles gemacht hatte.
Aber Recht hatte er ja doch gehabt damit, dass die Barbaren wie Polaken und Ruskies und dieses Kroppzeug von Juden, kein Recht dazu hätten mit ihnen zusammen auf dieser Welt zu leben. Sollten sie doch woanders hingehen und den Deutschen nicht ihren Lebensraum wegnehmen.

Vater hätte ihr ja erzählt wie es bei den Russen Zuhause aussah und zuging. Er war doch da, an der Ostfront, als Soldat gewesen. Er hatte sogar in Stalingrad mitgekämpft! Das waren doch keine Menschen. Da wäre ja bei ihnen Zuhause im Kuhstall mehr Ordnung gewesen.

Stolz verwies sie auch gerne auf das Bild in der guten Stube an der Wand.
Dort war sie in einer schnittigen Rote Kreuz Uniform zu sehen. Daneben hing ein Bild von Mutter und Vater zusammen. Sie in einem Brautkleid mit Schleier und er zackig in Soldatenuniform.

Ach ja - Mutter. Sie hatte immer Geschichten zu erzählen.

Und Kochen konnte sie!
Lauter leckere Sachen wie Labskaus, Steckrübeneintopf, Birnen - Bohnen und Speck, Schwarzsauer, Erbsensuppe, Linsensuppe, Hühnerfrikassee und so ging es unendlich weiter mit den leckeren Sachen. Na ja, manches davon schmeckte uns, wenn Vater es kochte, besser, aber wir hauten immer rein wie ausgehungerte Neger, wie sie dann gerne zu sagen pflegten. Nur Backen, das mochte sie nicht gerne. Das war immer Vaters Aufgabe. Der konnte das aber auch gut. Ich hatte nie irgendwo anders so leckere Kuchen oder Torten zu Essen bekommen wie dann. Das Mutter das auch gut schmeckte, war ihr anzusehen. Sie war recht füllig, wie Vater das gerne mal nannte.

Ach so Hühnerfrikassee - Also ich mochte das Zeug eigentlich sehr gerne.
Aber wie ich so langsam älter wurde, mochte ich das nicht mehr so richtig essen. Nicht das es anders als sonst schmeckte, nee das war es nicht. Das war mehr ein Problem mit der Sitzordnung am Küchentisch.

Ich saß Mutter nämlich genau gegenüber.
Und als es mal eines Tages wieder Hühnerfrikassee gab, bekam ich einen großen Lappen Haut von dem gekochten Huhn auf meinen Teller. So richtig schaurig wabbelig und blass, mit diesen Pickel wo mal die Federn gesteckt hatten.

Eigentlich kein Problem weiter, aber ich schaute hoch und wie gefesselt blieb mein Blick auf dem Hals von Mutter hängen. Da war doch genau das Selbe zu sehen, was auf meinem Teller lag. Die Haut an ihrem Hals war genau dieselbe wabbelige blasse Haut und hatte auch diese kleinen Pickel, wie die Haut auf meinem Teller.

Ich schaute wieder auf meinen Teller, da ich hoffte eine meiner Einbildungen zum Opfer gefallen zu sein...aber nein, da lag der Lappen. Als wenn man Mutter dem vom Hals gesäbelt hatte und mir zum Fraß vorwerfen wollte.

Ich war, dank Vater, bestimmt schon ein harter Hund geworden.
Aber bei dem Gedanken, das ich Mutter nicht nur ertragen musste, sondern jetzt auch noch essen sollte, verging mir für lange Zeit der Appetit auf Hühnerfrikassee gründlich.

Um mich so richtig fertig zu machen, schnappte sich Mutter den Lappen Haut von meinem Teller, und mit den Worten 'Du magst ja eh nur das magere Fleisch' schob sie sich das in ihren Mund.

Ich hätte loskotzen können!

