Informationen über sexuellen Missbrauch & Misshandlung
     

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Angst und Panik
Thema: sexueller Missbrauch

 aus dem Kapitel » Erkrankungen - die großen Fünf «

Vorwort:
Die Ursachen der AngstStörungen sind weitgehend unbekannt, jedoch scheinen traumatisierende Erfahrungen bei ihrer Entstehung eine erhebliche Rolle zu spielen. Dies ist zwar nicht für alle Fälle gültig, aber bei der posttraumatischen Belastungsstörung [PTBS], sowie bei den anderen AngstErkrankungen, ist dies auffällig häufig der Fall.

Die Betroffenen sind, hinsichtlich ihrer Fähigkeit extremen Stress zu verarbeiten, auch genetisch bedingt unterschiedlich. Betroffene, die nur eine relativ geringe TraumaDosis [mehrfach/mehrere Traumata] vertragen, haben ein erhöhtes Risiko an einer AngstStörung zu erkranken.


Ursachen für Angst und Panik


Bei vielen AngstReaktionen handelt es sich um das Resultat eines KonditionierungsProzesses. [ein Lernvorgang, bei dem eine Reaktion auf einen Anreiz erlernt wird.] Der Betroffene lernt, auf - an sich neutrale Reize - zu reagieren, die mit einer ursprünglichen, unangenehmen oder bedrohlichen Erfahrung verbunden waren/sind.

Innere Bedrohungen [phantasierte Gefahrenquelle] wie z.b.
- 'böse Gedanken',
- 'unmoralische Wünsche',
- 'unerlaubte Gefühle',
können unbewusst nach außen verschoben werden.

Diese Bedrohung wird [unter Umständen] in ein Objekt oder eine Situation verlagert, und stehen damit in einer symbolischen Beziehung zu der eigentlichen inneren Bedrohung. Diese Verschiebung wird dann, nicht zuletzt durch die damit verbundene Entlastung vor dieser Bedrohung, vom Betroffenen aufrecht erhalten.

1. Angst
ist eine natürliche und angeborene Reaktion, meist gekennzeichnet von einem:
unbestimmten, beklemmenden, einengenden, erdrückenden Gefühl der Bedrohung in Abwesenheit oder Anwesenheit vor einem bestimmten Objekt, oder vor einem bestimmtem Vorgang.

Seit Menschengedenken ist die Angst wichtig für das Überleben, denn sie hält uns wach und aufmerksam den Dingen gegenüber die uns begegnen. Sie behütet und beschützt uns Menschen. Die Angst wird vom Unterbewusstsein gesteuert und in gewisser Weise auch von uns selbst, da wir die Möglichkeit haben, über unser Denken und Handeln, dem Unterbewusstsein Befehle zu erteilen. Auf diese Art und Weise können wir die Angst [Ängste] beeinflussen.

2. Panik
ist eine explosionsartige Reaktion, von der die Betroffenen, meist ohne Warnung, überfallen werden. Viele Betroffene, die unter PanikAttacken leiden, kennen den eigentlichen Ursprung nicht. Sie erkennen den unmittelbaren Auslöser nicht, doch es muss einen geben, da ein Mensch sich nicht ’vor nichts’ fürchtet. Für einen Gesunden sind die Auslöser für eine Attacke oft in einer bedrohlichen Situation zu finden.

Depressive haben viele Gründe für die aufsteigende Angst. Die Gründe sind nicht immer deutlich erkennbar, was die ganze Sache noch schwieriger macht. Der Auslöser muss nicht immer in der Gegenwart, sondern kann vielmehr in der Kindheit zu finden sein. Dabei muss das damalige Erlebnis mit dem heutigen nicht zwingend identisch sein. Es reicht, wenn das Unterbewusstsein einen Zusammenhang herstellt.