Mutter hatte bei uns Zuhause die Hosen an wie Vater immer sagte.
Alle hatten zu machen was sie sagte. Sie hatte Regeln aufgestellt an die man sich halten musste. Egal wer und egal wann, immer nach den Regeln von Mutter. Sie liebte es, wenn es reibungslos lief. Es gab feste Zeiten fürs Essen, Abwaschen, Wäsche machen, Bügeln, Schularbeiten, ins Bett gehen und so weiter. Und wehe, wenn man sich mit Schuhen ins Haus traute. Das durften höchstens mal Besucher sich erlauben. Wir Kinder aber hatten das Haus, nach dem Spielen draußen, durch den Keller zu betreten, uns da die Schuhe und die dreckigen Klamotten auszuziehen. Da gab es kein Wenn und Aber. Das war Gesetzt. Egal ob Sommer oder Winter. Ordnung muss sein. Das mussten wir doch verstehen.

Mutter hatte doch nie Zeit.
Den ganzen lieben langen Tag war sie in der Küche, oder im Waschkeller; damit beschäftigt uns undankbaren Bälgern Essen zu kochen, oder den Dreck weg zumachen. Und die Berge an Wäsche waren kaum zu schaffen. Wenn sie ihren Waschtag hatte fing das Theater schon am frühen Morgen an.
Beim Frühstück jammerte sie schon darüber, das sie wieder den ganzen Tag das Tageslicht nicht sehen würde.

JA - selbstverständlich nur wegen uns!
Mein kleiner Bruder schiss ja noch die Windeln voll, und der große Günter und ich sauten uns immer unsere Hemden oder Pullover beim Essen oder beim Spielen draußen ein.

Man gut, dass wir vom Frühjahr bis zum Winter immer nur kurze Lederhosen und Strümpfe anhatten. Sonst wäre diese arme Frau nie wieder aus dem Keller heraus gekommen. Mit ganz viel Pech hatte Vater noch kein Feuerholz zum Anzünden des Feuers für den Waschzuber gemacht.

Dann war erst recht Holland in Not, wie Vater gern sagte.
Dann musste diese arme Frau mit der Axt mühsam Holzscheite zerkleinern um damit das Feuer zu machen. Wenn es ihr dann irgendwann gelungen war, das Feuer im Waschzuber zum Brennen zu bringen, hatte ich, als ich älter war, die Aufgabe bekommen regelmäßig Holzscheite aufs Feuer nachzulegen, damit das Wasser, dass wir oben in dem Waschzuber gegossen hatten, richtig heiß wurde. Sie hatte sich dann, um sich von den Strapazen zu erholen und Kraft für das Waschen zu sammeln, in die Küche verzogen und sich dort mit Kaffee und Schnittchen in einen Schundroman vertieft.

Halt - das war nicht meine Erfindung.
So nannte Vater diese Liebesromane, die Mutter in sich reinschlang. Es waren Arzt-, Berg-, Heimat- und Adels-Romane die sie wie am Fliessband in sich reinfraß. Davon hatte sie im Laufe der Jahre große Kartons voll auf dem Boden angehäuft. Ich weiß das so genau, weil ich eines Tages diese Heftchen selber angefangen hatte zu lesen.

Nicht das die mir gefallen hätten. Es war eigentlich immer das Selbe.
Einsame schöne Frau, netter - meist reicher Mann, die Wirren des Lebens, die sie endlich zusammen kommen ließen. Und immer wurde am Ende geheiratet. Armes Mädchen bekommt reichen Fabrikanten, Dienstmagd den Baron oder Krankenschwester den Chefarzt, der in moderneren Heftchen sogar von seiner Frau durch einen tragischen Unfall befreit wurde, damit es dann auch eine Hochzeit geben konnte. Das war schon ab der ersten Seite bzw. am Kiosks abzusehen.

Aber es die Sprache die darin steckte.
Da standen all diese Sachen drin, die Frauen gerne hörten und ihre Männer ihnen nie sagten. Deswegen schlangen die Weiber die Dinger in sich rein.

Ironie des Schicksals:
Meine 'beste Freundin' arbeitet seit Jahren ausgerechnet bei dem "Martin Kelter Verlag", der Verlag, der diese Romane damals und selbst heute noch auf den Markt schmeißt!





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