3. Phobie[Phobie = krankhafte Angst]
...ist die dauerhafte und intensive Furcht oder Angst vor einen bestimmten Objekt oder Vorgang. Diese ist der tatsächlichen Gefahr nicht angemessen, und beeinträchtigt den Betroffenen erheblich. Er denkt und fühlt seine Angst jeden Tag und an jedem Ort. Überall ist er ihr ausgesetzt - weil er ständig daran denkt. Das ist ein elementarer Fehler den er begeht. Ständig hört er in sich hinein, ob die Angst vorhanden oder im Anmarsch ist. Seine Gedanken kreisen ständig um das Thema.

Diese Art zu denken fließt im Laufe der Zeit so tief ins Unterbewusstsein ein, das dem Phobiker gar nicht mehr bewusst wird, warum er so denkt und warum er so handelt. Doch diese Gedanken daran sind es, die Attacken auslösen. Er verliert die Kontrolle über die Gedanken, und muss sie wiederbekommen. Viele Phobiker bewältigen diesen Zustand mit 'Ablenken', das sich im ersten Moment als wirksam erweist, aber niemals eine Dauerlösung sein kann.

Denn:
wer sich von seiner Angst ablenkt, beschäftigt sich nicht damit, sondern schiebt sein Problem nur weiter vor sich her. Hier heißt es, der Ursache an die Wurzel zu gehen - und nicht an den Symptomen herumzudoktern.


Einige bekannte Arten der Angst:


PanikAttacken
Ängste, die plötzlich und schnell, meist ohne erkennbaren Anlass auftreten. Typische körperliche Symptome während der Attacke sind unter anderen Übelkeit, Benommenheit, Herzrasen, Zittern, Atemnot, Schwitzen.

Agoraphobie
Angst vor großen, weiten Plätzen und/oder weitläufigen Arealen.

Klaustrophobie
Angst vor geschlossenen Räumen. Die Benutzung von Kinos, öffentlicher Verkehrsmittel, Fahrstühlen, Supermärkte, Autofahren, Theatern oder das Alleinsein sind typische Situationen die nach Möglichkeit vermieden werden, oder nur mit starken Unbehagen ertragen werden.

Gemeinsamkeiten für diese Orte/Situationen ist das Gefühl:
- eine Flucht ist [scheinbar] nicht möglich,
- man sitzt in einer Falle.

soziale Phobie
Angst, bei öffentlichen Situationen zu versagen, oder sich zu blamieren. Aus dieser Angst heraus meiden die Betroffenen Situationen oder Tätigkeiten, in denen sie einer kritischen Beobachtung durch andere Personen ausgesetzt sind.

Das VermeidungsVerhalten wird so ausgeprägt, das die berufliche LeistungsFähigkeit und der private Kontakt sehr stark eingeschränkt ist.

generalisierte Angststörung
zeigt auf der körperlichen Ebene eine andauernde leicht erhöhte Erregung, die als Auslöser für beunruhigende Gedankengänge fungiert. Dadurch wieder eine körperliche Anspannung verstärkt. Häufige BegleitErscheinungen sind Kopfschmerzen, SchlafStörungen und ein Kreislauf aus ängstlichen Vorstellungen über LösungsMöglichkeiten und damit einhergehende ErregungsZustände.

Viele, von Ängsten Betroffene, entwickeln regelrechte VermeidungsRituale, die deutliche persönliche Einschränkung mit sich bringen.


Angst und/oder Panik sind Hauptmerkmale bei:


posttraumatische BelastungsStörung [PTBS]
plötzlich einbrechende Erinnerungen [Flash-Backs] an psychische und physische Traumata, oft verbunden mit:
- Alpträumen,
- SchlafStörungen,
- Gefühlslosigkeit [emotionaler 'Taubheit'],
- furchterregenden Gedanken,
- GedächtnisStörungen,
- Depressionen,
- natürliche Erregbarkeit [Irritabilität],
- Wut und/oder Ärger.

ZwangsStörung [Ticks]
Wiederholte, unerwünschte Gedanken und/oder Verhaltensweisen, die sich der Kontrolle durch den Betroffenen entziehen.

VermeidungsVersuche rufen
- intensive Angstgefühle hervor,
- die Verwirklichung der Gedanken / Verhaltensweisen
kann jedoch kurzfristige Erleichterung verschaffen.

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